Hallo ihr Lieben,
ich schreibe gerade ein Buch über toxische Beziehungen, speziell Narzissmus, und Spiritualität.
Dabei nehme ich insbesondere die Dualseelentheorie auseinander. Also dass man glücklich werden kann mit einem toxischen Menschen (davon gehe ich nicht aus). Aus bestimmt 15000 Gesprächen kristallisierte sich raus, dass es den Menschen nach und nach, wenn sie es schaffen loszulassen, besser geht.
Meine Verknüpfung im spirituellen Bereich dazu sind:
Man schafft es danach die wahre Liebe zu finden (sich selbst),
man wächst über sich hinaus, denn stehen bleiben kann man nicht mehr und man fühlt sich mit etwas Höherem verbunden, wenn man bereit ist die Vergangenheit loszulassen.
Falls ihr Lust habt, dann würde ich sehr gerne von euch erfahren wie ihr es geschafft habt zu überleben, was es euch gebracht habt, wie ihr euch fühlt und was euch wanken lässt.
Gerne auch ob ihr Narzissmus jemals mit spirituellem Wachstum verbunden habt.
Ich fange an und versuche mich kurz zu halten:
Meine Mutter hat NPS. Nicht nur anteilig, sondern diagnostiziert. Mein Vater war immer ignorant, abweisend und Schläge waren die einzige Aufmerksamkeit, die ich je bekam. Von beiden Elternteilen.
So waren auch meine Männer, vor allem mein letzter Ex.
Er manipulierte, fing mich über meine Kinder ein und es endete in der Hölle.
Ich musste alles, wirklich alles aufgeben um ihm zu entkommen. Mitten in der Nacht floh ich, nur mit der Kleidung die wir trugen, mit meinen Kindern.
Als ich das ganze Revue passieren lassen konnte, fiel mir etwas auf, was mich seit der Pubertät begleitete: immer, wenn ich unmittelbar in Gefahr schwebte emotional zu sterben, hatte ich heftige Schlafparalysen. Oft mehrmals wöchentlich. Jedes Mal ging es dabei um Präsenzen, die mich mit unfassbarer Dunkelheit verschlingen wollten. Für mich ein Zeichen dafür dass meine Seele mich warnen wollte, weil ich vorherige Zeichen missachtete.
Nach der Trennung wurde ich achtsamer, ausgeglichener, fand Frieden mit dem was passierte. Weil ich nach wie vor den Menschen echt mag, der aus mir geworden ist: immer noch sehr lieb, aber absolut Grenzen setzend.
Nach der letzten Katastrophe kam ich mit meinem Verlobten zusammen. Auch er ist schwer toxisch geprägt.
Aber wir lieben uns so sehr wie sich zwei Menschen lieben können. Wir konnten uns nur finden, weil wir den Weg unseres Schicksals gingen. Hätten wir nicht erlebt was wir erlebt haben, hätten wir uns niemals so sehr zu schätzen gewusst

Jetzt arbeite ich als Quereinsteigerin in der Lebensberatung und ich gehe völlig in meiner Berufung auf. Ich habe vielen Menschen, dank meiner eigenen Erfahrungen helfen können und so schließt sich für mich der Kreis.
Je positiver die Erfahrungen sind, die wir nach dem überleben von Schicksalsschlägen erfahren dürfen, desto klarer wird mir, dass es Sinn macht, ein Leben gelebt zu haben wie meins.
Denn als junges Mädchen konnte ich mir noch nicht einmal vorstellen überhaupt erwachsen zu werden.
Übrigens verbinde ich mit Spiritualität ausschließlich geistigen Wachstum, kein bisschen Esoterik.
Über eure Erfahrungen und Ansichten würde ich mich sehr freuen

Übrigens hatte ich lediglich zwei Schlafparalysen seit der letzten Trennung und die waren unmittelbar danach.