merretich
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Zitat von Schusselbacke:Das macht, zumindest für mich keinen Sinn. Woraus bezieht sich diese Herleitung?
Das Problem ist, dass diese Banalität oft nur jenen bekannt ist, die sich
beruflich NICHT damit auseinandersetzen müssen oder selbst betroffen sind....
ALSO: wenn eine Frau EINMAL gelernt hat (je früher im Leben desto schlimmer),
dass es für sie GEFÄHRLICH ist, nein zu sagen. Weil dann körperliche Gewalt,
verbale Gewalt oder Beziehungsende droht...dann lernt sie, sich NICHT zu schützen,
da wo sie es sollte. Es ist eine Konditionierung.
Wenn jemand Dir sagt er schlägt Dir die Rübe ein, wenn Du den Mund aufmachst,
und das immer wieder, wirst auch Du Deine Stimme verlieren, glaub mir.
Überdies ist eine Folge von Übergriffen die Dissoziation. Das Trauma und die
zugehörigen Gefühle werden von der Psyche ABGESPALTEN. Man fühlt sich
nicht mehr. Auch nicht seine Grenzen. So kommt es, dass einmal missbrauchte
Mädchen oder Frauen statistisch IMMER WIEDER in diese Situation kommen.
Und sich ausliefern.
Männer die es versuchen gibts genug. Gerade in dem Alter wenn eine Frau jung
und hübsch ist und das Testosteron bei Männern hoch.
Da wäre es überlebenswichtig, sich schützen zu können.
Das Problem nennt sich übrigens auch Retraumatisierung oder Wiederholungszwang.
Das macht ja die Gewalt so schlimm. Es ist nicht der Moment an sich.
Es ist der Verlust der eigenen Grenzen, das Brechen des eigenen Willens.
Sorry für den Exkurs. Ich lasse es auch dabei.
Ich finde es generell...ob hier im Strang oder im echten Leben...absolut
essentiell, zu unterscheiden zwischen Sex und sexueller Gewalt.