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Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

PapaEmeritus
@Hummelbee8

Tatsächlich waren es bei mir „nur“ etwas mehr als 2 Jahre und ab einem Punkt ging es rapide bergab. Als wäre da ein Schalter umgelegt wurden. Ich hatte schon die Idee, die will mich loswerden, traut sich aber nicht sich zu trennen, da hab ich mir dann erstmal ne Auszeit genommen und da kam die tatsächlich wieder. Ich war natürlich erstmal naiv und dann ging der Mist von vorn los.

x 1 #14101


T
Zitat von PapaEmeritus:
Ich war natürlich erstmal naiv und dann ging der Mist von vorn los.

Ja, das kenn ich auch. Man kann eine Beziehung nicht unterbrechen, genausowenig wie eine Schwangerschaft

x 1 #14102


A


Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

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PapaEmeritus
@Tempest

Es war damals für mich ne sehr schwierige Situation. Ich war nicht mehr so blauäugig, dass ich nicht wusste, was abläuft, aber immer noch blauäugig genug zu denken, das kann schon alles wieder gut werden. Ich hatte nur die Verhaltensweisen eingeordnet und noch keine Ahnung davon, dass das die Persönlichkeit ist, und nicht nur situative Dinge.

#14103


Hummelbee8
Zitat von PapaEmeritus:
@Hummelbee8 Tatsächlich waren es bei mir „nur“ etwas mehr als 2 Jahre und ab einem Punkt ging es rapide bergab. Als wäre da ein Schalter ...

Ich glaub das das wieder zurück gehen das daran glauben das schaffen wir schon wahr.. den ehrlich nur weil der Partner ein narz ist heißt es nicht das wir nicht ehrlich gefühlt haben.. daheist wenn man liebt gibt man eben nicht auf..aber es ist eben so manches muss enden im eben klarer denken zu können und irgendwann gibt es nichts mehr was man sieht wo es noch den hält gibt zu glauben

2 Jahren sind schon hart ... Doch du hast es geschafft den Absprung darauf kannst du stolz sein...

Bei mir waren es fast 7 Jahre ...

x 3 #14104


PapaEmeritus
@Hummelbee8

Mein Problem war, dass ich ab irgendeinem Punkt nicht mehr relativieren konnte. Das versucht man ja meist erstmal. Aber irgendwann ging das nicht mehr, das war alles objektiv widersprüchlich und verletzend. Deswegen hatte ich mich dann ja schon mal distanziert. Und da kam die von sich aus wieder, erstmal wieder ganz nett und lieb und dann ging das alles nach einer Weile wieder von vorn los. Kein Gespräch möglich, alles abgeblockt, Silent Treatment usw. Und für jemanden, der zu dem Zeitpunkt schon aufmerksam geworden war, war das eben nicht mehr umdeutbar. Ich sollte einfach meine Schnauze halten und alles mitmachen. Und das ging eben nicht mehr. Inzwischen weiß ich, dass diese Menschen nur funktionieren, solange man nicht checkt, was abläuft. Wenn man aber erstmal angefangen hat zu hinterfragen, ist das eigentlich der Anfang vom Ende.

x 4 #14105


Hummelbee8
Zitat von PapaEmeritus:
@Hummelbee8 Mein Problem war, dass ich ab irgendeinem Punkt nicht mehr relativieren konnte. Das versucht man ja meist erstmal. Aber irgendwann ging ...

Du hast was geschafft was ich nicht konnte damals.. ich wollte es nicht sehen,klar wusste ich das es nicht normal ist und es nicht okay ist was er tat aber ich wollte es nicht wahrhaben...

Ich finde es von dir echt stark das du es erkannt hast und gegangen bist

x 3 #14106


PapaEmeritus
@Hummelbee8

Ich weiß, dass das vielleicht ein anderer Weg war, als bei anderen. Aber das war nicht mehr ertragbar. Für mich war schon immer vieles verhandelbar, außer meine Autonomie. Und ich hätte hier ein Stück von mir selbst aufgeben müssen, bzw. hatte es schon. Trotzdem hat es das nicht besser gemacht. Wenn man erkannt hat, was der Mensch macht, und man dann live sieht, wie der Mensch das weiter macht, das ist wahrscheinlich wie ne OP bei Bewusstsein. Vielleicht hat die Frau mich auch für zu naiv gehalten oder gedacht, ich check das eh nicht, keine Ahnung. Und ganz ehrlich, in ganz dunkeln Momenten wünschte ich mir, ich hätte nix gecheckt und wirklich meine Schnauze gehalten, auch wenn das natürlich Unsinn ist.

x 1 #14107


Hummelbee8
Zitat von PapaEmeritus:
@Hummelbee8 Ich weiß, dass das vielleicht ein anderer Weg war, als bei anderen. Aber das war nicht mehr ertragbar. Für mich war schon immer vieles ...

Es war bez ist dein Weg geswesen du bist damit so umgegangen wie es für dich gut war und auch richtig war.. du bist gegangen als du es so gesehen hast wie es wirklich war .. du hast es für dich getan und es war richtig so..

Es tut weh und ist schwer davon weg zu kommen und die Nachwirkungen sind noch schlimmer als mitten drin zu sein den wenn man sich bewusst wird was es angerichtet hat tut es mehr weh..

Doch ehrlich geht's dir jetzt besser,kannst du wieder leben.. wenn ja hast du nichts falsch gemacht.. auch wenn du manchesmal sagst warum hab ich nicht meinen Mund gehalten.. naja weil du dein Leben wieder leben wolltest so wie es eben leben willst

x 1 #14108


PapaEmeritus
@Hummelbee8

Naja. Wenn man das ein mal gesehen hat, kann man das nicht mehr nicht sehen, und wenn der Mensch dann oberflächlich wieder nett ist, aber darunter der gleiche Mist weitergeht, ist das, wie als würde man dahinter schauen. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Und da wurde mir auch klar, die macht das mit Absicht, die will mich zurück in diese Dynamik, in diese Unterordnung ziehen, und das ist kein Ausrutscher, kein Stress o.ä., die ist einfach so. Und ich hatte dann wirklich ne Art Schock. Ich hab Flashbacks gehabt, Dinge gesehen und gehört usw, das war schon hart. Ich musste mich auch lange von bestimmten Orten fernhalten, weil die wirklich ne Art Flucht in mir hervorgerufen haben. Und ich bin heute auch absolut davon überzeugt, dass diese Menschen wissen, was sie machen, es absichtlich machen und es versuchen zu verschleiern. Die sind auch nicht traumatisiert, verletzt o.ä., die sind einfach so, vielleicht sogar schon so auf die Welt gekommen.

#14109


P
Zitat von PapaEmeritus:
die sind einfach so,

Hier wird es leider etwas kompliziert.
Weil nicht alle sind eindeutig so drauf. Es gibt eine Unmenge an Variationen, so wie es verschiedene Menschen gibt. Und das mag ein Grund zusätzlich sein, warum es teilweise sehr lange nicht wirklich auffällt.
Nicht alle bedienen die Breite an tools, andere nieder zu machen.

Was aber unterm Strich gemeinsam ist - die andere Person wird verwirrt, irritiert, verunsichert, ausgesaugt, kleiner als vorher und nicht glücklich.
Wenn Person zu lange dabei bleibt, weil die große Liebe ja heilen wird, ( 🙈 ) dann ist Person zusätzlich verwirrt und verletzt, weil entsorgt. Weil Person nicht mehr weiter ausgequetscht werden kann, keine Energie mehr liefert, nicht mehr adäquat funktioniert. Sowas ist unbrauchbar.

Und so oder so, die Person, die dem ganzen ausgeliefert ist, wird immer schwächer und der Absprung fällt immer schwerer. Es ist eine unglaublich perfide Nummer.

x 3 #14110


Hummelbee8
@PapaEmeritus

Ob sie es mit Absicht machen oder nicht ,kann ich nicht sagen...

Ich kann dir sagen das es leichter wird...

Ich kann bin heute giwisse Musik nicht hören, Filme Serien nicht ansehen.. und auch gewisse Dinge nicht machen.. weil ich mich sonst wieder in einen Flachback sturtze..

Doch ich habe dieses Jahr etwas gemacht ich bin zum Haus gefahren wo alles statt gefunden hat, der Schmerz seinen Anfang genommen hatte.. wo ich weinte und zerbrach ...

Ich stand davor ging daneben vorbei und stand wieder davor.. es hat sich nicht viel verändert äußerlich ,aber für mich war es anderes es löste in mir kein flashbak aus ,sondern erinnerte mich an mich von damals .. der Anblick des Hauses zeigte mir das Bild von mir früher..

Ich hatte immer Angst diesen Schritt zumachen aber Schluss endlich wie ich ihn gemacht habe ..hat es mir geholfen weiter zu gehen ,vorran zu kommen mehr und mehr abzuschließen.. mit dem Schmerz ,mit der Erniedrigung,mit der Angst und der Schuld..

Es ist so es geht immer nur nach vorn nie zurück..

Deine Ex wollte dich brechen doch hat sie es wirklich Geschäft nein sonst wärst du nicht gegangen.. du hast es geschafft.. jetzt mach weiter gehe deinen Weg nach vorn...und schau nicht zurück

x 2 #14111


Plague
Zitat von PapaEmeritus:
Und ich bin heute auch absolut davon überzeugt, dass diese Menschen wissen, was sie machen, es absichtlich machen und es versuchen zu verschleiern.

Ganz so einfach bzw. Schwarz-Weiss ist die Welt allerdings doch nicht.
Es geht immer um interaktionale Ziele, die Menschen aufgrund bestimmter Selbst- und Beziehungsschemata erreichen wollen. Um diese Ziele zu erreichen, bedienen sie sich indirekter bzw. motivintransparenter Methoden. Das ist die Definition von jeglicher Art von Manipulation. Je mehr andere Menschen unter diesen Manipulationen allerdings leiden, umso problematischer wird die Sache. Nicht umsonst ist das Ausmaß immer wiederkehrender interpersoneller Probleme der wichtigste Indkator für die Schwere einer Persönlichkeitsproblematik.

Zitat von PapaEmeritus:
Die sind auch nicht traumatisiert, verletzt o.ä., die sind einfach so, vielleicht sogar schon so auf die Welt gekommen.

Auch wenn du das anscheinend gerade für deine eigene Psychohygiene brauchst, ist es leider auch in diesem Punkt nicht so einfach: Narzisstische Menschen wiederholen in der Regel das, was sie selbst als Kinder und Jugendliche erlebt haben. Sie sind oft Opfer von nicht bedürfnisorienterter Erziehung und emotionalem Mißbrauch, die dann zu Tätern/innen werden. Die Genetik würde ich mal vorsichtshalber nicht zu arg dabei strapazieren.

x 2 #14112


Heffalump

PapaEmeritus
@Plague

Ich weiß, dass du das so siehst, und das ist auch vollkommen okay. Es gibt aber bis heute keinen kausalen Zusammenhang zwischen Trauma und manipulativem Verhalten im Erwachsenenalter, der wird immer nur gern unterstellt. Es gibt Korrelationen, aber keinen direkten Zusammenhang. Diese Darstellung eröffnet für mich auch mehr Fragen, als sie beantwortet. Woher wissen wir denn überhaupt, dass alle diese Menschen traumatische Erlebnisse hatten? Warum entwickeln nicht alle traumatisierten Menschen dieses Verhalten? Warum entwickeln Menschen ohne Trauma dieses Verhalten? Warum verhalten sich diese Menschen trotz unterschiedlicher Herkunft. Alter, Geschlecht etc. immer zumindest in den Grundmechanismen gleich? Haben die alle das gleiche Traume erlebt? Und warum wird das Verhalten nur selektiv gezeigt? Welches Trauma verursacht das?

Traumafolgen sind oft:
reaktiv
situationsabhängig
inkonsistent
mit innerem Leid, Angst oder Überforderung verbunden
potentiell veränderbar bei Sicherheit und Therapie

Für mich wirkt das Verhalten dieser Menschen aber:

stabil
strategisch
wiederholend
wenig leidvoll für die Person selbst
funktional (Kontrolle, Macht, Regulation über andere)

Für mich ist das ein Zirkelschluss:
Man sieht dieses Verhalten. Man unterstellt ein Trauma. Man erklärt das Verhalten mit dem unterstellten Trauma. Man sieht das Verhalten als Beweis für ein zugrunde liegendes Verhalten. Kann man so sehen, ändert aber nix daran, dass da unfassbar viele Löcher sind. Für mich ist die Trauma Erklärung ein Platzhalter, weil man nicht weiß, woran es liegt, und man so noch die Möglichkeit offen lässt, diesen Menschen zu helfen. Und ich bin übrigens der letzte, der das nicht wollen würde.
Für mich ist diese Erklärung immer moralisch entlastend, erzeugt Mitgefühl, verschiebt die Verantwortung und vermeidet die harte Realität. Trauma kann Persönlichkeitsentwicklung beeinflussen, mit Sicherheit
Aber es erklärt kein konkretes destruktives Beziehungsmuster zwangsläufig.
Und es entbindet niemanden von Verantwortung für sein Verhalten.
Als Nachtrag: ich wäre der letzte, der die Trauma-Erklärung nicht akzeptieren würde, denn ich bin immer dafür, Menschen zu helfen. Ich hatte selbst mal psychische Probleme, und war dankbar, dass mir geholfen wurde. Aber diese Erklärung ist eben in der Realität nicht haltbar.

x 1 #14114


Plague
Zitat von PapaEmeritus:
keinen kausalen Zusammenhang zwischen Trauma und manipulativem Verhalten im Erwachsenenalter,

Darum geht es doch auch gar nicht.
Es geht darum, dass wir es mit Menschen zu tun haben, deren Selbstwert schon in jungen Jahren systematisch (wodurch auch immer, in aller Regel Erziehung, Familie, Eltern, selbstverständlich auch kulturübergreifend ...) demontiert wurde und die im weiteren Verlauf ihres Lebens mehr oder weniger ausgesprägte (für das direkte Umfeld problematische) Kompensationsstrategien entwickelt haben, die sich auf einem Kontinuum von Akzentuierung über Stil bis zur Persönlichkeitsstörung abbilden.

Ein Trauma spielt dabei nicht die entscheidende Rolle - nicht jeder narzisstische Mensch muss traumatisiert sein. Aber das definierende Element dabei ist immer die externe Selbstwertregulation.

x 3 #14115


A


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