buddhafragt
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Ich habe ihr über meine Kindheit erzählt, meine Mutter eine treusorgende Hausfrau, aber emotionslos und nicht fähig Liebe zu zeigen. Ich habe mich oft einsam und verlassen gefühlt, ohne emotionalen Halt.
Sie: eine vereinnahmende Mutter, die sie als Beziehungsersatz mißbraucht hat, sie gegen den Vater aufgehetzt hat.
Andere Themen gab es kaum, meine Arbeit hat sie nicht interessiert, keine alltäglichen Probleme die ich hatte. Von ihrer Arbeit und womit sie sich beschäftigt, musste ich mir hingegen Stundenlang anhören, was ich auch am Anfang bereitwillig getan habe.
Ich habe mir einmal erlaubt, zu erzählen, das ich Stress auf der Arbeit hatte. Ihr Kommentar: "das ist mir jetzt zu negativ."
Ich bin kein Mensch geworden, der ständig Nähe und Kuscheleinheiten oder eine symbiotische Beziehung braucht. Hin und wieder ein "ich liebe dich" oder schön, das du da bist", hingegen schon. Das kam aber nie..... höchstens ein "ich hab dich lieb".
Ich habe sie dann mal darauf angesprochen..... Sie: wieso, lieb haben und lieben ist doch das selbe!
Danach habe ich dann auch mal ein "ich liebe dich" gehört, das kam aber immer so gestelzt, das ich es lieber nicht gehört hätte.
Die psychologische Erklärung, die sie dafür parat hatte: "Du hast eine Verlassenheitswunde, deshalb brauchst du immer Nähe und Bestätigung von mir. Das ist aber ein Loch, das ich nicht füllen kann." Für jedes Problem, das ich mit ihrer Lieblosigkeit hatte, gab es eine passende psychologische Erklärung... ich bin halt gestört, erwarte immer zu viel, deswegen.
Ich habe ihren "Freundeskreis", wenn man das so nennen kann, immer respektiert und mir Mühe gegeben, mit allen gut auszukommen. Bei meinen Freunden war das dann leider nicht der Fall.... an allen gab es etwas auszusetzen.
Als wir uns einmal mit meinem besten Freund und seiner Freundin trafen (nach langem hin und her) sagte sie dann auf eine Frage der Freundin: "Da habe ich jetzt überhaupt keine Lust, drüber zu sprechen." Stimmung ruiniert.....
Unser erster gemeinsamer Urlaub auf Gomera lief etwa folgendermaßen ab:
Wir kommen im Zimmer an, packen die Sachen aus....
Sie: "Ich stelle mir das jetzt folgendermaßen vor: Jeder macht sein eigenes Ding, und hin und wieder sehen wir uns dann ja."
Beim Frühstück setzt sie sich an einen anderen Tisch, nicht wo ich sitze. "ich muss mich ja auch mal mit anderen unterhalten dürfen, oder etwa nicht?"
Da bin auch ich dann mal etwas ausgerastet....
Fortsetzung folgt....