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Gehe Deinen Weg

I

Inexplicitus
Gast

Vor über 20 Jahren bewegte ich mich dem Abgrund zu, nachdem ich erfahren hatte das sie zu den Sternen ging. Ich wollte ihr folgen, doch ich ließ ab von meinem Vorhaben. Es kam jemand auf mich zu, tröstete mich und übergab mir ein Geschenk das mich bis heute an schweren Tagen begleitet. Es ist für mich ein Halt, der mich aufmuntert und meinen Schmerz vergessen lässt, wann immer dieser in mir aufkommt. Ich möchte diesen mit all jenen teilen deren Herzen unter dem Kummer leiden, der ihnen wiederfahren ist. Mögen die Worte Euch allen auch Linderung verschaffen.

Irischer Segen aus dem Jahre 1692

Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast,
und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.
Steh mit allen auf gutem Fuße, wenn es geht,
aber gib dich selber nicht auf dabei.
Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar
und hör die anderen auch an,
selbst die Unwissenden, Dummen - sie haben auch ihre Geschichte.
Laute und zänkische Menschen meide.
Sie sind eine Plage für dein Gemüt.
Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst,
wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit dich erwarten.
Denn es wird immer größere und geringere Menschen geben als dich.
Freu dich an deinen Erfolgen und Plänen.
Strebe wohl danach weiterzukommen, doch bleibe bescheiden.
Das ist ein guter Besitz im wechselnden Glück des Lebens.
Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften.
Die Welt ist voll Tricks und Betrug.
Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.
Sei du selber - vor allem:
heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.
Doch denke nicht verächtlich von der Liebe, wo sie sich wieder regt.
Sie erfährt so viel Entzauberung, erträgt so viel Dürre
und wächst doch voller Ausdauer, immer neu, wie das Gras.
Nimm den Ratschluss deiner Jahre mit Freundlichkeit an.
Und gib deine Jugend mit Anmut zurück, wenn sie endet.
Pflege die Kräfte deines Gemüts,
damit es dich schützen kann, wenn Unglück dich trifft,
aber überfordere dich nicht durch Wunschträume.
Viele Ängste entstehen durch Enttäuschung und Verlorenheit.
Erwarte eine heilsame Selbstbeherrschung von dir.
Im Übrigen aber sei freundlich und sanft zu dir selbst.
Du bist ein Kind der Schöpfung,
nicht weniger wie die Bäume und Sterne es sind.
Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.
Und ob du es merkst oder nicht -
ohne Zweifel entfaltet sich die Schöpfung so, wie sie es soll.
Lebe in Frieden mit Gott, wie du ihn jetzt für dich begreifst.
Und was auch immer deine Mühen und Träume sind
in der lärmenden Verwirrung des Lebens -
halte Frieden mit deiner eigenen Seele.
Mit all ihrem Trug, ihrer Plackerei und ihren zerronnenen Träumen -
die Welt ist immer noch schön!

x 23 #1


Vienne
Zitat von Inexplicitus:
Vor über 20 Jahren bewegte ich mich dem Abgrund zu, nachdem ich erfahren hatte das sie zu den Sternen ging. Ich wollte ihr folgen, doch ich ließ ab von meinem Vorhaben. Es kam jemand auf mich zu, tröstete mich und übergab mir ein Geschenk das mich bis heute an schweren Tagen begleitet. Es ist für mich ein Halt, ...

Wie schön, dass es dir durch so eine schwere Zeit helfen konnte... 🤗

x 4 #2


A


Gehe Deinen Weg

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T
Danke für deine Gedanken, sie wirkend heilend auf mich

x 2 #3


I
@Vienne
Danke, das finde ich auch. Die Zeilen sind wie eine Art Rettungsanker, der mich zurück holt und mir Halt gibt. Es sind wahrlich schöne Zeilen von einem klaren Geist verfasst.

@Trey
Hallo mein Lieber, freut mich zu lesen das Du den Text so empfindest, und er Dir diese Wirkung zuteil werden lässt. Ich hoffe es geht Dir soweit gut, trotz Deiner Situation.

x 1 #4


T
@Inexplicitus ja könnte besser sein, werde morgen mein Kind verlassen und ein neues Leben starten.
Habe den Segen mit in meinen Abschiedsbrief geschrieben.

x 2 #5


C
Zitat von Trey:
@Inexplicitus ja könnte besser sein, werde morgen mein Kind verlassen und ein neues Leben starten. Habe den Segen mit in meinen Abschiedsbrief ...


Don‘t do it! Zwei Monate hinterherlaufen und dann noch ein schnulziger Abschiedsbrief, den ein Verlasser so wirklich Nüsse interessiert. Wozu? Ihr werdet den Rest eures Lebens durch das Kind eine Verbindung haben, also mit gehobenen Hauptes die Spielfläche verlassen, andernfalls gehst du als armseeliger, gebrochener Mann und irgendwann die nächsten Monate holt dich das dann ein. Du entscheidest.

x 1 #6


I
@Trey Hör auf @Charly38 , dat Mädel weiß wovon sie schnackt.

x 1 #7


T
Alles gut, ich weiß was ich tue bin schon groß.

#8


Vienne
Zitat von Inexplicitus:
Mit all ihrem Trug, ihrer Plackerei und ihren zerronnenen Träumen -
die Welt ist immer noch schön!

Das gefällt mir besonders gut...eine elegante Formulierung " mit ihren zeronnenen Träumen", das haben wir wohl alle hier. Die Illusion verloren...und dennoch ist die Welt noch schön und ladet uns ein, dies auch im Kummer zu empfinden.

x 1 #9


Shum
Hi, das schöne Gedicht heißt "Desiderata" (aus USA 1927 von Max Ehrmann)

x 4 #10


I
Zitat von Shum:
Hi, das schöne Gedicht heißt "Desiderata" (aus USA 1927 von Max Ehrmann)

Das Gedicht was Du meinst heißt tatsächlich Desiderata, hat aber nur einen abgeleiteten Bezug zum Ursprungstext. Irrtümlicherweise wird Desiderata immer wieder mit einer Kircheninschrift der St. Pauls Kirche in Baltimore aus dem Jahre 1692 oder als irischer Segen bekannt, verwechselt.

Ehrmann hat sich von dem Segenstext inspirieren lassen und seine eigene Version vom Ursprungstext veröffentlicht.

LG

#11


Shum
Das stimmt so nicht, aber ist auch nicht wichtig. Hauptsache man erfreut sich am Inhalt.

x 2 #12


I
Zitat von Shum:
Hauptsache man erfreut sich am Inhalt.

Da stimme ich Dir absolut zu.

#13


A


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