Ehemaliger User
Gast
Manchmal fasse ich neuen Mut und habe das Gefühl mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Freunde und Familie helfen mir sehr dabei. Aber dann komme ich nach Hause und sie ist nicht da. Ich schaue in jedes Zimmer. Öffne alle Türen und sehe überall nach, aber ich finde sie nicht. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich so lange weg war und gehe zu ihr ins Bett, küsse sie auf die Stirn und flüstere ihr ins Ohr das ich sie über alles liebe. Aber sie spürt und hört mich nicht mehr. Denn sie ist nicht da...
Oft liege ich dann noch stundenlang wach und sehe die vielen Bilder unseres gemeinsammen Lebens vor mir, als wäre es gestern gewesen. Ich sehe wie sie lacht und ich sehe das leuchten in ihren Augen. Ich sehe die Liebe in ihren Augen. Ich vermisse ihre Wärme. Ich vermisse Ihren Duft. Ich vermisse das sie aufschreckt und zu mir unter die Decke drängt, wenn es donnert und blitzt. Ich vermisse ihren Atem an meinem Ohr. Morgens wache ich dann auf. Noch bevor der Wecker klingelt. Ich schleppe mich dann durch den Tag und warte darauf wieder ins Bett gehen zu können, damit ich von Ihr träumen kann. Aber ich träume nicht mehr. Ich denke nur noch nach. Ich hoffe. Ich hoffe das wir eines Tages wieder zusammen finden. Meine Liebe wäre dann so ungleich intensiver und bedingungsloser. Aber es ist Hoffnung die weh tut.
Ich habe das alles weggeworfen. Ich habe das alles mit Füßen getreten. Liebe kann in einer langen Beziehung einschlafen. Ich habe nicht daran gedacht, das man sie auch wieder wachküssen kann. Ich habe all das dem Alltag geopfert. Ich hasse mich dafür. Ich dachte es reicht, wenn man für den Anderen da ist. Wenn man sagt: Ich liebe Dich. Aber es reicht nur eine Weile. Ich habe alle ihre Hilferufe, doch endlich an UNS zu arbeiten, überhört und ignoriert. Ich hatte selbst vergessen wie sehr ich sie liebe. Nun ist es zu spät...
Sie ist gegangen und sucht ihr Glück nun woanders.