Zitat von Karenberg:Gibt es da gesammelte Erfahrungswerte, wie lange das dauern kann? Oder was hilft am besten, sich unter Menschen wieder wohl zu fühlen? Mir ist ...
Stell dir eine Wiese vor wo Leute einen Weg hinein gelaufen haben.
Wenn kein Ereignis mehr von außen kommt, wird die Wiese wieder zuwachsen . ABER du wirst immer wenn du genau hinsiehst sehen wo dieser Weg gewesen ist.
Der Zeitraum wann solch Trauma ausbricht ist nicht genau definiert. Es setzt versetzt ein. Es kann sein wie bei älteren Leuten wo diese plötzlich über Krieg reden der 80 Jahre her ist . Wo man denkt was den nun los.
Das stumme Verhalten dazwischen wird meist nicht gesehen , wahrgenommen , im Zusammenhang gebracht.
Meist bricht ein Trauma / Traumafolgestörung nach 1 bis 2,5 Jahren aus sagte ein erfahrener Therapeut.
Es kommt auf die Widerstandsfähigkeit der Person an.
Will man schnell heilen , geht die Nummer in die Hose , weil der Druck von einem selbst erhöht wird.
Eines Tages hörte ich von , „ körperarbeit hilft..“ nur was das ist wurde nicht erklärt. Ich habe den Eindruck das viele Therapeuten das der traumatisierte weiß was damit gemeint ist. Boxen soll man wiederum nicht. „ja was den nun“ ?
Irgendwann mit den lesen von Büchern , von hören von Fachbeiträgen , wo in zwei Stunden mal ein Satz gefallen ist , was eine Erklärung für etwas war , machte sich dieses Mosaik langsam zu einem Bild.
es gingt Übungen die können Erleichterung verschaffen , müssen etwas bei einer Person jetzt noch nicht . Es kann sein das diese Übungen erst Monate später beim üben die richtige ist.
in einem ersten Hilfe Kurs erklärte mir der Ausbilder mal , das der Körper ein Organversagen macht um die wichtigen Organe sozusagen aktiv zu erhalten.
Bei einem Trauma werden Bereiche gekappt um weiter zu existieren. Das Gehirn verändert sich bis zu 20 - 25 Prozent.
Die Bereiche die gekappt wurden , können aber mit Körperarbeit wieder reaktiviert werden.
Eine Person hat ein massives Ereignis was er als überwältigend, ohnmächtig fühlen , existenziell bedrohlich empfindet.
allein der Satz „ ich verlasse dich und gehe morgen“ kann in einer Person ein Traum auslösen weil sie nicht weiß wie sie weiter die Miete bezahlen soll usw.
Was passiert wenn man ein Tier massiv erschrickt , es rennt weg und es fängt an zu zittern. Zittert das zu viel an Energie durch den Schreck ab.
Ein Mensch hat sich dieses Zittern abgewöhnt . Er macht sozusagen einen Deckel auf dieses Zuviel an Energie und diese Energie bleibt im vagusnerv stecken . Der dickste Nerv im Körper . So dick wie der Daumen . Liegt unter dem Bauchnabel Richtung Wirbelsäule.
Man hat festgestellt , das dieses abzittern, das neurogenezittern , TRE , Erleichterung verschafft. Diese Energie so abgearbeitet werden könnte.
Auch ist es wichtig weiter mit Menschen in Kontakt zu bleiben um nicht weiter in die Isolation zuverfallen, und um sich weiter auszutesten und weiter in UNSER VERTRAUEN zu kommen.