Zitat von PapaEmeritus: Die Kontrolle ist immer abhängig von der Reaktion des Opfers.
Darum geht's ja auch immer nach dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche.
Bei Wohlverhalten gibt's ein bisschen Zuckerbrot, bei Widerstand mehr oder weniger viel Peitsche in Form von Kritik, Abwertung und anderem Psychoterror.
Zitat von PapaEmeritus: Um zu kooperieren, muss es Vertrauen und Sympathie empfinden. Die Mechanismen der Kontrolle untergraben aber diese Basis.
Es geht eher darum, dass der Mechanismus ein anderer ist:
In aller Regel benutzen beide Seiten mehr oder weniger stark die Beziehung, um den eigenen Selbstwert zu stärken. Indem die schwächere Seite kooperiert, stellt sie sicher, dass sie weiter Anerkennung und damit externen Selbstwert-Input bekommt. Das ist relativ oft der weibliche Part, kann aber auch mal umgekehrt sein.
Unterm Strich haben von diesem Spielchen paradoxerweise beide Seiten etwas - Win-Win-Situation.
Zitat von PapaEmeritus: Bei mir war der wachsende Kontrollzwang ja auch der Anfang vom Ende.
Das ist dann eben die Peitsche-Variante: Du hast dich (noch mit Hilfe einer halbwegs funktionsfähigen Wahrnehmung und Intuition) gegen die Kontrolle gewehrt und Widerstand geleistet. Ist nicht erlaubt, Todsünde, muss drakonisch bestraft werden. Folge: Es wurde immer schlimmer.
Zitat von PapaEmeritus: eigentlich schaufeln sich diese Menschen ihr eigenes Grab.
Aus ihrer Sicht sieht das ein bisschen anders aus:
Ein/e Partner/in, der/die nicht ausreichend pariert, ist nicht der/die "Richtige". Also wird ein x-beliebiger Konflikt und daraus im besten Fall die Trennung konstruiert. Dann ziehen Betroffene weiter und suchen das nächste "Opfer". Das hat bei genauerer Betrachtung eine gewisse Beliebigkeit. Es geht nämlich nicht primär um die Person, sondern nur um das Gefühl, verliebt zu sein.