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Frust loswerden - Beziehung war schwierig und einseitig

AnonymerGast

Die Trennung ist inzwischen 3 Jahre her, und ich bin immer noch unglücklich. Finde meinen Platz auf dieser Welt nicht mehr und frage mich jeden Tag wozu das ganze noch. Es war schon schwierig während der Beziehung, bereits in dieser Zeit habe ich begonnen mich immer mehr vom realen Leben zu verabschieden, und bin in meine eigene kleine Welt geflüchtet. Damals war mir vieles aber noch nicht klar.
Ich hörte auf zu arbeiten, verlor meinen gesamten Freundeskreis, war oft schlecht drauf, und machte alles mit mir selber aus. Sie war damals meine Sonne, habe mich immer mehr in diese Beziehung geflüchtet und sie zum Zentrum meines Lebens gemacht.
Ich wuchs ohne Liebe auf, sie war die erste die mir zeigte das es soetwas gibt.
Meine Familie ist zum schei., nur Probleme und keine Liebe.

Sie war in diesen 6 Jahren immer für mich da, nachwirkend betrachtet aber nur aus eigennützigen Gründen in den letzten Jahren.
Dieses da sein bestand aber eigentlich nur aus ihrer körperlichen Anwesenheit und der Tatsache das ich bei ihr gewohnt habe. In jeder freien Minute verbrachten wir die Zeit zusammen, das wars im Grunde auch schon. Dadurch hatten wir viele schöne Momente, wenn ich mal nicht schlecht gelaunt war. Aber wirklich nah war sie mir nie.
Wie naiv ich damals war, hatte keine Ahnung von Liebe und Beziehung, während sie die selbsternannte ach so überreife und erfahrene Person war. All die Jahre gab es immer wieder Alarmzeichen, aber ich hatte es ja notwendig mich in meine kleine Welt zu flüchten, und hab deswegen nie genau hingesehen, sie so genommen wie sie war. "Bedingungslose" Liebe nennt man das wohl.
Und so gingen die Jahre meines noch jugendlichen Daseins dahin, lebte fast ausschließlich durch diese Liebe, und alles was sie in all den Jahren tun musste war, sich nichts zu schulden kommen zu lassen und mir regelmäßig zu sagen, wie sehr sie mich liebt. Das genügte mir in meiner damaligen Blindheit.

Natürlich hatte sie ein Problem mit meiner Situation, hin und wieder redeten wir darüber oder es gab einen kleinen Streit, mehr nicht. Wirklich für mich da war sie in dieser Hinsicht nie.

Ich lernte durch sie das ich Gefühle habe, konnte aber durch meine Umstände oft nicht damit umgehn. Ich tat Dinge die sie verletzt haben, ohne zu verstehen was es auslöst. Erst als ich durch die Trennung das erste mal selber richtig verletzt und enttäuscht wurde, habe ich begonnen zu verstehen.

Damals war sie mein ein und alles, dachte sie ist die einzige und wir werden für immer zusammensein, egal was kommt. Habe blind vertraut und uns beiden war Ehrlichkeit immer wichtig, zumindest von meiner Seite denn wie ich selber inzwischen verstanden habe, Worte sind nur Worte.
Wir waren das Traumpaar in unserem Umfeld, viele haben und beneidet. Nach außen dürften wir viel Liebe und Harmonie vermittelt haben, und in meiner kleinen Welt habe ich es auch immer so wahrgenommen.

Ich blieb in meiner Entwicklung stehen, während sie sich in jedem Bereich, vor allem beruflich weiterentwickelte. Im Endeffekt lebte ich praktisch jahrelang im Leben eines anderen Menschen, ohne mir darüber bewusst gewesen zu sein. Ich lies es laufen.
Trotzdem war ich keine schlechte Partie, schließlich hab ich mir immer schon leicht mit Mädchen getan, habe optisch und körperlich was zu bieten, bin unterhaltsam und vor allen Dingen war ich immer für sie da. Nach all den enttäuschenden Beziehungen von denen sie mir erzählte, musste es ihr gefallen haben, nen Typen wie mich der sie anhimmelt und so nimmt wie sie ist. Sie wusste ich werde immer da sein.

2 Wochen vor der Trennung verbrachten wir einen Wochenendurlaub, den ich von ihr und ihren Eltern zu Weihnachten geschenkt bekommen hab. Zum Glück hatte sie ja auch was davon, abgesehen davon das es ein Abschiedsgeschenk war wie ich später feststellte.
Es gab mehrere Trennungen während der Beziehung, lustigerweise im nachhinein betrachtet immer von mir durchgeführt. Die waren aber nie lange genug, ich lief ihr immer hinterher und alles war schnell wieder beim alten.
Diesesmal sollte es anders werden.
Ein schöner Urlaub mit sehr viel Nähe, sie entschuldigte sich sogar mehrmals falls sie zu aufdringlich sein sollte, sagte mir ständig wie sehr sie mich liebt und wie schön es mit mir ist. Auf dem Heimweg war ich wieder schlecht drauf, wir fuhren vorher noch nen Abstecher zu ihrer Family die Urlaub andererorts machte, mitten im Winter nachts auf verschneiter Strecke am Ar. der Welt mit nem Auto mit beschissener Bodenhaftung, die Sicht gleich null. Dorftrotteln die mich mit ihren Megabodenhaftungsautos ständig überholten und direkt vorne einreihen um mir die Sicht von gleich null auf weniger als null zu verstellen, während ich mit versagendem Google-Navi im rutschenden Schneckentempo vorankam. Da kann man nur schlecht drauf sein.
Da soll der Groschen gefallen sein, wie ich später erfuhr, dieser Urlaub war meine "letzte Chance". Gut das ich davon erst nach der Trennung erfahren hab, aber reden war ohnehin nie ihre Stärke.
Also kamen wir irgendwann endlich zuhause an und sie meldete sich sofort krank, sagte mir sie muss was im Urlaub aufgeschnappt haben.
Eine weitere Lüge wie sich später herausstellte, ihr ging es schlecht wegen mir, weil sie nicht wusste wie sie die Beziehung beenden sollte.
Aber nach 2 Wochen Krankenstand kommt man auf Ideen, und so hat sie die Trennung gar nicht mal so ungeschickt durchgeführt. Sie brauchte nur auf einen günstigen Moment warten, wenn ich wieder schlecht drauf bin. Um einen Streit zu beginnen sodass ich meine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle hab und die Sachen freiwillig packe. Kannte sie ja schon von den vorigen Trennungen. Kluges Mädchen, innerhalb einer Stunde war alles erledigt und ich ging sozusagen freiwillig, ihre letzten Worte: "Machs gut."

Also stattete ich erneut meiner Mutter einen Besuch ab, ohne zu wissen das ich diesmal gleich länger bleiben darf. Machte nen Tag Pause um mich dann so wie immer warum auch immer bei ihr zu entschuldigen. Sekunden später kam ne Nachricht zurück, hatte sie sich wohl bereits zurecht gelegt, trocken und eiskalt teilte sie mir mit dass es vorbei ist. Ich kann mich nicht mehr genau an alle Worte erinnern, die letzten 2 werde ich aber wohl nie vergessen: "Viel Kraft!"

Obwohl ich sofort merkte das es diesesmal anders war, konnte ich die Trennung lange Zeit nicht wahrhaben. Ich lief ihr monatelang hinterher, holte mir eine Verletztung nach der anderen, lernte diesen Menschen nun richtig kennen. Genug hatte ich erst, als sie mir nach 4 Monaten von ihrem Neuen erzählte, der wie sich herausstellte schon Tage nach der Trennung da war. Wenn der nicht schon vorher da war. Ab diesem Zeitpunkt habe ich erst realisiert dass es vorbei ist.

Ich wohnte also in der Hölle, den Ort wo meine Mutter wohnt, wusste das es nicht dauerhaft funktionieren würde. Hatte den Menschen verloren, den ich liebte und bis dahin am nahesten stand. Kein Job, Schulden, keine Zukunftsperspektive, keine Wohnung, keine Freunde und eine kalte Familie die meine Situation belächelte und meinte ich soll nicht so rumjammern.
Ab da hab ich die Worte "viel Kraft" verstanden. Die hab ich auch gebraucht, denn zwischen ständigen pendeln in Wohnheimen mit unmenschlichen Lebensbedingungen, dem Herzschmerz und der großen Erkenntniss wenn das Kartenhaus in sich zusammenbricht, hat es nicht mehr viel gegeben was mich am Leben hielt.
Überlebt hab ich trotzdem, inzwischen sogar eine eigene Wohnung aufgestellt, alle anderen Umstände allerdings unverändert.
Jeder Tag fühlt sich grau an, positive Gefühle sind nur noch Erinnerung, heute herrscht in meinem Leben nur noch Entäuschung, Wut, Lebensunlust.
Es gab mehrere Versuche wieder durchzustarten, mich auch auf andere Frauen einzulassen. Dabei durfte ich weitere Enttäuschungen machen, aber auch die Erkentniss dass sich kein Mensch für einen anderen interessiert, sondern in Wahrheit nur dafür was dieser Mensch zu bieten hat. Ist der Anteil mehr positiv als negativ, willkommen in meinem Leben. Was du hast Probleme und schwierige Umstände? Na gut, für nen gut *beep" wirds jedenfalls reichen.
Somit bin ich nach wie vor alleine, sehe keinen Grund mehr, mich für einen anderen Menschen zu bemühen geschweige denn zu interessieren.

Dass ist es also was am Ende dieser ach so großen Liebe für mich zurückgeblieben ist: Nichts als schei. und noch mehr Probleme.

Ein bisschen dazugelernt hab ich vielleicht aber auch. Tief in mir ist immer noch Hoffnung aufs Leben und der Wunsch irgendwann wieder Liebe zu erfahren. Mir ist vollkommen bewusst dass ich heute mein Leben selbst in der Hand habe und das es nur an mir liegt. Vielleicht sogar das erste mal richtig bewusst, das ich ein Recht darauf habe zu leben und zu lieben, mein Leben so zu gestalten wie ich es will und kein brav funktionierender Mitschwimmer in der Masse sein muss. Fehlt nur noch die Lust.

Ich kann mit der Vergangenheit nicht abschliessen, und ich gaube das ist der Hauptgrund warum ich nicht weiterkomme. An die schönen Zeiten mit ihr kann ich garnicht denken, sonst wird mir schlecht. Ich habe eine Illusion gelebt, und mir jahrelang etwas eingeredet das nicht der Realität entspricht. Nach der Reflektion ist einiges ans Tageslicht gekommen. Kurz vor der Trennung fiehlen Sätze ihrerseits wie "was zählt sind die Taten". Was ich damals noch nicht so ernst genommen habe, verstehe ich heute umso mehr. Nur bin ich nicht der einzige Mensch den Taten betreffen.

Zusammenfassend kann ich über mich sagen: Ich hatte damals den Beginn einer Lebenskrise, Vergangenheit/Kindheit zu verarbeiten, wurde depressiv, habe das erste mal geliebt, und habe mich dabei ziemlich verirrt.
Will aber nicht zu nett von mir reden, und ich habe Dinge in der Beziehung getan die verletzend und bestimmt auch unverzeilich waren.

Was ich gebraucht hätte, abgesehen von offenen Augen, wäre ein Partner der mich so nimmt wie ich bin, der hinter mir steht und für mich da ist. Der unnachgibig solange auf mich einredet bis es ankommt oder einen anderen Weg findet, selbst wenn es nen Ar. bedeuten würde. Der mir zu verstehen gibt wenn ich verletzend bin, anstatt runterzuschlucken. Der für mich da ist. Der ehrlich ist.

Nichts davon konnte sie erfüllen. Ich lasse mir einreden dass sie sich am Anfang, wo es mir noch gut ging, in mich verliebt hat. Liebe konnte sich bei ihr aber nie entwickeln, dafür hab ich viel zu wenig getan und geboten. Wozu also jahrelang eine Beziehung führen und lügen?
Sie machte ihre Weiterbildungen, war beruflich eingespannt, hatte wenig Zeit.
Zuhause wartete aber ein unterhaltsamer Hecht der sie immer mit offenen Armen empfing. So einfach ist das.
Und als sie mit ihren Weiterbildungen fertig war, einen Karrieresprung machte und auch alles andere in ihrem Leben soweit geregelt hatte, war ein in der Entwicklung stehengebliebener Mann mit Problemen selbstverständlich nur noch ein Hindernis und nicht mehr vorzeigbar. So läuft das Leben.

Ich war schon vor der Trennung ziemlich geschwächt, wahrscheinlich auch weil ich spürte was kommen wird, aber vor allem wegen meiner persönlichen Umstände. Es hat mir leid getan das ich sie mit reingezogen hab, wurde immer verschlossener und wollte sie so wenig wie möglich damit belasten, hatte ein schlechtes Gewissen. Wollte deswegen sogar schon selber gehen, wusste aber nicht wohin und konnte nicht ohne sie.

Diese Schwäche hatte sie nach der Trennung eiskalt ausgenutzt. Wann immer wir Kontakt hatten, es kamen nur Vorwürfe, Vorwürfe, Vorwürfe. Ich habs damals geschluckt, fühlte mich monatelang wie der letzte Dreck auf Erden deswegen und das war auch ein weiterer Grund, weshalb sich mein nachlaufen nur auf elektronischem Weg beschränkte. Selbstbewusstsein gleich null, Schuldgefühle auf maximalem Level.
Klug gemacht, Fräulein.
Während ich also kopfnickend alle Schuld auf mich genommen hab, nutzte sie die Gelegenheit um es im gesamten Umfeld zu verbreiten, sie war die ach so reife und gute Fee die alles richtig gemacht hat, während ich das unreife Ar. bin.
Rief sogar meine Familie an und quaselte was von Angst und stalking, als ich kurz nach der Trennung per SMS um eine Aussprache gebeten hab und das ich an unserem Lieblingsort auf sie warten würde.
Einige Zeit später traf ich zufällig ihre Cousine mit der ich mich prima verstand, sie sah mich schon von weiter weg, nur um mit gesunkenem Kopf einfach an mir vorbeizugehn. Also was muss Ex wohl für schei. geredet haben. Hauptsache sie steht gut da.

Etwa 1 Jahr später schrieb sie mir mal ne Nachricht, kein Hallo kein wie gehts, redete davon das ich ihr angeblich Geld schulde und schickte mir tatsächlich gleich ihre Kontonummer mit.
Rief immer mal wieder bei meiner Schwester an um sich angeblich auszuheulen, redete davon das ich Spuren hinterlassen habe während sie von mir erwartete, keinen Kontakt zu ihrer Familie zu halten. Sie besuchte auch mal meine Großmutter und Mutter, um zu "reden", die gute Fee.

Das war längst noch nicht alles und die manchmal dagewesene Kälte die sie mir durchaus auch zurecht unterstellte, hatte sie mit ihrer eigenen Kälte locker überboten. Zusätzlich noch mit dem dezenten Unterschied, dass mir meine Kälte damals noch nicht bewusst war, auch wenn mich das nicht von Schuld befreit.

Du hattest so recht, Claudia, was zählt sind die Taten.

Es macht mich traurig und wütend zugleich, zu wissen das meine erste Erfahrung der Liebe mit diesem Menschen zu tun hat. Damals wäre ich in meiner Blindheit für sie gestorben ohne eine Sekunde zu zögern, heute könnte ich diesem Menschen nicht mehr ins Gesicht sehen.

3 Jahre sind vergangen, den 30er hab ich inzwischen auch schon über die Kurve bekommen, und sie ist immer noch präsent. Ich bin innerlich schon so eiskalt das ich mich freue, wenn ich mal weinen kann. Ich hab Fehler gemacht aber das hab ich nicht verdient. Nicht ein einziges mal hab ich ihr absichtlich weh getan.
Ich will das endlich hinter mir haben und zurück ins Leben finden, im Kopf weis ich das jeder einzelne Gedanke an sie reinste Zeitverschwendung ist.
Trotzdem bin ich immernoch wütend und rastlos, kann die Zeit nach der Trennung nicht vergessen, es fühlt sich manchmal so an als ob ich immer noch unter Schock stehe.
Ich weis nicht mehr wie es ist zu lachen, jemanden zu vertrauen und zu berühren, stolz auf mich zu sein.
Das einzige was ich weis ist das es so nicht weiter gehen kann.

Ich brauche keine Ratschläge, kenn ich alles schon. Wollte nur mal meinen Frust loswerden, wenngleich mir klar ist das es überhaupt nichts bringt, außer dass ich mich kurzfristig besser fühle.

11.01.2016 06:23 • #1


Rüde

Rüde


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Das ist doch ein Fake, oder? Soviel Selbstmitleid und Widersprüche kann man doch nicht ernst meinen.

11.01.2016 09:23 • #2


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Du möchtest keine Ratschläge, ich werde Dir keine geben, wüßte auch keine.

Ich wünsche Dir jedoch, dass Du irgendwann mal Deinen Text mit anderen Augen lesen und erkennen wirst, wie jammernd Du dabei rüberkommst. Du siehst Dich ausschließlich als Opfer: Der Umstände, der Kindheit, der Frau, sogar das blöde Navi und die Bodenhaftungsautos der Dorftrottel. Alle sind Schuld, nur Du konntest nichts für Dein Verhalten, weil s. o. Die anderen waren's.

Soviel Defizite kann kein anderer Mensch ausgleichen. Für Dein Wohlergehen bist DU verantwortlich, wenn Du es alleine nicht schaffst, dann such Dir professionelle Hilfe.

Ich wünsche Dir alles Gute und einen Weg aus Deiner Verbitterung!


@rüde: Oder so...

11.01.2016 09:33 • #3


AnonymerGast


Genau das ist es, den Leuten interessiert es einen schei.. Das gibt mir jeder seit Jahren deutlich zu verstehen, auch wenn ich für gewöhnlich ohne Mitleid antanze.
Und ich dachte das Ex und die Dorftrotteln für mein Wohlergehen verantwortlich sind. Danke für den Hinweis.

11.01.2016 11:14 • #4


Urmel_

Urmel_


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Lieber TE,

ich kann den Frust sehr gut verstehen.

Ich kann Dir allerdings sagen, dass, wenn Du die Suppe, die Dir zum Teil von anderen Menschen eingelöffelt wurde, nicht auslöffelst, Du mit diesem Paket Frust im Leben deutlich weniger Spaß haben wirst, als ohne. Ja ich weiß, ist klar, aber wollte es nochmal gesagt haben.

Da diese ganzen Gefühle in Dir sind, kannst Du selbst durch eine neue Liebe oder Menschen von damals, die um Verziehung bitten würden (was vermutlich nie passieren wird) die Situation nicht verbessern. Der ganze Müll ist in Deinem Kopf. Der muss da raus. Und der einzige, der ne Schübbe in die Hand nehmen kann, bist Du.

Ich war mal ähnlich drauf, dass schlimme dabei ist die tendenzielle Verbitterung.

Mein positiver Weg ging über Selbstliebe, die ich durch neuen Selbstwert entfacht habe. Dies hat erst so richtig geklappt, als ich mit mir und meinem Leben zufrieden war. Vielleicht ist dies auch Dein Weg? Was hast Du denn schon zu verlieren, Frust hast Du ja schon genug.

Du bist es Dir schuldig, glücklich zu sein. Und der einzige, der dies in die Hand nehmen kann, bist Du. Du hast dazu schlichtweg keine Alternative. Wenn man auf Dauer zu zynisch ist, belügt man sich selbst.

11.01.2016 11:28 • x 1 #5


AnonymerGast


Dieser ganze schei. ist nur in meinem Kopf du glaubst garnicht wie lange mir das schon bewusst ist. Genau deswegen weis ich das der Schlüssel ich selbst bin, ich finde den Weg aber nicht. Ich stehe auf um zu fallen, und jedes mal geht ein Stück mehr kaputt. Das ist ein verdammter Teufelskreis und ich weis genau das jeder Tag den ich so lebe ein verlorener Tag meines Lebens ist.

11.01.2016 11:39 • #6


AlexW1992


Hallo AnobymerGast

Es tut mir Leid , was du durchmachen musstest , aber lerne daraus , dass du für dein Glück selbst verantwortlich bist , aufopferung ist keine Wahre Liebe, es gibt viele Grüße Liebe aussnutzen..

Es sind immer zwei Schuld an einer Trennung ..

Es muss immer ein Ausgleich kommen , aber so wie es schon heißt : Mose : Liebe deinen Nächsten, WIE DICH SELBST.

Pass gut auf deine Seele auf!

Alles Gute!
Alex






Lies dir hier im Forum die Tipps durch , lenk dich ab , hör Musik , ( höre Stonesour , kann ich dir empfehlen ) kümmere dich wieder um dich Selbst .

Pass gut auf deine Seele auf !

Liebe Gru

11.01.2016 11:52 • #7


AlexW1992


Sorry für die Fehler , schreibe am Handy .

11.01.2016 11:55 • #8


Urmel_

Urmel_


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Ein erster konstruktiver Schritt wäre beispielsweise, dass Du es Dir selbst nicht so schwer machst. In einer ähnlichen Situation hatte ich so eine Wut in mir, dass ich scheinbar machtlos bin, dass ich Schuld bin, die Zeit, meine Zeit, zu verschwenden.

Und solche Sichtweisen steigern den Frust nur noch. Gesteh Dir doch ein, dass Du einfach nicht in Sekunden einen Schalter umlegen kannst, dass eine Entwicklung Monate bis Jahre benötigt. Sei doch mal lieb zu Dir selbst, gesteh Dir doch mal ein, dass man vom Leben richtig auf die Fresse bekommt, obwohl man nichts dafür kann. Wer ist denn dann noch da, der Dich an die Hand nimmt?

Das hört sich jetzt total bescheuert an, aber ich habe manchmal in der Nacht meine eine Hand in die andere genommen und mir selbst gesagt, dass ich auf mich aufpassen werde. Ich habe dabei das Kind in mir selbst gesehen, verängstigt, traurig, wütend. Und das Kind war froh, dass es jemand an die Hand genommen hat.

Andere Menschen, andere Wege, aber Du verstehst, was ich meine.

11.01.2016 11:56 • x 4 #9


Phoeniix

Phoeniix


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wirklich reflektiert klingt es sicher nicht...

Aber es ist auch einfacher, der bösen Ex die Schuld in die Schuhe zu schieben, weil sie keine Lust mehr hatte, die Made im Speck durchzufüttern...

Weiter beschreibst Du, Du hättest alles gemacht, um sie glücklich zu machen:
Ja, sie hat bei Euren on/off- Provokations- Schluss - mach- Geschichten bestimmt gestrahlt vor Glück...

Da Du keine Ratschläge willst, weißt Du vermutlich selbst, dass Du bei Dir anfangen musst, um irgendwas zu ändern...

alles Gute
Piix

11.01.2016 12:15 • x 1 #10


AnonymerGast


Wenn von Schuld bei mir die Rede ist, bin ich selber schuld. Ich schrieb nicht das ich sie restlos glücklich machte, sondern das sie ihren Nutzen durch mich hatte, und mir es in meiner Blindheit als Liebe verkauft hat. Weis schon, selbst schuld, kenn ich schon.
Zur Ergänzung, die Trennung selbst habe ich schnell eingesehen und akzeptiert. Trotzdem bin ich ihr lange hinterhergelaufen. Heut würde ich sagen, weil ich nicht wahrhaben konnte wie sie danach war.
Obwohl ich selber nicht so über diesen Menschen denken will, kann ich dir gerne noch einige Beispiele nennen wenn du Lust hast, dann kannst du selber entscheiden ob böse Ex.

11.01.2016 12:48 • #11


Tiefes Meer

Tiefes Meer


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Hilft es Dir in irgendeiner Weise weiter, zu denken, dass Deine Ex böse war ?
Du sagst, dass sie Vorteile von Eurer Beziehung hatte. Und nimmst ihr genau das übel.
Wieso ?
Eine Partnerin ist nicht Deine Mutter.
Eine Beziehung muss beiden etwas bringen, sonst ist sie nicht tragfähig.

Ausgenommen sind da nur Fälle, wo bei einem Paar, dass eine schöne Beziehung hatte, einer schwer erkrankt und der andere aufgrund langjähriger Verbundenheit, Liebe und Loyalität sich dann entscheidet, für den Erkrankten da zu sein. So einen Fall sehe ich bei Euch aber nicht.

11.01.2016 13:01 • x 1 #12


Michelle11

Michelle11


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Die Wahrheit ist: Du musst da durch. Du hast aber die Wahl, ob Du das lächelnd oder jammernd machst.

11.01.2016 13:04 • x 1 #13


Urmel_

Urmel_


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Zitat:
...ob böse Ex...


Diese Aussage kommt von Deinem Ego. Es will Dich damit von sich ablenken, damit Du es nicht hinterfragst und eventuell sogar zerstörst (um an dessen Stelle etwas viel schöneres zu etablieren).

Dein Ego ist Dein schlimmster Feind, denn es kennt Dich am besten und macht Dich glauben, dass es ein Teil von Dir ist, ohne den Du nicht leben kannst.

11.01.2016 13:16 • x 1 #14


twitter


Zitat:
Ich schrieb nicht das ich sie restlos glücklich machte, sondern das sie ihren Nutzen durch mich hatte, und mir es in meiner Blindheit als Liebe verkauft hat.


Zitat:
Ich war schon vor der Trennung ziemlich geschwächt, wahrscheinlich auch weil ich spürte was kommen wird, aber vor allem wegen meiner persönlichen Umstände. Es hat mir leid getan das ich sie mit reingezogen hab, wurde immer verschlossener und wollte sie so wenig wie möglich damit belasten, hatte ein schlechtes Gewissen. Wollte deswegen sogar schon selber gehen, wusste aber nicht wohin und konnte nicht ohne sie.


Offenbar habt ihr euch beide gebraucht.
So liest es sich aufjedenfall. Du wärst doch laut eigener Aussage auch längst abgesprungen, wenn Du gewusst hättest, wohin.

Es ist leider meistens so: wenn die eigene Welt Kopf steht und nichts nur annähernd so läuft, wie man es sich wünscht und braucht, dann kann es passieren dass man sich nach einer Liebe sehnt, die alles andere ersetzt oder wenigstens ausgleicht. Einen Schutzraum... Und das funktioniert leider nicht.
Du schriebst selbst, dass Du in dieser Liebe gelebt hast. Aber hast Du das wirklich aus Liebe getan? Oder auch deswegen weil Du bisher keinen Ort gefunden hast, an dem Du Dich zuhause fühlst?
Flucht in die Liebe klappt leider nicht.
Auch wenn Du das ultimative Liebesglück finden würdest...wären Deine Probleme damit alles andere aus der Welt.

11.01.2016 14:02 • #15




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