Gaylen
Gast
Und trotzdem "schleicht " er sich manchmal einfach so dazwischen. Es sind Momente, Gedankenblitze an Begebenheiten, an eine schöne Herbstwanderung z.B.
Ich sage mir dann immer, es war schön aber alles nur "geschauspielert "(von seiner Seite...).
Es ist einfach vorbei....
Ich will ihn nie wieder und trotzdem komme ich mir dann vor, wie ein J. auf Entzug.
Diese Symptome...Angst, Panik, Übelsein, gab es bei mir nach der Trennung sehr massiv, täglich, stündlich. Lief er mir dann noch über den Weg, wurde es extrem mit wackligen Knien, Zittern und "Kotzgefühlen".
Ich habe in neun Monaten durch "nichts essen können", ca 16kg abgenommen.
Nun mir schadet das nicht...ich habe sowieso genug drauf...
Langsam ist mein Magen wieder kleiner geworden und ich esse bewusster. Habe ich keinen Hunger, dann eben nur Gemüsesaft...der rutscht.
Mein Diabetes ist inzwischen so gut, dass ich mir gestern in der Stadt zwei riesige Kugeln "EIS mit Keks" gönnen musste (niedriger Blutzucker).
Eis rutscht auch immer, finde ich und unser Italiener ist fantastisch.
Es hat aber wie gesagt fast neun Monate gedauert, bis ich wieder so genießen konnte.
Habt etwas Geduld mit euch...
Meine Tage an denen ich schon beim Aufwachen an ihn denke, werden immer weniger, VORBEI sind sie noch lange nicht. Zumal er ja noch mit der Next im Mietshaus "rumtobt".
Ich kriege aber so auch seine "oskarverdächtige" Schauspielerei "hautnah" mit.
Natürlich fragte ich mich auch anfangs, was hat sie, was ich nicht habe, kann sie ihn so beeinflussen, das er sich ins Gegenteil verwandelt?
Nun ich habe beschlossen ihn so zu sehen, wie er wirklich ist...anpassungsfähig, wenn es um Futter (Energie, Aufmerksamkeit und Zuwendung etc.) geht
Er wird sich in seinen Grundfesten nicht ändern, er versteckt sich nur.
Ich möchte ihn nicht beleidigen, aber stellt euch mal eine Ratte im Versuchslabor vor(oder ein anderes Tier). Ich habe Verhaltens.perimente gesehen, wobei sich diese "Viecherchen" als sehr intelligent erwiesen, wenn es "um an die Nahrung kommen" ging. Man ist doch lernfähig.
Und wenn das einem so kleinen Lebewesen gelingt, wie sollten sich Menschen dann verhalten, die wesentlich höher evolutioniert sind?
Nun ich versuche es einfach so zu sehen wie es ist, ER braucht Nahrung zum Überleben und die "beschafft" er sich, egal wie und wo...das heißt aber nicht, das er genießen kann.
So tut mir nur die "Quelle" leid, versiegt sie auch einmal wie ich, wird sie "entsorgt, zugeschüttet" und er wandelt zur nächsten.
Leider "ertränkt" er sich nicht wie der Jüngling Narciss, der daraufhin zur Narzisse erblüht. Mir gefällt diese Blume besser...nun ja Floristin.
Narzissen sollen nach dem Anschnitt allein in der Vase stehen, zumindest 24h, da sie einen Schleim absondern der andere Blumen "vergiftet" oder welken lässt.
Irgendwie kann man das mit einem an NPS Erkranktem assoziieren, oder?
