Zitat von _Tara_:Hey, @Munti , lass Dich 'mal virtuell drücken!
Deine Gedanken und Gefühle finde ich gar nicht so ungewöhnlich.
Es gibt (leider) viele Menschen, die ihr Leben irgendwie nicht wirklich mit Inhalt füllen können. Viele Menschen leben so vor sich hin, ohne einen wirklichen "Sinn". Ohne Hobbies, Freunde, Aufgaben. Ohne echte Zufriedenheit.
Wenn sie dann einen Partner haben, fokussieren sie sich total auf ihn.
Er ist es dann, der ihrem Leben plötzlich den Sinn geben soll. Und
das ist der Fehler.
Es ist nicht der Verlust der
Person, der Dich jetzt so fertigmacht. Es ist der Verlust Deines (
vermeintlichen!) Lebenssinns.
Es geht dabei nicht um sie. Es geht um
Dich.
Wie sieht Deine Freizeitgestaltung so aus? Hast Du einen besten Kumpel? Hast Du Hobbies? Was machst Du so den ganzen Tag? Bist Du zufrieden mit Deinem Job?
Gibt es Dinge, die Du schon immer tun wolltest?
Leider ist das was du sagst zutreffend.
Ohne es zu raffen, habe ich sie zu meinem Lebensmittelpunkt gemacht. Das ist mir nach der Trennung sofort bewusst geworden. Gott, muss das auf Dauer unattraktiv gewirkt haben.
Ich habe mich nach der Trennung sofort im Fitnessstudio angemeldet. Zum Einen, weil ich das eh schon seit Jahren vor mir hergeschoben habe und zum Anderen um vielleicht den Stress abzubauen. Ich bin innerlich aktuell ein Wrack und absolut unruhig. Selbst in entspannten Situationen oder teilweise im liegen zappel ich mit einem Bein.
Daneben habe ich hier in der Großstadt das Kickern aufgenommen. Hier in meiner Stadt, gibt es eine Tischfussballliga mit über 700 Spielern. Die eine Gruppe hier hat mich verdammt gut aufgenommen, wollen mich eventuell für die nächste Saison integrieren und haben mich gleich zur Weihnachtsfeier eingeladen.
Das schluckt aktuell zumindest ein, zwei, Abende in der Woche.
Da hab ich auch 1-2 kennengelernt, mit denen ich auch daneben noch was mache.
Es ist also nicht mal so, als wäre ich total introvertiert oder unaufgeschlossen.
Das eigentliche Problem ist, dass ich beruflich bedingt jetzt zweimal in Großstädte gezogen bin. Da haben sich meist eher Bekanntschaften ergeben. Am Wochenende fahren meistens viele in die Heimat. Dementsprechend lebt mein eigener Freundeskreis auch in der Heimat so ca 80 km entfernt.
Mit der Arbeit bin ich halbwegs zufrieden. Zumindest gehe ich gerne zur Arbeit.