Heffalump
Mitglied
- Beiträge:
- 43388
- Themen:
- 9
- Danke erhalten:
- 76628
- Mitglied seit:
Zitat von KäptnNemo:mir selbst fällt es schwer zu verstehen woran man denn einen Narzissten oder eine Narzisstin wirklich ausmacht
Ach du, ein Fachmann(frau) hätte da bestimmt x Antworten drauf, aber wer will da schon einen Fachdings drüber lassen..
Wichtig ist, wie du bei der Sache fühlst. Fühlst du dich leer, ausgelaugt, ausgesaugt, missverstanden, wo doch die Liebe so groß ist, das du zunächst dachtest, der/die kann ja nicht wirklich mich meinen.., wo du an einen Lottosechser denkst, weil er/sie sich für dich entschieden hat, so unscheinbar du dich selbst wahrnimmst.
Wenn man (Geschlechterunabhängig) für Andere leicht lesbar ist, wie hoch ist deine Bedürftigkeit, wie klein dein Selbstbewusstsein, wie leicht dein innerer Kompass irritierbar und manipulierbar, du immer auf Ausgeglichenheit programmiert, du gern und oft, dich zurücknimmst um dem Anderen Freiheiten zu gewähren, die dir von ihm/ihr aus aber nicht zustehen, du ein gewisses Helfersyndrom hast, was der Andere schamlos auszunutzen weiß, dann ist man leichter ein Opfer, als man glaubt.
Wir lieben ja. Wir lieben ja mit 110% und wenn das Gegenüber nur mit 50% lieben kann, gleichen Wir den Mangel aus. Weil das Gegenüber ja so toll, so anziehend, so freundlich, so anschmiegsam, so... (beliebig erweiterbar) ist. Am Anfang einer Beziehung gibt man sich immer von seiner besten Seite, der eine länger, als der Andere. Wenn der Alltag einzieht, wird man mit Dingen konfrontiert, die dir zwar spanisch vorkommen, aber du bist noch nicht auf "Flucht" Stellung, dein Bauch grummelt, dein GGÜ kocht dir vielleicht sogar einen Tee.
Aber mit der Zeit häufen sich komische Dinge, du bist immer noch nicht auf "Flucht" Stellung, aber schon misstrauisch, a bissl. Aber er/sie kann dir immer noch Honig ums Maul schmieren und du bist ein Gutmensch, glaubst, du hast dich geirrt, sowas kommt nur in schlechten Tatort-Folgen vor.
Und so gehen die Tage ins Land, aus Wochen werden Monate, aus Monaten werden Jahre: Und irgendwann versagt dein Körper seinen Dienst. Kopfweh, Migräne, Blasenentzündungen, Haarausfall, brüchige Fingernägel, Angstzustände, Panikattacken ..., dein Körper zeigt, er kann nicht mehr. Dein GGÜ lacht dich aus, schickt dich mit wenig Einfühlsamkeit zu den Ärzten, unterstellt dir, du bist nicht richtig "im Kopf", wertet dich zusätzlich und absichtlich weiter ab, du nimmst das schon gar nicht mehr wahr, weil es dir schon in Fleisch und Blut überging, bis zu jenem Tag, wo er/sie dich vor vollendete Tatsachen stellt.
Er/Sie verlässt Dich, weil er/sie sich neu verliebt hat, es passierte einfach so, da kann man nicht für und ist schneller weg, als du reagieren kannst. Du krepierst. Du leidest. Ihm/Ihr ist das schei.. egal, du wirst ausgelacht, verhöhnt, nieder gemacht, dir wird suggeriert, das Du an allem selbst schuld bist, weil du so bist, wie du bist. Oder so geworden bist, wie er/sie Dich geformt hat, dir deinen Lebenswillen nahm, du ja kaum Energie hast, um noch zu leben, das was dir blieb, gerade noch zum dahin vegetieren bleibt.
Bis du dich wieder auf den Level vor ihm/ihr aufgerappelt hast, vergehen mitunter Jahre - und man wird leider nicht jünger.
Ich bin der festen Überzeugung, das unsere Art unserer Gesellschaft, da sehr großen Anteil hat, das solche Subjekte vom Anteil her immer mehr werden. Weil vor hundert oder zweihundert Jahren, war das noch nicht so auffällig, wobei, vor ein- oder zweihundert Jahren hatten zumindest wir Frauen nicht viel zu sagen, da war es üblich, dem Manne, wenn er dir auftrug zu folgen- auch zu gehorchen, übliches Procedere war, also fiel es gar nicht auf, wenn er zu viel an N geschnüffelt hatte, bei der Ausgabe von Charakterqualitäten..
Ob das nun ne Persönlichkeitsstörung ist, oder nicht, völlig unwichtig. Fakt aber, wenn man sich nicht mehr mit wohl fühlt, wenn man trotz Partner nur noch leidet, im Geiste wie mit dem Körper, dann ist was im Argen. Aber das erkennt man selbst selten, weil man wird leider auch Beziehungsblind.
Du weißt das auch selbst, sonst würdest du immer noch glauben, der Junge ist dein körperlich erschaffenes Kind.
Deine Ex also auch ein gewisses Maß am Sträußchen hat/hatte, allein schon, wie ihre Adepten deiner Tochter auflauern und Unwahrheiten von sich geben, lässt da tief blicken.
Und die Störung namentlich zu wissen, bringt per se auch nicht viel. Will man es als Entschuldigung wahrnehmen? Er/Sie konnte nicht anders?
Nein, Nemo. Er/Sie konnte schon anders, aber hat halt nicht.