Krümel0711
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Mein Mann (31) und ich (38) sind seit 2010 zusammen, seit 2013 verheiratet, haben 2 wundervolle Töchter (3,5 und 6 Jahre) und leben in unserem kleinen Reihenhaus etwas Dörflicher.
Das Problem ist, dass ich meinem Mann zwischenzeitlich ständig Vorwürfe mache (und ich kann es einfach nicht abstellen)
Der Hintergrund liegt darin, dass ich mich die letzten Jahre alleine um alles kümmern musste. (Haben leider keine Hilfe aus der Familie)
Erst war ihm die Ordnung Zuhause wichtiger als unser Wohl.
Bei uns hat es immer geglänzt. Ich habe neben den Kindern und meiner Arbeit immer geputzt wie eine verrückte. Er kam am Abend nach Hause und hat immer was zu motzen gefunden. Sprüche wie Heute hast du aber nicht gewischt waren irgendwie so erniedrigend (Da ich doch selbst den Boden geschrubbt hatte und er eigentlich sauber war) Ich also jeden Tag versucht mehr zu geben, dass er mal nicht heimkommt und meckert. Dieser Druck hat mich fast zur Verzweiflung gebracht.
Vor 3 Jahren ist er dann in eine Spielsucht gerutscht. Er selbst hat sich sehr gehen lassen und ich musste quasi ein 3 Kind mitziehen.
Nach vielen Lügen und mehreren 10.000 Euro verspieltem Geld, hat er eine Therapie angefangen und ich stand immer an seiner Seite.
Leider kam er all die Jahre , Dank Job und Therapie, immer sehr spät nach Hause.
Im Mai sind wir dann aus unserer Eigentumswohnung in ein kleines Häuschen gezogen. (Das wir gemeinsam haben bauen lassen)
Ich dacht, nun kommen wir endlich mal zur Ruhe und leben ein Familienleben indem man auch mal Zeit zusammen verbringt. ABER NEIN. Er entschied wieder aktiv Fußball spielen. Ich habe ihn mehrfach gebeten, dass er es nicht macht (eine AH-Mannschaft die sich einmal die Woche zum Kicken trifft es hätte es doch auch getan) Aber es hat Ihn nicht interessiert. Er Trainiert regelmäßig unter der Woche und am Wochenende ist er auf dem Sportplatz und verbringt dort seine wenige Freizeit, während die Kinder und ich mal wieder alleine sind.
Es ist zwischenzeitlich alles so frustrierend. Ich selbst habe mein Hobby aufgegeben, da ich mich nicht mal an einem Tag in der Woche auf ihn verlassen konnte (Es muss ja auch einer auf die Kinder aufpassen)
Die Traurigkeit, der Frust und auch meine Wut wächst jeden Tag etwas mehr Zwischenzeitlich bin ich nur noch am Motzen, da ich ein Ventil brauche. Aber so funktioniert das doch alles nicht.
Selbst unser Sexleben funktioniert seit Jahren nicht mehr, da er sich selbst dafür zu kaputt fühlt.
Und glaubt mir, ich habe alles versucht ihm zu gefallen.
Eine Paartherapie wollte ich schon machen (Hatte sogar einen Termin vereinbart) Er meinte wir brauchen das nicht.
Selbst einen Kindersitter hatte ich vorgeschlagen, damit wir wieder mehr Zeit zu zweit haben können, aber das ist ihm zu teuer.
Ich bin so verzweifelt. Bitte Helft mir
PS: Ich weiß, dass er mich sehr liebt und auch das gemeinsame Leben (Ich kümmere mich um unsere Kinder, wasche seine Wäsche, putze und verdiene mein eigenes Geld und achte auf mein äußeres)
Das ist eine total schwierige Lage, in der du dich befindest und ich weiß nicht mal so genau, was ich dir raten soll. Dass es irgendwie nicht fair ist, dass du arbeitest und dich auch sonst um alles (kinder, Haushalt etc.) kümmerst und er sich im Gegenzug gar keine Zeit für dich nimmt.