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Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

PapaEmeritus
@Karuna

Ein was noch zum Abschluss und dann bin ich raus, soziale Kontakte pflegen:
Ein Teil des Schocks war, dass ich gezwungen war, das Ganze zu beenden. Sie hätte sonst nicht aufgehört. Wäre sie irgendwann einfach gegangen, wäre es vielleicht einfacher gewesen, aber so war es meine Verantwortung, die Realität wieder ein Stück weit herzustellen, zu benennen, was hier passiert, mich nicht mehr zum Bösen machen zu lassen. Ich hab am Ende auch alle Entschuldigungen zurück genommen, und ihr gesagt, dass sie sich bei mir entschuldigen müsste. Ich war irgendwann nicht mehr passiv, sondern hab aktiv Einfluss genommen. Und dass ich das überhaupt musste, war ganz schwierig. Es war so eine Art emotionale und psychische Notwehr. Aber ich hab diese ständige Opferinszenierung, das Silent Treatment usw nicht mehr ertragen. Es ging einfach nicht mehr.
So, danke für das Gespräch 🙂

x 3 #14206


K
Danke für die vielen Beiträge hier, das deckt sich 1:1 mit meiner Narzisstin.

Ich will keinen neuen Thread eröffnen, aber vielleicht kann mir noch mal jemand etwas zu dieser Verhaltensweise sagen.

Bei mir Juni 2025 - aus dem Nichts heraus, erfolgte mal wieder ein Streit, ein heftiger Streit, ausgehend von ihr, vorher hatte sie sich gefühlt duzend mal schon getrennt, ich war es gewohnt. Diesmal war der Streit heftiger denn je. Sie warf mich aus der Wohnung, schrieb mir aber noch auf dem Weg nach hause, ich wohnte fussläufig.

Sie schrieb mir, dass ich ein Lügner sei und so weiter, weshalb tut nichts zur Sache, das war immer ihre Masche. Vorher erzählte sie mir, dass sie duzend Typen gleichzeitig vor mir gehabt habe, die attraktiver gewesen seien als ich. Ich habe ihr entgegnet, dass es ja dann gut sei (für sie), dass sie so einen unattraktiven Typen wie mich los sei. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich emotional schon vollends entliebt.

Plötzlich kam - in original ihren Worten - "Du bezeichnest mich als jetzt ernsthaft als Fremdgeherin? Nimm das zurück". Ich habe sie nie als solche bezeichnet. Dann blockierte sie mich. Wir wohnen ja leider in direkter Nachbarschaft. Fast 2 Monate später machte sie mir eine Szene vom feinsten auf der Straße, aber leise, es sollte keiner mitbekommen. Außenwirkung war ihr immer extrem wichtig. Innenwirkung zu mir? Egal. Sie beschimpfte mich mit "A...loch, W.....er, der letzte I...iot der Erde und vielem mehr".

Ich schaute sie nicht mal mehr an bei Begegnungen, einigen Nachbarn fiel das scheinbar auf, mir war es egal. Wieso sollte ich jemanden grüßen, der dermaßen eskaliert und mit mir fertig ist.

Plötzlich stand sie vor meiner Tür ob ich nicht mal den Schneid hätte, sie mehr zu grüßen, und dass ich sie als Fremdgeherin bezeichnet hätte (was ich nie getan habe, aber sie so interpretiert, vermutlich wieder um die Opferrolle einzunehmen), verzeihe sie mir nie.

Völlig ambivalentes Verhalten wieder.

Ich blieb damals in no contact, sie war jedesmal bei jeder Begegnung sichtbar geladen.

Wieso nimmt eine solche Person wieder Kontakt auf, wenn sie solche Wut auf die andere hat. Wenn ich wirklich so beleidigt worden wäre, oder mich beleidigt gefühlt hätte, wäre mir die andere Person komplett egal, im Gegenteil, wenn sie mich nicht mehr beachtet, wäre ich ihr fast dankbar.

War das Hoovering oder wie es sich nennt? Ich blieb in no contact, auch wenn ich zugebe, dass ich bei diesem Gaslighting der Opferrollenverdrehung kurz nachdachte. Mich wieder mal zu rechtfertigen, zu erklären. Ich habe es NICHT getan, weil ich sonst wieder in eine Ehrenrunde gegangen wäre.

#14207


A


Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

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PapaEmeritus
Zitat von Karlo50:
Wieso nimmt eine solche Person wieder Kontakt auf, wenn sie solche Wut auf die andere hat. Wenn ich wirklich so beleidigt worden wäre, oder mich beleidigt gefühlt hätte, wäre mir die andere Person komplett egal, im Gegenteil, wenn sie mich nicht mehr beachtet, wäre ich ihr fast dankbar


Weil das wahrscheinlich normal ist. Diese Wutausbrüche sind mMn bis zu einem gewissen Maß inszeniert. Ich hab ähnliches am Ende erlebt. Es war über Wochen eskaliert. Ich war der Böse, sie das arme Opfer. Und irgendwann dachte ich mir, na gut, dann lass ich dich einfach in Ruhe. Da kam sie wieder, erst nett, dann ging der Mist weiter. Das gehört anscheinend dazu und hat sicher auch Nix mit dir zu tun. Es ist der Test, ob du noch kontrollierbar bist.

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K
Zitat von Karuna:
Ich verstehe auch dich und ich weiß, dass meine Ansicht für den ein oder anderen dezent exklusiv erscheinen mag, aber es ist die Wahrheit und ich finde es unglaublich schön, dass ich trotz dieser Erfahrung dieses Level erreicht habe keinerlei negativen Gefühle ihr gegenüber zu empfinden. Wobei ich sicher bin, ...


Ich habe meine Narzisstin fast 1 Jahr versucht zu retten, zu verstehen, mit Geduld, habe gehofft, nachgedacht wie ich mich ändern kann.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich verstanden habe. Ich habe kapiert, dass das Problem in einer tief sitzenden Persönlichkeitsstruktur liegt, die ich nicht auflösen kann. Es geht nicht, es ist egal was ich tue, Youtube, das Forum haben mich massiv weitergebracht.

Irgendwann habe ich verstanden, dass ich sie nicht liebe, dass man so einen Menschen nicht lieben kann, dass dieser Mensch auch mich nie geliebt hat, sondern mich vampir-mäßig ausgesaugt hat. Man horcht auf kleine Dinge, hat sich die Person je erkundigt wie es mir geht, hat die Person sich je entschuldigt, hatte die Person je Interesse an Harmonie? Nein. Man rafft sich irgendwann auf, wenn man am Boden ist, bei mir war es zum Glück früher. Ich habe mich über Narzissmus erkundigt, der Begriff war mir vorher fremd, oder eher so beiläufig mal genutzt für den klassischen Egoisten, den man so kennt.

Nein Narzissmus ist in meinen Augen nicht heilbar, vielleicht in wenigen Fällen abzuschwächen, wenn der Narzisst oder die Narzisstin (man missachtet oft die Tatsache, dass es leider extrem viele weibliche Formen gibt, die subtil auftreten) Einsicht zeigt, aber das wird er in den seltensten Fällen tun.

Ich habe dann irgendwann gegengehalten, meine Grenzen hoch gezogen, mit Hilfe psychologischer Hilfe, ich habe diese Mauern gehalten, mich beschäftigt damit, wieso ich ein so grenzenloser Mann war. Ursache: Kindheit, Ursache: Mutter-Kind Beziehung.

Ich habe durch diese Beziehung unfassbare Fortschritte in meiner Persönlichkeitsentwicklung gemacht. Einmal dankte ich ihr dafür, das war nach irgend einer Off Phase, aber das habe ich dann kein zweites Mal getan, weil Narzissten ein Dankeschön nicht umarmend warmherzig sehen, sondern sich dann als Supergott verstehen. Daher muss man aufpassen bei sowas. Sie dachte dann, sie sei eine Art Seherin, die in Menschen Potentiale erkennen könnte und frei legt. Unfassbar.

x 2 #14209


K
Zitat von PapaEmeritus:
Weil das wahrscheinlich normal ist. Diese Wutausbrüche sind mMn bis zu einem gewissen Maß inszeniert. Ich hab ähnliches am Ende erlebt. Es war über Wochen eskaliert. Ich war der Böse, sie das arme Opfer. Und irgendwann dachte ich mir, na gut, dann lass ich dich einfach in Ruhe. Da kam sie wieder, erst nett, dann ...

Dieses Testen. Ich hatte es, weiß ich noch genau, einmal nebenläufig angesprochen, dass ich manchmal denke, sie möchte mich testen. Kein normaler Mensch eskaliert bei dieser Aussage bis zur Decke. An diesem Tag ist sie so ausgerastet, "WAS MEINST DU DAMIT" und ich habe es sofort beschwichtigt, "JETZT SAG MIR WAS DU DAMIT MEINST", ging das den gesamten Tag und ich glaube, sie hat im Anschluss auch die Beziehung beendet.

Ich habe ihr übrigens während der konsequenten no contact Phase angesehen, dass sie leidet, also das scheint Narzissten wirklich Leid zuzufügen. Unfassbar. Obwohl SIE sich trennte, muss ich sagen.

x 2 #14210


PapaEmeritus
@Karlo50

Die leiden wahrscheinlich, weil die die Kontrolle verloren haben. Spätestens seit dem Hoovering war mir auch klar, dass da nette Worte genutzt werden, um das manipulative Verhalten zu verschleiern.

x 1 #14211


Karuna
@Karlo50 @PapaEmeritus

Ich liege leider krank im Bett (anbahnende Erkältung), ich habe gerade leider keine Kapazitäten mehr weiter zu antworten. Ich wollte aber schonmal spoilern, dass ihr interessante Dinge geschrieben habt zu denen ich auch viel zu schreiben habe. Ich melde mich, wenn ich wieder in der Verfassung bin. Auch von mir danke für das Gespräch.

x 3 #14212


PapaEmeritus
@Karuna

Dann wünsch ich dir ne gute Besserung. 🙂

x 1 #14213


M
War extrem knapp heute Abend. Was im Haushalt ging kaputt plus arbeitsreicher Tag, ich wurde noch schwächer. Hab aber mit wem anderes telefoniert und danach kurz über die Tatsachen was aufgeschrieben, mich mit Abendbrot- Vorbereitungen abgelenkt und dann in den (schlimmen) Tagebucheinträgen gelesen. Man "vergisst" das, auch, wenn es 98% so schlimm war. Immer Druck, Bosheit usw. 102%

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PapaEmeritus
@Mada

Ich verstehe dich und es ist gut, wenn man Menschen zum ablenken hat. Ich hatte/hab in Stresssituationen teilweise auch noch Schmerz/Wut/Traurigkeit.

x 2 #14215


O
Ich kann nur aus meiner Sicht berichten, aber es war die Hölle auf Erden. Ich wünsch das keinem. Da ich mit meiner Ex noch zusammen arbeiten muss, zum Glück nicht inhaltlich, aber wir sind in einem Konzern, sitzen im gleichen Gebäudeflügel, sehen wir uns ab und zu noch. Jedesmal ist es für mich extrem zermürbend. Nein nein, nicht falsch verstehen, kein Liebeskummer, keine Eifersucht, es ist ANGST. Es ist einfach Angst vor dieser unberechenbaren Person. So müssen sich Frauen bei gewaltbereiten Ehemännern fühlen, was ich spüre.

Ich habe die Phasen durchlebt, hatte glaube ich aber Glück gehabt, dass meine Narzisstin sich durch das Arbeitsumfeld, in dem sie einen sehr schlechten Stand hatte, stark geschwächt fühlte, als ich weg fiel als ihr Ansprechpartner vor Ort. Ich hatte sie übrigens mal eingearbeitet.

Ich erinnere mich an eine ultraschöne Hoch-Verliebtheitsphase, ich notierte damals noch in meinem Tagebuch, wie schön es sei, erstmals richtig verliebt, richtig geliebt. Nach wenigen Wochen wurde angefangen zu kontrollieren, sie zügelte sich noch, aber die ersten toxischen Züge merkte ich damals. Ungleiche Regeln für uns, während sie feiern ging, wurde mir das untersagt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schwache und wenige soziale Kontakte, die sie zudem geschickt unterband, jedesmal wenn ich mich mit einem Bekannten, Kollegen oder Freund treffen wollte, wurde mir sofort ein schlechtes Gewissen gemacht, da wurde dann bestraft durch schlechte Stimmung, während sie ohne Probleme ihre Freundschaften pflegte. Später wurde mir dann vorgeworfen, ich hätte keine Freunde.

Noch heute wirkt bei mir stark nach dieses Verdrehen von Tatsachen, ich glaube es waren drei Off Phasen, in denen ich mit Liebesbriefen, Blumen und Botschaften angekrochen kam, als sei ich tausend mal beim Fremdgehen erwischt worden. Realität war, dass ihr etwas nicht in den Kram passte und sie schlicht und ergreifend die Beziehung beendete, weil die Nudeln drei Minuten zu lang im Wasser waren - um es mal zu überspitzen. Diese Schuldumkehr, diese Opferrolle haben bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich reagiere seither sehr empfindlich auf mangelhafte Selbstkritikfähigkeit, habe da schon 2 Datings trotz guter Passung und Gefühl auslaufen lassen, weil ich mich selber erwischt habe, wie extrem kritisch ich inzwischen bin und Red Flags sehe, wo vielleicht garkeine sind.

Dann zum Ende hin hat es irgendwann in der Beziehung einen Erdrutsch meiner Gefühle gegeben, als ob ich eines Tages aufgewacht bin und mir dachte: Hier gehts nicht um uns, nicht um mich, hier gehts um eine Person, die mich energetisch aussaugt, bis ich nicht mehr da bin. Und da habe ich die Reißleine gezogen, mit einem Urlaub (den sie mir untersagen wollte, aber selber mit einer Freundin angeblich in Ägypten war, was ich bis heute nicht glaube).

Es war schon so, dass ich dann plötzlich zweifelte und dachte: Wenn sie nur ein Viertel dessen selber tut, was sie mir ständig unterstellt, haltlos unterstellt, habe ich es wirklich mit einer chronischen Betrügerin und Fremdgeherin und Lügnerin zu tun.

Noch heute, auch bei jeder Begegnung, egal wo, im Büro, Parkplatz, sie muss mich abwerten, als ob es zwanghaft wäre, sie muss einen Nebensatz mit Abwertung rein drücken, damit sie sich höher stellen kann, sie muss Dinge verdrehen, zu ihren Gunsten.

Mich hat lange beschäftigt, wie ich mich so dermaßen irren konnte in einem Menschen und ich habe mir einfach verzeihen müssen, ich habe mit mir gut werden müssen, weil ich es einfach nicht hätte erkennen können, weil ich vermutlich menschlich bisher nicht so weit war, weil sie vermutlich bei mir Lücken gewittert hat, Schwächen, die sie in dem Moment genauestens bedient hat und ich offen, empfänglich und verletzlich war. Interessant: Einige Kollegen sagten sogleich, mit dieser Person ist etwas faul. Vielleicht sahen sie etwas, was ich nicht habe sehen können oder wollen. Ich begann an der Meinung von Kollegen zu zweifeln aber nicht an meinem EIndruck, der daneben lag. Manchmal verschätzt man sich, das ist Menschlich.

Ich habe draus gelernt, aber es wirkt nach. Es ist als hätte man eine Entscheidung getroffen, von der man total überzeugt war und fliegt auf die Nase, hinterher beginnt man menschlich normal zu zweifeln und zu reflektieren, was ist da schief gelaufen.

Irgendwann habe ich für mich dann aber begonnen zu akzeptieren, dass es nur einen wahren Satz gibt: "Du hast keine Chance bei Narzissten, also nutze sie - gehe raus".

Ich habe auch diese Phase als schlimm empfunden, in dem sie die Beziehung einfach beendete, mich blockierte und ich Kanäle suchte, ihr nachzulaufen, typisch Dopaminentzug. Bis mir ein Freund, dem ich mich anvertraute, sagte: Zieh dich raus, emotional. Geh auf Entzug, das war die Hölle, ich starrte aufs Telefon und wartete auf Nachrichten, die nie kamen von ihr, ich zügelte mich, wie ein Alk., der ständig zur Flasche greifen will und sich selbst beim Entzug kontrolliert.

Ich habe mir dann eine Metapher überlegt. Ich versuche mal 5min nicht an sie zu denken, dann denke ich 10min nicht an sie, dann 1 Stunde und später erwischte ich mich, wochenlang später, dass ich ganz oft nicht mehr an sie dachte. Ich konnte ihr eine ganze Weile nicht in die Augen sehen. ich vermied es bewusst, ich ignorierte sie komplett, weil ich gelesen hatte, dass no contact dem Narzissten am meisten schaden würde, nicht Drama und Betteln, nicht das Nachlaufen und das Entschuldigen für etwas, was man nie getan hat, das bestärkt ihn nur. No Contact war als ob man jemanden aushungern lässt, ich sah es ihr regelrecht an.

Irgendwann dann kamen die typischen Hoovering Versuche. Dann wieder die Opferrolle, es war als schoss jemand mit allem Pulver, das ihm zur Verfügung stand, aber ich blieb standhaft und hielt einfach meine Mauer hoch, irgendwann ließ es nach.

Ich bin mir sicher, meine Ex litt und leidet und einer erheblichen Persönlichkeitsstörung, ich nenne es Narzissmus, kann sein, es ist Borderline, ist mir auch egal, es war eine massive Persönlichkeitsveränderung, die ich wahr nahm. Ich habe es nie gesehen, aber man hätte vermuten können, sie nimmt Tabletten oder eine Substanz, die extremen Wandelungen waren nicht normal. Und noch heute habe ich - zum Glück nur Sekunden - in denen ich denke ....lag es vielleicht doch an mir und meinem Verhalten?

Nein. Das kann nicht sein. Das sage ich mir gebetsmühlenartig. Wieso nicht? Weil ich schon viele jahre erfolgreiche Beziehungen führte, die an anderen DIngen zu Ende gingen, aber nie "so". Weil ich schon mit Frauen über Jahre zusammen war und es klappte. Und sie? Sie redete ungern über vergangene Beziehungen, war zwar sehr eifersüchtig und neugierig auf meine, aber selbst.....wieso auch? Sie hatte nur Kurzzeitaffären, kurze Kennenlernen, das ging über drei Wochen bis drei Monate. Finde den Fehler.

x 5 #14216


O
Nachtrag, was mir im Nachinein auffiel und sie mir übrigens immer vorwarf....ich habe sie tatsächlich nie so teilhaben lassen an meinem Leben, wie andere Frauen. Nie meiner Familie, meinen Eltern, meinen Freunden präsentiert, auch nicht so stark mit genommen in mein Leben.

Vielleicht war das mein Schutzmechanismus, der mir gesagt hat, hier stimmt was nicht, hier passt was nicht. Vielleicht war es das.

Je mehr ich litt, desto besser ging es ihr - je mehr ich mich befreite, je besser es mir ging, desto mehr litt sie - ein total ungesundes Phänomen, was mir aber auffiel.

Ein Mensch ohne echtes Mitgefühl, auch meiner Ex verstarb der Hund während unserer Beziehung, an dem sie angeblich stark hing, und ich glaube, der Hund diente ihrer Kontrolle, der Hund war zum Kuscheln da, der Hund war Mittel zum Zweck, so wie ich, ich diente der Kontrolle, ich diente als Kuscheltier, ich war da als Handwerker, geliebt wurde ich nicht, und wenn man sich das vergegenwärtigt. Dann weiß man es.

x 2 #14217


PapaEmeritus
@OlivierK

Danke für deine Geschichte. Und auch hier wieder viele Parallelen, als hätten wir alle die gleiche Person gekannt. Auch die beschreibst diese Wechsel im Verhalten, welches diese Menschen anscheinend ein und aus schalten können. Und immer wieder ganz vorn dabei: die Opferrolle als niedrigste Form moralischer Überlegenheit.
Wie geht es dir heute damit?

x 2 #14218


Sretsnovicx
Woher kommen denn eure Damen? Möglicherweise finden sich hier mehrere O-Brüder.

#14219


F
Hallo zusammen,

der Fakt, daß ich immer seltener hier rein schaue, zeigt mir, daß ich langsam aber sicher über den Berg bin. Beim Nachlesen der letzten Seiten habe ich allerdings wieder ein paar Aussagen gefunden, bei denen ich dachte der Nachfolger bei meiner Ex hätte sich hier angemeldet. Irre wie sehr man die Schablone über das Verhalten dieser Menschen legen kann.

Zitat von Karlo50:
Bis zu diesem Moment, an diesem Tag, war ich mir unsicher, ob sie sich bewusst über ihre "Taten" ist. Ein wenig dachte ich hinterher, als ich ihr sagte, dass sie sich wie eine Bilderbuch-Narzisstin verhält und Beispiele aufgezählt habe, dass sie das insgeheim weiß. Wie ein Alk. weiß, dass er ein Problem hat, aber es natürlich nie zugeben würde.


Bei mir war einer der Tage an denen alles für mich auch sichtbare Risse bekommen hat, ähnlich. Nach einer Woche (?) Silent Treatment ihrerseits kam sie ohne Vorwarnung bei mir an. Saß 3h mit mir auf meiner Terrasse, gab sich reumütig und hörte mir einfach nur zu. Ich habe ihr ebenfalls gesagt, daß ihr Verhalten das einer klassischen Narzisstin ist. Da ist ihr kurz das Gesicht entgleist. Ich bin dann kurz rein um irgendwas aus dem Haus zu holen und als ich nur wenige Sekunden später wieder raus kam, war sie verschwunden. Bin hinterher wie ein Idiot und sie war gerade im Begriff mit dem Auto zu verschwinden. Bei dem Versuch sie "aufzuhalten" hat sie mir fast die Finger in der Autotür eingeklemmt und mich zum ersten Mal absolut hasserfüllt angesehen. Da war ich damals vollkommen perplex und hab sie natürlich fahren lassen. Irgendwann Stunden später kam dann von ihr eine ewig lange Sprachnachricht, daß sie weiß, daß sie "schwierig und verkorkst ist, ich eine "Bessere" verdient habe" usw. Auch das war im Nachgang alles nur blabla um mich weiter bei der Stange zu halten.

Zitat von Karlo50:
Die Opferrolle spielt sie noch heute, ich sehe sie ab und zu im Job. Sie ist immer die "Beste", wenn es um Arbeitsleistung geht, aber es wird einfach nicht gesehen. Naja, sie ist Sachbearbeiterin, da gibt es bei uns kaum bis nie Lob.


Wieder das gleiche hier. Bei ihrem alten Arbeitgeber war sie die Einzige die Ahnung hatte, alle "Kunden" haben sie geliebt, stolz hat sie immer wieder irgendwelche Bewertungen ihres Arbeitgebers im Netz präsentiert und mir erklärt, daß das Lob nur durch sie zu Stande gekommen ist. Alles war super toll bei ihrem AG und quasi ihr "Traumjob".
Keine 3 Monate nachdem ich sie endlich los war, hatte sie dann einen neuen Arbeitgeber, weil der alte unmöglich und nach ihren Schilderungen absolut unfähig war (wurde mir damals ungewollt von gemeinsamen Bekannten brühwarm erzählt).

Zitat von Karlo50:
(man missachtet oft die Tatsache, dass es leider extrem viele weibliche Formen gibt, die subtil auftreten)


Das Gefühl habe ich ehrlich gesagt auch. Medial ist eigentlich immer vom männlichen Narzissten die Rede. Dieses fiese, subtile und hinterhältige, die Manipulationen und die Demütigungen beherrschen aber so einige Frauen richtig gut.
Zitat von OlivierK:
sehen wir uns ab und zu noch. Jedesmal ist es für mich extrem zermürbend. Nein nein, nicht falsch verstehen, kein Liebeskummer, keine Eifersucht, es ist ANGST. Es ist einfach Angst vor dieser unberechenbaren Person. So müssen sich Frauen bei gewaltbereiten Ehemännern fühlen, was ich spüre.


Auch das kenne ich. Ich hatte regelrecht Angst und hatte körperliche Reaktionen wenn ich sie nur im Auto habe vorbeifahren sehen. Keine Ahnung was da bei mir los war... körperlich hätte ich absolut keine Angst haben müssen, aber die war psychisch absolut unberechenbar. Die hat mir während der Beziehung auch häufiger mal ganz unverblümt geschildert, was sie mit meinen Vorgängern so veranstaltet hat um sich nach der Beziehung zu rächen. Ich hätte also absolut wissen müssen, was da auf mich zukommt. Aber ich habe es damals irrerweise als "Vertrauensbeweis" aufgefasst, daß sie mir sowas erzählt. Dabei war es eigentlich nur eine präzise Vorhersage was mich erwartet wenn sie mit mir fertig ist.

x 6 #14220


A


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