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Freundschaften nachdem die Beziehung / Ehe vorbei ist

CiRa78

CiRa78

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Hallo ihr Lieben,

mich bewegt ein Thema, was mit der Zeit nach der Trennung zu tun hat. Mich interessiert, vor allem die Verlasser, zu dieser Kategorie gehöre ich auch, und die Zeit danach.

Der Vorgang der Trennung ist schon schlimm genug. Nicht nur für den der verlassen wird, sondern auch für den Verlasser. Was aber erschwerend hinzu kommt, ist das Umfeld. Ich habe es tatsächlich erlebt, dass Leute sich positioniert haben. Menschen, für die ich mir irgendwann mal im wahrsten Sinne des Wortes den Hintern ausgerissen habe oder in irgendeiner anderen Form da war. Jeder darf eine Meinung zu irgendwas haben, meinetwegen sich auch hinter den Expartner stellen. Aber, dass man so fallengelassen wird, hätte ich im Leben nicht gedacht.

Ich habe so viele Paare erlebt, die sich im Laufe unserer Zeit getrennt haben. Ich habe mich immer von irgendwelchen Hetztiraden ferngehalten, habe immer zu beiden Parteien gehalten. Das einzige Mal, dass ich mich positionieren musste, war bei meiner besten Freundin. Das aber auch nur, weil ihr Exmann mit der gemeinsamen Tochter schlecht umging. Und ich dafür kein Verständnis hatte.

Aber was ich nach meiner Trennung erleben musst, zog mir zusätzlich den Boden unter den Füßen weg. Ich habe damals das einzig Richtige gemacht und bin direkt 50 Km weitergezogen und weg aus der Kleinstadt. Trotzdem hört man einiges.

Meine allerbeste Freundin. Wir kennen uns fast 30 Jahre kam damit überhaupt nicht klar und zog sich zurück. Ich habe ihr immer Verständnis gezeigt und war ihr nicht böse. Aber ihre eigene Erwartungshaltung sich selbst gegenüber, hat unserer Freundschaft einen riesen Knacks gegeben. Obwohl ich ihr nie Vorhaltungen gemacht habe oder die Erwartung hatte, dass sie mir genauso viel gibt, wie ich gegeben habe. So ticke ich einfach nicht.

Auch aus der Familie, haben sich einige zurückgezogen. Wie konnte sie nur den armen M. verlassen,. Er hat doch alles für sie gemacht usw. Ich bin immer wieder entrüstet darüber. Es hat doch niemand dieses Leben gelebt. Wie kann man es wagen, sich darüber ein Urteil zu bilden. In dieser Zeit, fing ich teilweise an, an mir und vor allen Menschen zu zweifeln. Menschen, die ich fast mein ganzes Leben lang kannte und sie mich.

Warum schreibe ich diesen Thread? Grundsätzlich habe ich mit dem Verlust dieser Menschen abgeschlossen und mich in meinem neuen Leben, mit meinen neuen Menschen zurecht gewurschtelt. Aber heute bekam ich über Facebook eine Nachricht, einer Bekannten noch nicht mal ehemals gute Freundin. Wie es mir denn so geht. Sie hätte sich nicht getraut, sich bei mir zu melden. Man hört ja manchmal das eine oder andere. Danach kam das alles irgendwie hoch. ich habe bisher nicht geantwortet. Warum auch nach fast zwei Jahren? Die können mich doch kreuzweise.

Wie ist es Euch ergangen?

Liebe Grüße Eure Cira

17.11.2021 15:45 • x 1 #1


l3uschte

l3uschte


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Nach der Trennung haben die Leute aus unserem ehemaligen festen Kern (wir waren zu sechst) noch kontakt mit ihr. Ich distanziere mich. So läufts halt.

17.11.2021 16:47 • #2



Freundschaften nachdem die Beziehung / Ehe vorbei ist

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Winterrose


ich habe bisher nicht geantwortet. Warum auch nach fast zwei Jahren? Die können mich doch kreuzweise.

Kaum kommt nun eine kleine Möglichkeit zur Klärung und Befriedung, stellst Du Dich Deinerseits stur?
Sehr weise finde ich das nicht...

17.11.2021 16:58 • #3


OneDay

OneDay


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--- Ebenfalls Verlasser.

Einige sind gegangen, tw auch gegangen wurden.
Der feste Kern, jene die schon Ewigkeiten dabei sind,
auch durch gemeinsame Freizeit Einblick in die Beziehung
hatten, die sind geblieben.
Im Gegenzug sind neue Leute hinzu gekommen, so läuft es
eben im Leben.

17.11.2021 17:09 • #4


Sippi


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Ich bin zwar der verlassene, jedoch musste ich schmerzhaft erfahren, dass ich ihrer Familie wohl nie was bedeutet habe. Sie hat mich aus mangelnden Gefühlen verlassen. Ich habe mir 12 Jahre den hintern für alle aufgerissen und mich um deren Kinder gekümmert. Nachdem mich meine Frau verlassen hat, kennt mich keiner mehr. Niemand fragt, wie es mir geht. Als hätte man nie existiert, jedoch zeigt es mir den wahren Menschen...... Noch nichtmal meine ehemalige Schwiegermutter und Oma unserer kleinen. Als hätte ich etwas schlimmes verbrochen........ Dem ist natürlich nicht so..... Aber damit muss ich wohl leben

17.11.2021 17:15 • x 1 #5


OneDay

OneDay


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Zitat von Sippi:
Ich bin zwar der verlassene, jedoch musste ich schmerzhaft erfahren, dass ich ihrer Familie wohl nie was bedeutet habe. Sie hat mich aus mangelnden Gefühlen verlassen. Ich habe mir 12 Jahre den hintern für alle aufgerissen und mich um deren Kinder gekümmert. Nachdem mich meine Frau verlassen hat, kennt mich keiner ...


Na Kontakt zur Familie des o der Ex, ist meiner Meinung nach noch ne ganz andere Hausnummer.
Ebenso verhält es sich bei engen Freunden von Ex, da sind die Fronten geklärt.

17.11.2021 17:26 • #6


Blake88

Blake88


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Da fällt mir immer The Big Bang Theory ein.

Ja ist eine Serie, aber auch eine sehr lustige und vor allem steht da die Freundschaft im Vordergrund. Doch da gab es mal eine ähnliche Situation. Zwei der Hauptcharaktere sind dort ein Paar und trennen sich von einmal für eine kurze Zeit und da sieht man den Konflikt ganz gut.

Es gibt zwei Möglichkeiten in meinen Augen

1. Man schließt einen aus und denkt damit sei alles wieder gut

oder aber

2. Man versucht einfach das ganze auf zwei Ebenen zu begrenzen und das ist in meinen Augen der einzig richtige Weg.

Was will ich damit sagen? Also ich als Freund würde mir nicht vorschreiben lassen mit wem ich befreundet sein möchte. Wem das nicht passt, hat halt Pech gehabt. Es ist nicht meine Beziehung die da kaputt gegangen ist, ich kann daher sehr wohl mit beiden weiterhin etwas unternehmen und so sollte das auch sein.

Ich kann mit dem Mann ins Kino gehen, Fußball schauen oder Pokern und mit der Frau zum essen gehen, sich in einer Bar treffen oder shopen gehen.

Daher frage ich mich immer wieso Menschen so etwas machen? Ich würde mich nur klar positionieren wenn schon vorher kaum Kontakt bestanden hätte.

Auch hier ein kleines Beispiel:

Ich war mit dem Mann vorher schon befreundet, die Frau kam dazu und wir haben uns nur getroffen weil sie jetzt ein Teil von ihm war. Der Kontakt war aber ausschließlich über ihn und ich habe nichts mit der Frau an und für sich zu tun, dann würde ich das nach der Trennung auch so weiterführen.

Nur wenn ich auch die zweite Person als wahrhaftigen Freund empfinden würde, hätte ich mich mit beiden getroffen. Natürlich zählt das auch umgekehrt, wenn ich nur mit der Frau Kontakt gehabt hätte, würde ich niemals auf die Idee kommen mit dem Mann weiter im Kontakt zu bleiben, außer er ist eben zum Freund geworden.

Oft wird das verwechselt, ich meine nur weil man viel zusammen gemacht hat, heißt das nicht das man wirklich Freunde ist. Daher eine einfache Frage, hast du diese Menschen auch ohne deinen Mann/Freund gesehen oder immer nur im Doppelpack?

Ich finde da liegt der eintscheidende Faktor nicht wahr?

17.11.2021 17:37 • #7


Lumba


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Zitat von CiRa78:
Das einzige Mal, dass ich mich positionieren musste, war bei meiner besten Freundin. Das aber auch nur, weil ihr Exmann mit der gemeinsamen Tochter schlecht umging. Und ich dafür kein Verständnis hatte.

Gesteh DAS doch anderen Menschen auch zu.

17.11.2021 17:42 • #8


gabehcuod

gabehcuod


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Zitat von CiRa78:
Jeder darf eine Meinung zu irgendwas haben, meinetwegen sich auch hinter den Expartner stellen. Aber, dass man so fallengelassen wird, hätte ich im Leben nicht gedacht.

Ich habe ähnliches nach der Trennung von meiner Exfrau erlebt - überrascht hat es mich nicht, denn das war nur noch die logische Konsequenz des narzisstischen Bullshits, denn die entsprechenden Teile der Freunde und Verwandten meiner Exfrau vorher schon an den Tag gelegt haben. Kaum war die Trennung verkündet und ich ausgezogen, wurde ich auf Facebook entfriended, auf Xing aus dem Netzwerk gekickt, auf WhatsApp blockiert ... was für ein Kindergarten!
Daher weine ich keinem/r von ihnen eine einzige Träne nach. Im Gegenteil, die Trennung war damals auch für ein Anlass, mich nicht nur intensiv mit mir selbst zu beschäftigen, sondern mein Leben dann auch von Menschen zu entrümpeln, die mir einfach nicht guttun. Was soll ich sagen - seitdem schlafe ich bedeutend besser.

17.11.2021 19:24 • x 1 #9


MissGeschick

MissGeschick


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Ich hatte nur wenige, lange Beziehungen. Und meine Partner waren nach Jahren fest integriert in meinen Freundeskreis , sowie ich in ihren. Ich habe es immer so gehalten, dass ich nicht über meine Expartner gesprochen habe. Und am Ende kam mir das zugute. Das ich keine schmutzige Wäsche gewaschen habe, hat auch bei gemeinsamen Freunden dafür gesorgt, dass sie mich als liebenswert und vertrauenswürdig ansehen. Mal abgesehen von der Familie meines Ex (gemeinsames Kind) , denen furchtbare Lügen erzählt wurden (und deshalb kann ich das auch verstehen), hat nur eine gute Freundin von mir die Tür gezeigt bekommen. Die hat als ich genau 4 Tage ausgezogen war und sie bei mir hab wohnen lassen, mit meinem Ex geschlafen. Und kam dann "nach Hause" zu mir und meiner Tochter. Der Verlust tut mir noch heute weh, ich hab sie echt wie Familie geliebt. Aber so eine Freundin braucht halt keiner. Ansonsten hat es der Freundeskreis immer prima überstanden und ich begegne sogar meinen Expartnern freundschaftlich, da wir dementsprechend auf vielen Events anwesend sind.

17.11.2021 19:36 • #10


CiRa78

CiRa78


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Zitat von Winterrose:
ich habe bisher nicht geantwortet. Warum auch nach fast zwei Jahren? Die können mich doch kreuzweise. Kaum kommt nun eine kleine Möglichkeit zur Klärung und Befriedung, stellst Du Dich Deinerseits stur? Sehr weise finde ich das nicht...

Es kommt doch auf die Wichtigkeit der Person an. In diesem Fall, ist es lediglich eine Bekannte. Zähle ich nicht als Freundin. Und natürlich darf auch ich mal stur sein. Bin sonst immer ein Gutmensch gewesen und ja, ich darf jetzt auch mal die Ellenbogen ausfahren und zu etwas Nein sagen. Das hat mit Trotz oder Sturheit nichts zu tun, finde ich

18.11.2021 11:11 • #11



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