Ich wünsche keinem "neuen" Partner meine Ex Freundin.
Ich hatte eine Ex, die besonders mit Realitätsverdrehung und Projektion, Bestrafung und emotionaler Gewalt reagierte.
Ich muss zudem sagen, ich hatte vorher sowas nie. Ich bin vorher an Frauen geraten, bei denen ich als Bindungsängstler eine relativ normale Beziehung geführt habe, sogar zusammen gewohnt habe, wenn ich viel Vertrauen hatte.
Heute weiß ich, wenn sich zu Beginn einer Beziehung etwas surreal anfühlt, also extrem wie ein Sog, wie ein Rausch, ist es nicht gesund. Dann Finger weg, Christian Hemschemeier redet von Liebessucht. Einmal sagte er, Beziehung muss sich leicht anfühlen, und einfach "sein". Das finde ich genau richtig. Das war bei mir so nicht.
Abgekürzt habe ich die Red Flags nicht gemerkt. Meine Ex war allerdings sehr sehr früh schon im Diskussionsmodus, das hätte ich sofort beenden müssen, so wie mein Vorgänger, von dem sie erzählte. Ein Mann, der nach drei Wochen (ging wohl um Sex) sofort die Reißleine zog. Sie beschrieb ihn als Weichling, Ausweicher, Vermeider. Wie hier schon geschrieben wurde, wollte ich der nicht sein. Also was macht man, man hält aus.
Ich bin ein recht empathischer Mensch. Ich spürte bereits im zweiten oder dritten Date komische Vibes, würde man sagen. Komische Stimmung, angespannte Atmosphäre, ein gewisses "mies gelaunt sein", an der Stelle hätte ich schon merken müssen, nein Danke.
Spoiler: Meine Ex hab ich über die Arbeit kennengelernt, also ich sehe sie regelmäßig alle 1-2 Wochen. Daher klappte Hoovering bestens.
Die Diskussionen begannen schnell. Sie wollte mich kontrollieren, 24/7 bei sich haben, was ich nicht zuließ, es folgten Abwertungen, miese Laune, Bestrafungen (man geht mit Freunden feiern und der dumme Freund...ich....soll sehen wie er den Samstag Abend verbringt). Schuld war natürlich immer ich an allem.
Es begann das plötzliche Beenden der Beziehung, nach dem zweiten Mal meldete ich mich nicht mehr, sie suchte mich dann ständig im Büro auf, Hoovering sagt man. Ich blieb stark und draußen.
Irgendwann einige Monate später saugte sie mich wieder ein, es dauerte keinen Tag, da begann das Spiel von Neuem.
Erst nach einem gewaltigen Krach, es steigerte sich bei ihr immer, "alles fühlt sich schlecht an mit dir", also selbst mein Atmen war "falsch" und musste durch sie korrigiert werden, war dann wieder Off und dann schien es endgültig, sie ignorierte mich im Büro komplett, änderte zeitweise die Arbeitszeiten, blockierte meine Nummer. Ich dachte, sie hätte sicher einen neuen Freund. Keine Ahnung. Zwei Monate später meldete sie sich wieder um mir klar zu machen, dass ich der letzte "A...." bin und dass sie keinerlei Kontakt mehr mit mir will, ich sei gestorben für sie.
Klar.......das muss ich natürlich nochmal mitteilen. Ich vermute, sie hat in der Off Phase ihre Tanks neu geladen und festgestellt, dass die Kerle im Onlinedating wohl nicht besser sind oder sie gleich abblocken, das weiß ich nicht, dann Hoovering.
Das ist jetzt ein halbes Jahr her, es triggert mich immer noch wenn ich schlechte Tage habe, aber heute sehe ich sie und habe Mitleid, also ich habe aufrichtiges Mitleid mit ihr, weil ich denke, dieser Mensch ist wirklich tief krank.
Es hat mich nachhaltig verändert. Frage, weil es hier erwähnt wurde. Ist ein Klinkaufenthalt für Traumata sinnig? Ich vermute, es waren viele Dinge aus meiner Kindheit, die diese Person aufgerissen aht und ich vermute, dass ich aufgrund meiner Grenzenlosigkeit, die ich bereits früher in der Kindheit hatte, ich bin in einem Heim aufgewachsen, an diese Person geraten bin und in dieser Beziehung blieb.