Familie zerbrochen

Ehemaliger User

Hallo,

ich hoffe dass ich hier jemand mit gleichen Erfahrungen finde, der mir etwas Hoffnung und Trost geben kann. Ich bin 24 und habe eine 15 Monate alte Tochter und die Beziehung zum Vater ist seit 4 Monaten beendet. Obwohl ich weiß, dass er nie der richtige Mann für mich wäre habe doch extrem daran zu knabbern, das meine kleine Familie kaputt ist und ich wahrscheinlich nie wieder eine richtige haben werde. Mir tut ganz einfach mein Kind so schrecklich leid, denn ich merke, wie sie diese Situation durcheinander bringt. Sie ist von Montag früh bis Freitag Mittag bei mir und den Rest bei ihm. Die ganze Woche ruft sie nach Papa. Und obwohl er meint, noch Gefühle für mich zu haben, will er an der Situation nichts ändern, weil es ihm ohne die viele Streiterei besser geht. Er von früh bis spät arbeiten kann (selbständiger) ohne sich um Beziehung oder Familie kümmern zu müssen. Ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll ohne daran kaputt zu gehen.

Madlen

15.07.2005 13:36 • #1


dubbin


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[quote author=Madelpaf link=board=allgemeines;num=1121431019;start=0#0 date=07/15/05 um 14:36:59]Hallo,

ich hoffe dass ich hier jemand mit gleichen Erfahrungen finde, der mir etwas Hoffnung und Trost geben kann. Ich bin 24 und habe eine 15 Monate alte Tochter und die Beziehung zum Vater ist seit 4 Monaten beendet. Obwohl ich weiß, dass er nie der richtige Mann für mich wäre habe doch extrem daran zu knabbern, das meine kleine Familie kaputt ist und ich wahrscheinlich nie wieder eine richtige haben werde. Mir tut ganz einfach mein Kind so schrecklich leid, denn ich merke, wie sie diese Situation durcheinander bringt. Sie ist von Montag früh bis Freitag Mittag bei mir und den Rest bei ihm. Die ganze Woche ruft sie nach Papa. Und obwohl er meint, noch Gefühle für mich zu haben, will er an der Situation nichts ändern, weil es ihm ohne die viele Streiterei besser geht. Er von früh bis spät arbeiten kann (selbständiger) ohne sich um Beziehung oder Familie kümmern zu müssen. Ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll ohne daran kaputt zu gehen.
Madlen
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Hallo Madlen,

ich habe leider nicht die selbe Erfahrung, aber vielleicht etwas Trost?
Zunächst sind aber ein paar Informationen wichtig. Hast Du dich getrennt,oder er?
Was war der Grund?
Möchtest Du wieder zurück?
Willst Du die Trennung?
Aus deinem Brief geht nicht klar hervor ,was Du jetzt willst?Sollen wir Dich unterstützen beim durchhalten? Oder willst Du etwas dafür tun, dass die Beziehung weitergeht?

Es ist natürlich nocheinmal schwieriger mit so einem kleinen Menschen, der dann auch noch dauernd Papa ruft.
Wobei das sicher auch daher kommt, das "Mama" das vielleicht unterbewusst auch tut?

Liebe Grüsse vorerst


15.07.2005 14:51 • #2



Familie zerbrochen

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Ehemaliger User


Erstmal vielen vielen Dank, dass sich mir jemand annimmt.

Nun, ich habe mich getrennt, mehrmals, denn er ist selbständig und kennt scheinbar nichts anderes als arbeiten. Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Menschen getroffen, der so von sich überzeugt ist. Er zieht seine Eltern (finanziell) mit durchs Leben und hat schon jetzt eine sehr solide Firma aufgebaut. Seine Erfolge bestärken ihn so sehr, dass er vor niemandem mehr Respekt hat und sich nichts mehr sagen läßt, auch nicht von seinen Freunden, die ihn schon mehrmals auf dieses Manko hingewiesen haben. Er ist ein wirklicher lieber Kerl, aber er hat bisher alle seine "Frauen" incl. mich behandelt, wie ein nettes Anhängsel, dem es keinerlei Zeit und Zuwendung bedarf.
Ich komme mir in seiner Gegenwart vor als wäre ich unfähig zu allem, denn er hat mich stets nur kritisiert. Das einzige was ich in seinen Augen kann, ist mein Beruf (Grafikerin).

Und bevor ich mir wirklich eingestehen konnte, dass diese Beziehung keine Zukunft hat, bin ich ungewollt schwanger geworden. Er hat sich zum Schluss noch nicht mal mehr 10 min Zeit genommen um einen Termin bei einer Eheberatung zu machen, und das obwohl der Vorschlag von ihm kam.

Was ich eigentlich will oder besser wollte, ist eine "richtige" Familie.
Selbst wenn ich jemand kennen und lieben lernen sollte, wird es nicht mehr das Gleiche sein. Denn es wird nie für sie der Papa sein. Er macht jetzt schon jedesmal ein Theater wenn meine Eltern am Wochende zu Besuch kommen und er Lena einen Tag weniger hat. Wie soll das erst werden wenn ich mit ihr und meinem Freund mal in Urlaub fahren oder am WE etwas unternehmen will. Er meint dass er nur am WE Zeit hat für sie.
Ich will ihn eigentlich nicht zurück, aber ich würde es Lena zu liebe machen und viele Ansprüche und Erwartungen eben zurückstellen.

Das schlimmste für mich ist, dass er sich jetzt auf einmal 3 komplette Tage in der Woche Zeit für unser Kind nehmen kann und vorher nicht mal einen Sonntag nachmittag. Wieso ging das nicht vorher, denn dann wäre es wahrscheinlich nicht so weit gekommen.

Am liebsten würde ich mein Kind nehmen, weit weg ziehen und hoffen dass ich jemand kennenlerne, der sie wie ein eigenes Kind liebt und sie nicht mit diesen Umständen aufwachsen muss.

15.07.2005 15:30 • #3


Ehemaliger User


Hallo Madlen,

Wenn Dir Dein Kind leid tut, dann ehrt Dich das sehr. Es ist aber besser, wenn Du versuchst, wieder auf die Beine zu kommen und sie nicht zu bedauern. Je stärker Du wirst, umso mehr hilfst Du Deinem Kind. (Und je mehr Du die Situation bedauerst, umso mehr ziehst Du Dein Kind in die Sache mit rein - Kinder spüren das!)

Du bleibst die Mutter, er bleibt aber der Vater. Daher bringt der Gedanke auch nicht viel, weit weg zu ziehen. Damit nimmst Du Deinem Kind die andere Hälfte seines Seins! Ein neuer Freund kann nie den Vater ersetzen. (Außerdem würde er dies wohl nicht kampflos hinnehmen).

Versuche selbst, Deinen Weg zu finden und zu gehen.
Zitat:
Ich komme mir in seiner Gegenwart vor als wäre ich unfähig zu allem, denn er hat mich stets nur kritisiert. Das einzige was ich in seinen Augen kann, ist mein Beruf (Grafikerin).
 

Beweise ihm, daß Du sehr wohl alleine Deinen Weg gehen kannst, werde stark und wachse...

Durch die Trennung Deinerseits hat Dein EX wohl das erste Mal erfahren dürfen, daß er doch einen anderen Menschen liebt - nämlich mindestens sein Kind. Auf einmal... hat er auch Zeit, weil sie ihm diese wert ist. Also hat er etwas gelernt.

Wenn er das in eine Beziehung "transportieren" könnte, wäre Hopfen und Malz noch nicht verloren. Die Frage ist, ob Du das überhaupt noch willst und ob überhaupt noch ein Weg da ist für eine Gemeinsamkeit.

Schmerz kannst Du dem Kind nicht ersparen. Es ist aber auch gut, wenn sie lernen muß, daß nicht alles im Leben rund läuft. Nur - schau, daß Du Deine Schuldgefühle ihr gegenüber abbaust. Sie helfen dem Kind nicht. Gruß, Gerd

15.07.2005 19:48 • #4


Ehemaliger User


Hallo Gerd,

lieben Dank für deine Meinung.
Ich muss nur nochmal richtig stellen, dass ich Lena nie ihrem Vater entziehen könnte. Die beide lieben sich abgöttisch.

Ich denke, dass ich so eine Mutter-Kind-Kur beantragen werde und dort den nötigen Abstand zu ihm gewinne und vielleicht aus anderen Erfahrungen lernen kann. Es ist sehr schwer Abstand zu halten, wenn man sich 2mal die Woche sehen muss.
Was ich allerdings nicht mehr tun werde, ist ihm irgendetwas beweisen. Das habe ich überhaupt nicht nötig. Ich bin mit 19 allein hierher gezogen. Meine Familie 600 km entfernt. Mittlerweile bin ich 25 und selbständig und hab eine Menge drauf. Im März bin ich aus lauter Verzweiflung alleine nach Sri Lanka geflogen, weil ich so sehr das Gefühl vermisst habe, von jemanden gebraucht zu werden. Und selbst das hat er kritisiert. Ich bin einfach so schockiert, dass dieser Mensch 3 Jahre neben mir geschlafen hat und mich doch kein bißchen kennt, weil er sich bis zu Lena nur für sich selbst interessiert hat.
Nein, ich will ihn nicht wieder haben! Ich will ihn nur einfach nicht mehr sehen, aber das geht nicht.

15.07.2005 20:29 • #5




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