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Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

PapaEmeritus
@Frie

Schön zu lesen, dass du über den Berg bist.
Man könnte manchmal wirklich denken, die haben alle das gleiche Handbuch für Manipulation gelesen. Auch das Ankommen nach dem Silent Treatment ist so deckungsgleich, dass es fast erschreckend ist. Bei mir war das letzte Silent Treatment über genau 9 Tage, werd ich nie vergessen, und auch wie bei dir kam die bei mir wieder an mit der Frage, wie ich mir vorstelle, wie das jetzt weitergeht, hat dann alle meine Vorschläge ignoriert und ist nur auf das eingegangen, was mich in einer „untergeordneten“ Position hielt. Makaber gesagt hat die ihr Silent Treatment unterbrochen, um mich dann weiter mit schweigen zu bestrafen. Als ich mich dann final gewehrt habe, war das dann ja auch das Ende.

x 1 #14221


O
@Sretsnovicx

Ja das könnte man meinen. Ich hab das erste mal nach Symptomen gesucht, nicht nach dem Begriff Narzissmus, weil ich den Begriff niemals mit einer Frau und niemals mit meiner Freundin damals verbunden hätte.

Die Symptome ähneln sich wie bei einer Erkältung. Narzissten scheinen eine Persönlichkeitsstörung zu haben, die sich bei den meisten sehr ähnlich bis exakt gleich auswirkt. So wie manche Halskratzen, Schnupfen und Husten bei einer Erkältung haben, haben manche eben noch Kopfschmerzen und manche nicht, so wie bei Narzissten manche dies oder jenes mehr oder minder betreiben. Meine Narzisstin war zb nur aggressiv wenns kein Außenstehender mit bekam, in der Öffentlichkeit provozierte sie mich bis auf die Spitze, bis ich explodierte und dann stellte sie mich als Täter hin. Am Ende bin ich bewusst mit Atemübungen ruhig geblieben, aber gesund ist das alles nicht. Klar.

@PapaEmeritus
Ich habe heute noch Flashbacks. Wenn ich ihr Auto sehe, bekomme ich einen Kloß im Hals, also nicht "ihr" Auto, sondern das Modell. Daran sieht man, wie krass das alles den Körper und die Seele verändert. Mein Körper stand monatelang unter totaler Anspannung, ich hätte nie gedacht, dass eine Frau mit so einem normalen Erscheinungsbild sowas schafft. Interessanterweise hielten viele Außenstehende Abstand vor ihr immer mit dem Satz "mit der stimmt was nicht". Und ich rätselte, was soll denn mit ihr nicht stimmen. Wer mitten drinnen steckt in der Suppe und gekocht wird, der sieht nicht, was los ist da draußen.

@Frie
Die Storys ähneln sich alle.
Diese Menschen sind sich irgendwo ihrer Störung bewusst und auch gerade die "älteren" ihrer Art sind sich bewusst, dass Beziehungen immer gleich ablaufen. Aber sie fühlen sich absolut außer Stande, etwas zu ändern, sie schaffen es einfach nicht. Als ob im Gehirn eine Ausfahrt versperrt ist, sich Hilfe zu holen. Ich habe zwischendurch sogar mal angeboten, Hilfe gemeinsam zu holen, da kam hin und wieder bei meiner Ex die Botschaft "ach das bringt doch alles nichts". Was impliziert, dass sie weiß, sie hätte Hilfe gebraucht. Aber statt dessen hat sie krankahfte Eifersucht als "normal" verkauft oder wollte mir mein Verhalten, zb mit einer Arbeitskollegin abends noch mal per WA was zu schreiben, als absolutes no go verkaufen. Sie selbst übrigens sah das nicht so eng, mit Männern zu texten. Also andere Regeln natürlich.

Dein Beispiel mit der Terrasse, dem Auto, klar, du sprichst etwas Unangenehmes an, bist dann sofort in der Täter-Rolle, sie das Opfer, typisch auch dieses "stehenlassen" und keine Kommunikation mehr ermöglichen. Meine Ex hat das fernmündlich immer am Telefon so praktiziert, dass sie aufgelegt hat. Regelmäßig. Mir dann vorwarf "ich laufe vor Diskussionen weg". Also dieses Gaslighting, Verdrehen von Tatsachen, machen sie gern. Man kommt natürlich schon dagegen an, indem man ständig rumdiskutiert, aber während das den normalen Menschen irgendwann zermürbt, nährt sich das Typ Narzisst förmlich daran. Ich merkte immer, wie es ihr gut ging, wenn ich keine Kraft mehr hatte. Erst wenn es mir wieder gut ging, ging es ihr schlecht, als wenn sie an meinen Batterien klebte.

Ich hatte Glück, meine Ex war bei ihrem Arbeitgeber "neu" und fachlich konnte sie nicht punkten. In der vorherigen Firma war sie ein Halbgott, weil sie von Stunde Null dort war, und viel Spezialwissen hatte, was sie mir auch ständig erzählte, wie unentbehrlich sie dort gewesen sei und hinterher seien alle in Depressionen verfallen, als sie ausstieg mit ihrem vielen Wissen. Sie dachte, beim neuen Arbeitgeber geht das so weiter, aber sie kam dann nach ihrem Jobwechsel in ein geschlossenes, gewachsenes Gefüge und hatte starke Konkurrenz, damit hatte sie nicht gerechnet, umso mehr machte sie mich dann verantwortlich für ihre fehlerhafte Entscheidung. Anfangs half ich ihr noch, einen neuen Job zu suchen, sie aufzubauen, aber ich merkte schnell, dass ihre Launen komplett auf mich projeziert wurden, ich war dann derjenige, der sich stundenlang ihr Gemotze anhören musste und wenn ich irgendwann mal versucht habe, das zu unterbinden, weil auch ich ein Recht auf ein gescheites Wochenende habe, jedenfalls will ich nicht über Monate ihre Launen ertragen müssen, wurde mir vorgeworfen, ich unterstütze sie nicht. Also Kreisdreherei.

Einmal rutschte meiner Ex der Satz raus: "Wieso erkennt ihr denn alle nicht was ich für ein toller Mensch bin". Das fand ich richtig peinlich. Wie ein Verkäufer von Sauerem B., der verzweifelt versucht, ein schlechtes Produkt zu verkaufen. Glaube da hatte sie einen schwachen Moment.

Männer geben das glaube ich auch nicht so gern zu, man gilt ja als schwach, wenn man von einer Frau in diese Manipulationsmasche gerät und durcheinander wird, mir ging es jedenfalls so, dass mein Umfeld das garnicht glauben konnte.

Rache? Auch hier Parallelen. Meine Ex hatte damals eine unfassbare Energie verschwendet, um sich zu rächen. Dazu gehörte beispielsweise, dass sie Arbeitskolleginnen von mir anschrieb anonym per Instagram, und ihnen schrieb, dass sie sich von mir fern halten mögen. Das fiel natürlich auf mich zurück, der im Büro peinlich da stand. Das war nach der Beziehung.

Man geht auseinander wie man zusammenkommt.

In der ersten "Flitterwoche" unserer Beziehung machte sie unfassbar viele Selfies von uns, im Sonnenschein, draußen, tolle Bilder, gestellt, "guck mal so und mach mal so". Kein Mensch denkt sich dabei was. Damals stellte sie das Zeug auf Whatsapp Status und auf Instagram ein, um sich vor allen Ex Freunden zu präsentieren und zu zeigen, schaut her, ich hab hier einen Freund. Da ging es keine Sekunde um mich. Das zeigte mir auch, wie nötig sie es haben musste und wie krass wichtig ihr es war, ihren Ex Freunden zu zeigen, dass sie jetzt wieder in einer Beziehung ist. Daher versuchte sie anfangs, als das bereits wackelte bei uns, weil ich insgeheim spürte, dass da was nicht stimmt, aber schon längst gefesselt war, das Ding um jeden Preis zu halten. Damals noch mit Liebe und Flexibilität, später mit Hass, Drohungen und Manipulation. Typischer Kreislauf.

Ich habe tatsächlich damals auch oft gehört "Ach, mein Ex hat meinen Status angesehen, der wird sich wundern". Die für mich gefühlte Transparenz durfte ich dann später selber erleben.

Ich glaube allerdings, Menschen mit ausgeprägtem Narzissmus ab einem gewissen Alter finden immer schwerer "Opfer", weil viele Männer jedenfalls, die ich kenne, die sowas erlebt haben, springen super schnell ab, wenn sie nach dem ersten Sex oder den ersten Dates merken, dass sie hier sofort in Dramen rein gezogen werden. Wie das bei Frauen ist, weiß ich nicht, aber ich habe das Gefühl, viele Männer nehmen sexuell noch mit, was sie kriegen können, sobald sie merken, dass das Drama beginnt, steigen sie aus. Ich glaube für Beziehungen jemanden zu finden, wird ab einem gewissen Alter immer schwerer, weil immer weniger am Markt sind, die noch nicht vorgeschädigt sind oder vorgewarnt durch solche Damen.

Bei Frauen trifft das sicher auch zu. Keine Frage, ich habe mich allerdings in meiner Sachlage mehr mit meiner weiblichen Narzisstin beschäfigt, logischerweise.

Ihre Storys meiner Vorgänger oder vorangegangenen Dates waren auch spannend, damals verkaufte sie mir diese super vielen kurzen Dinger von drei Wochen, vier Wochen, 3 Monaten, immer damit, dass die Typen ja nur das Eine wollten und hinterher auf alles weitere (übersetzt: Die Diskussionen mit ihr, das Drama mit ihr, die Manipulation mit ihr) keine Lust mehr hatte, "Männer sind halt keine Männer mehr heute", und leider misst man sich dann und denkt sich "Ja, ich aber schon und daher beweise ich dir, dass ich diese Diskussionen aushalte". Unfug sag ich heute. Würde ich sowas nochmal erleben, wäre ich in der exakt 2. Woche weg, da fing das erste Eifersuchtsdrama im Auto an, weiß ich noch exakt.

x 5 #14222


A


Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

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O
Zitat von PapaEmeritus:
@Mada Ich verstehe dich und es ist gut, wenn man Menschen zum ablenken hat. Ich hatte/hab in Stresssituationen teilweise auch noch Schmerz/Wut/Traurigkeit.


Bei mir mischte sich das zu Beginn auch. Anfangs hatte ich mehr Traurigkeit, hatte so zwei drei Momente im Kopf, in denen ich mich so wohl fühlte mit ihr, Kuscheln usw. Diese Momente sind inzwischen so in den Hintergrund gerückt, dass ich sie fast vergessen habe. Diese Szenen waren für mich absolutes Schauspiel. Nichts weiter. Das muss man sich immer vor Augen führen.

Die Abläufe aber waren immer dieselben. Plötzliche Stimmungswandel, aus jeder schönen Situation schaffte sie es, einen Streit, eine Diskussion vom Zaun zu brechen und ließ alles platzen -> es folgte Bestrafung.

Projeziert wurden all ihre Unzulänglichkeiten auf mich.

Selbst als wir längst auseinander waren, wurde versucht zu manipulieren. Wir begegneten uns ein paar Mal auf Festen, sie schrieb dann selbst Monate später per WA noch, dass ich nicht mal den Anstand hätte zu grüßen. Ich habe gelernt, ich muss keinen Anstand wahren, wenn sie es zum Ende hin auch nicht tat. Sie beschimpfte mich beispiellos und ich soll noch grüßen und wenn ich diese Grenze halte, habe ich keinen Anstand. Selbst diese Manipulation versuchte sie noch nach der Beziehung, Monate danach.

x 1 #14223


PapaEmeritus
@OlivierK

Tatsächlich ist mir inzwischen vollkommen egal, als was man diese Menschen bezeichnet. Ob man das narzisstisch, anstisozial oder sonstwas nennt, spielt keine Rolle, wir können eh keine Diagnosen erstellen. Für mich hat immer nur das Verhalten und seine Auswirkung auf mich gezählt. Ich hab mich auch tatsächlich nie wirklich als Opfer gesehen, eher mehr als jemanden, dem sowas passiert ist. Ich musste schließlich selbst die Reißleine ziehen um das alles zu stoppen. Das war eine sehr zweiseitige Geschichte. Auf der einen Seite war das sicher irgendwo mutig, auf der anderen Seite ist das aus purer Verzweiflung passiert, ich konnte einfach nicht mehr. Und es beschäftigt mich heute noch (wenn auch nicht mehr so sehr), dass ich nur solange gut genug war, wie ich mitgespielt habe. Sobald ich eigene Bedürfnisse angemeldet hatte, wurde ich zum „Feind“, und als ich nicht mehr zurück gewichen bin, folgte nur noch die Wiederholung der immer gleichen Methoden und nix anderes. Was ich sagen will: ich verarbeite heute noch die Auswirkungen des Schocks, dass ich mit allem, was ich vermutet und gesagt hatte, Recht hatte. Ich kann mich auch noch nicht wirklich darüber freuen, oder Stolz empfinden. Es ist immer noch ein Stück weit das Entsetzen darüber, dass ich in einen Kampf gezogen wurde, den ich nie kämpfen wollte. Dass ich oft zu naiv war/bin, das ist mir inzwischen bewusst, aber die Ausmaße des Abgrunds, der sich da auftut, hätte ich nie erwartet.

x 1 #14224


O
Zitat von PapaEmeritus:
@OlivierK Tatsächlich ist mir inzwischen vollkommen egal, als was man diese Menschen bezeichnet. Ob man das narzisstisch, anstisozial oder sonstwas nennt, spielt keine Rolle, wir können eh keine Diagnosen erstellen. Für mich hat immer nur das Verhalten und seine Auswirkung auf mich gezählt. Ich hab mich auch ...

Ja ich denke, das ist ein guter Weg, sich nicht als Opfer zu sehen. Gelernt habe ich enorm viel aus dieser Dynamik. Grenzen setzen, Red Flags erkennen, diese Begriffe waren mir vorher fern. Auf gewisse Dinge achten.

Würde ich diese Ex heute noch mal kennenlernen, wäre das Kennenlernen vermutlich nach den ersten 10 Zeilen Whatsapp vorbei. Damals merkte sie, dass ich mich zurück ziehe und "reparierte" ihr überempfindliches Auftreten sofort. Das zeigte mir, hier stimmt was nicht, das harte selbstbewusste Auftreten, bei kleinstem Fettnäpfchen sofort eingeschnappt. Komisches Verhalten.

Also .... es ging früh los. Mir wäre diese Erfahrung erspart geblieben, wenn ich sowas vorher gekannt hätte.

Etwas Gutes: Ich habe 2 Frauen kennengelernt, die beide jede Menge Red Flags beinhalteten. Love Bombing, nach 2. Treffen schon ultra verliebt, passte aber nicht mit den Taten überein, die andere sofort mit Kritik begonnen in 2. Telefonat. Beide Datings beendet. Ich denke, da wäre ich rein gerutscht, hätte ich meine Ex nicht kennengelernt.

x 3 #14225


PapaEmeritus
@OlivierK

Man kann bzw. muss aus solchen Erfahrungen definitiv was lernen. Die erste Red Flag bei mir die schnelle Opferdarstellung am Anfang. Die schmerzhafte Trennung, der böse EX, alle Menschen sind unehrlich. Man hinterfragt sowas natürlich erstmal nicht, vor allem wenn man von einem Menschen eine positive Meinung hat, neigt man dazu, erstmal zu glauben. Ich glaube aber inzwischen, dass diese Menschen solche Geschichten erzählen, um sich selbst in ein positives Licht zu rücken. Ich war auch lange davon überzeugt, dass negative Erfahrungen der Grund für ihr Verhalten waren. Als ich dann gecheckt hatte, was ihr Verhalten ist, war ich mir dann irgendwann sicher, dass ihr Verhalten der Grund für die „negativen“ Erfahrungen war. Das, was die bei mir gemacht hat, hat sie auch schon vor mir gemacht. Das war wahrscheinlich auch alles schief gegangen, und deswegen war sie dann das Opfer. Später hat sie diese Opferhaltung ja auch mir gegenüber eingenommen, aber da war eben nicht mehr der EX der Böse, sondern ich.

x 1 #14226


Scheol
Zitat von PapaEmeritus:
Tatsächlich ist mir inzwischen vollkommen egal, als was man diese Menschen bezeichnet.

👍
Es hat nicht gepasst.

Oder Diagnose @rsch

Und das man erkennt das man Grenzen haben sollte.

x 4 #14227


PapaEmeritus
@Scheol

Richtig. Und wenn Grenzen dafür sorgen, dass sich das Verhalten nur noch verschlimmert, dann muss man eben gehen.

x 1 #14228


O
Zitat von Scheol:
👍 Es hat nicht gepasst. Oder Diagnose @rsch Und das man erkennt das man Grenzen haben sollte.



War bei mir ein Hauptproblem. Meine Ex war damals 46 Jahre alt, länger Solo. Ich hatte immer gedacht, sie ist super wählerisch. Eigentlich nicht. Eigentlich waren die Männer ihr ausgegangen, rar geworden, die Lust auf so jemanden hatten, der ständiges Drama brauchte.
Viele Männer mit Grenzen, ich gehörte damals nicht dazu, setzten die auch recht schnell und waren nach wenigen Wochen raus aus dem Dating. Ich glaube, je älter man wird, desto erfahrener, und wer sowas erlebt hat, bleibt künftig hoffentlich raus aus sowas.

Übrigens, meine Ex trennte sich noch an dem Abend, an dem ich klare Grenzen gesetzt hatte. War bei mir auch die Tatsache, "nein ich zeige dir mein Telefon jetzt nicht, damit du mich weiter kontrollieren kannst". In dem Moment war ich raus.

x 1 #14229


O
Zitat von PapaEmeritus:
@Scheol Richtig. Und wenn Grenzen dafür sorgen, dass sich das Verhalten nur noch verschlimmert, dann muss man eben gehen.

Grenzen auflösen oder keine setzen interpretierte meine Ex als "Einsicht", .... "endlich hat er es eingesehen, dass ich recht habe."

Sobald ich Grenzen setzte, war Chaos, Drama, Schlussmachen angesagt.

x 1 #14230


PapaEmeritus
Zitat von OlivierK:
Sobald ich Grenzen setzte, war Chaos, Drama, Schlussmachen angesagt.


Genau. Grenzen setzen ist immer leicht gesagt. Das funktioniert bei normalen Menschen einigermaßen aber bei solchen Exemplaren ist ja die Devise: Grenzen bedeuten Konsequenzen. Und dann wird alles abgefeuert, was das Arsenal hergibt, um die Grenzen aufzuweichen und zu verschieben. Und da kommt man dann als Grenzsetzer ins Spiel, dann muss man eben auf Dauer Konsequenzen ziehen.

x 1 #14231


F
Zitat von PapaEmeritus:
Schön zu lesen, dass du über den Berg bist.


Ich merke das schon seit einem halben Jahr. Die Gefühle im inneren ändern sich einfach. Wo Anfangs blanke Panik und Verzweiflung war, waren irgendwann andere Gefühle. Traurigkeit, Sehnsucht, Selbstzweifel... dann Akzeptanz, sie wurde mir egal. Ich habe nach und nach erkannt und vor allem verstanden was sie eigentlich für ein Mensch ist. Es kam auch irgendwann Wut. Aber weniger auf Sie (da ist es einfach nur noch Verachtung), eher auf mich... warum ich so blöd war, das fast 2 Jahre lang zuzulassen.

Irgendwer schrieb hier gerade, daß seine Ex-N sauer war, daß er nicht mehr grüßt. Musste ich kurz lachen, da auch das hier genauso war. Nachdem sie alle Kontakte gekappt hat und 3 Tage später schon einen neuen hatte, hat sie mir 6 Monate später aus nichtigem Anlass eine absolute Hassnachricht geschrieben. Inhaltlich wirklich unterste Schublade (daß ich bspw so gestört sei, daß meine Freunde glauben ich würde mich demnächst aufhängen). Ein paar Monate später ist hier ne Veranstaltung und sie kommt mit ihrem neuen Partner im Schlepptau auf mich zu und will mir die Hand geben. Im Gesicht ihr obligatorisches falsches Lächeln. Ich hab sie mit dem passenden Kommentar abtreten lassen und hab sie dann ignoriert. Ich mache mir da nichts vor, ihr persönlich ist es vollkommen egal ob ich sie grüße oder nicht. Aber vor ihrem neuen Freund kam sie natürlich wieder in Erklärungsnot. Zumal sie ja stets und ständig überall erzählt wie viele Bekannte und Freunde sie hat und wie beliebt sie überall ist. Die Frau ist ein einziges Lügengebäude... was ich da alles an Blödsinn geschluckt habe. Sehr häufig waren die von ihr geschilderten Sachverhalte in der Realität genau andersherum.

x 2 #14232


PapaEmeritus
@Frie

Bei mir verschiebt sich das erst in den letzten Tagen/Wochen etwas. Wut, Schmerz, Traurigkeit hab ich kaum noch, eher so ein diffuses Gefühl, welches ich nicht richtig benennen kann. Direkte Wut auf sie, Abscheu oder ähnliches auch nicht mehr, da es das „Sie“ auf das ich wütend sein kann, nie wirklich gab. Da das für mich auch die erste Erfahrung dieser Art ist, ist dieses diffuse Gefühl oft sehr verwirrend.

x 1 #14233


O
Zitat von PapaEmeritus:
Genau. Grenzen setzen ist immer leicht gesagt. Das funktioniert bei normalen Menschen einigermaßen aber bei solchen Exemplaren ist ja die Devise: Grenzen bedeuten Konsequenzen. Und dann wird alles abgefeuert, was das Arsenal hergibt, um die Grenzen aufzuweichen und zu verschieben. Und da kommt man dann als ...

Die Erfahrung habe ich auch gemacht, das Krankheitsbild scheint halt doch sehr ähnlich. Als ich Grenzen setzte ging der Atomkrieg los. An diesem Abend rief sie mich an, ich war ein Lügner, hätte sie aufs übelste beleidigt, ich bin mit Herzrasen eingeschlafen, sie löschte meine Nummer (um mir einige Wochen später dann doch wieder zu sagen, dass sie keinerlei Kontakt zu mir will - völlig konfus) und beschimpfte mich bei jeder persönlichen Begegnung.

Klar. Da gilt es, Mauer hoch ziehen, oben lassen, aushalten. Das habe ich gelernt. Irgendwann hört das auf.

Es hört spätestens dann auf, wenn eine neue Energiequelle gefunden ist. In den Fällen, wo die Ex Kollegin ist bzw. der Ex Kollege, habe ich leider auch gehabt, hat es sich erwiesen, Urlaub nehmen, abtauchen, Home Office nehmen, was auch immer, erstmal aus der Schusslinie.

Komisch: Ich hatte das Gefühl, dass die Dame, mit der ich mal zusammen arbeitete, mich immer nur drangsalierte wenn man sich sah. Kaum war ich aus dem Blickfeld, erhielt ich keine Whatsapp und keine Kontaktversuche. Im Büro schrieb sie mir per Whatsapp, als ob ich nur die Büro Beziehung bin oder die Büro Batterie, das war schon komisch.

#14234


PapaEmeritus
@OlivierK

Grenzen sind eben ein direkter Angriff auf Macht und Kontrolle. Und da dahinter nix ist, was Kritik, Feedback etc. internalisieren kann, wird eben alles externalisiert.

#14235


A


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