Heffalump
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Zitat von wolke99:dass alles nur ein "böser Traum" ist oder eine blöde Phase.
Dass danach doch wieder alles gut wird
Irrtum
Wie kann es denn wieder werden, wie es davor war?
Die Erinnerung bleibt, das Wissen bleibt, das schützende Verständnis bleibt.
Würde er vom Blitz getroffen - und nach Genesung ein völlig neuer Mensch sein, hätte man immer noch Kenntnis von den Dingen die er tat. Man würde ihm nie zu 100% trauen.
Zitat von wolke99:Das ist ja öfter irgendwo zu lesen. Aber wie ist das eigentlich gemeint?
Wenn du liebst - erwartest du im besten Fall, es wird erwidert, dein Auserwählter dir die gleiche Intensität, Ehrlichkeit, Vertrauen, Wertschätzung entgegenbringt - wie du es tust. In seine Richtung.
Du vertraust mit viel Vorschusslorbeeren dich jemanden an, die rosarote Brille hilft immens, dass man sich in Kerle verliebt, wo doch zuvor der Bauch schon komisch grummelte.
Stellt er etwas an, was du nie tun würdest, er sich wortgewandt entschuldigt, du verzeihst, er schwört: Kommt nie wieder vor
Du glaubst. Du liebst. Du hoffst.
Aber es kommt wieder vor, wieder und wieder. Mit dem gleichen Schema.
Betrug, Lüge - Dahinter kommen, Aussprache suchen - und er lullt dich mit Worten ein, du vertraust wieder und wieder und wieder - bis zum nächsten Mal.
Jedes Mal tut es weh, jedes Mal beschwörst du dich selbst, das lässt du so nicht stehen, du trägst die Konsequenz seines Handelns, weil immer ein Stück vom Herzen bricht. Aber dir wurde gelehrt, mit Liebe kann man alle Widrigkeiten überwinden - also bleibst du in einer Situation, die sich regelmäßig wiederholt.
Er tut es, weil er es kann, weil er nur sülzen muss - und schon läufst du wieder rund. Du tust es, weil du dein Verhalten überträgst - du könntest und würdest so nie agieren.
Wobei du jedoch ständig so agierst - nur gegen Dich selbst. Du sägst den Ast, auf dem du sitzt. Diese selbstzerstörerische Handlung nur möglich ist, weil "viele Frauen" heute noch daran glauben - wenn Sie genug liebt, ändert sich das Alles. Er ändert sich.
Wobei dieses "zu viel lieben" auch Männer trifft. Die sich selbst zerstörend immer wieder mit einem weiblichen Dämon einlassen. Obwohl man es besser wissen müsste - nach der X-ten Wiederholung.
schau genau - sollte so Liebe sein?
Du verbiegst dich, bis du brichst. Wenn du jedoch gebrochen bist, dauert es verdammt lang - zu heilen. Oftmals gelingt es nicht mehr zur Gänze. Einerseits bleibt da das waidwunde Reh, das hofft - der nächste Mann ist kein sadistischer Jäger - und andererseits weiß das Reh schon im Unterbewussten, es wird erlegt, zerlegt, atomisiert. Somit wird der Auserwählte zuvor hochstilisiert zum Übermenschen. Zum Retter der Entnervten.
Warum sind hier im Thema so viele Frauen (Männer) die nicht glauben wollen, das der/die Ex ein Dämon ist, das er dies oder jenes nur tat - weil ... und schon wird sein Handeln entschuldigt bis zum Umfallen. Weil Liebe mit etwas gleich gesetzt wird - was zum Einen das Überleben der Menschheit sichert, zum Anderen jedoch zu dessen Scheitern beiträgt.
Wie Vielen wird als Kind eingeimpft, das man sich als Mensch nur dann geliebt fühlen würde, wenn man seine Kehle preisgibt, damit das Gegenüber zubeißen könnte - wie bei Wölfen? Kein gesunder Selbstschutz - nein, die ungesunde Selbstaufgabe wird gefördert und erwartet. Und weil man sich als Kind ne Kissenburg baut, die einen schützen soll - ist im Erwachsenenleben die "Burg" die Liebe - wenn ich nur genug - dann liebt er mich auch und verletzt mich nicht.
Leider gibt es zu viele von, die sich nicht lieben - aber den Partner auf ein Podest wuppen, damit er auf Dich herab schauen kann - und wenn er das tut, stellst sich nie das Gleichgewicht ein, das eine gesunde Liebe entstehen kann.
Liest du außerhalb von diesen Thema noch anderswo? Dann würde dir auffallen, wie Viele von Seelenverwandtschaft faseln. Von "Für ihn würde ich Alles tun" oder "Ich liebe ihn über Alles" - "Der Schmerz geht nicht weg - schon x Jahre Liebeskummer"
Ist das Liebe? Tut das einen selbst noch gut? Sollte Liebe so sein? Sich selbst aufgeben, verraten - um jemanden zu lieben, der einen mit Füßen tritt?
Schau tief in Dich hinein, - sage mir, warum du viele Kollegen dafür in Schutz nimmst, weil deren Menschenkenntnis so grottenschlecht ist? Warum du relativierst, wenn es um dein ambivalentes Verhalten ihm gegenüber geht.
Als Partner ist er eine Niete. Als Kollege ist er ein Schwein.
Und doch hoffst du irgendwie immer noch, er möge Ruhe geben, er möge aufhören, sich besinnen. Du bist ein wenig trotzig und ein klein bisschen auf Rache aus, weil deine Gerechtigkeitsnadel vibriert.
Und warum?
Weil du - es womöglich - nie gelernt hast, dich immer ein klein bisschen mehr selbst zu lieben, als deinen "Auserwählten". Nicht er ist die Kirsche auf der Torte - du bist es. Nicht du musst darum buhlen, das er dich wahrnimmt - er müsste es.
Da kenn ich hier im Forum einige, die so handeln und agieren, die im Spiegel nicht sich selbst sehen, sondern ein Fantasieprodukt. Wobei ich jetzt nicht an Dich denke - Wölkchen.