KatzenHus
Mitglied
- Beiträge:
- 8
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 4
- Mitglied seit:
seit knapp 1 Jahr bin ich wieder Single und habe mich seither nicht wirklich um neue Beziehungen bemüht, obwohl ich definitiv nicht abgeneigt bin und auch gern wieder eine Partnerschaft hätte. Wenn ich reflektiere, woran vergangene Beziehungen (unter anderem) häufig (auch) gescheitert sind, stelle ich immer wieder ein Muster fest, das mit fehlenden Gemeinsamkeiten oder Interessen zu tun hat.
Ich erinnere mich zurück, dass ich eine Beziehung über die Arbeitsstelle kennenlernte, unsere Gemeinsamkeit war im Kern (wie sich herausstellte) nur die Arbeit, und am Wochenende und Abends nur ständig übers Büro, Kollegen zu sprechen, ist natürlich wenig erhellend. Als ich die Stelle gewechselt habe, war die Beziehung auch mehr oder minder zu Ende, da unsere sonstigen Gemeinsamkeiten nicht vorhanden waren.
Anschließend war ich lange Zeit an einem Studienkurs an der Uni, lernte dort jemanden kennen, das hielt einige Jahre, auch weil wir außerhalb viele Gemeinsamkeiten hatten, lag aber eher an der Flexibilität des Partners, nicht zwingend an mir, ging dann aber auch zu Ende, was auch ein wenig an unterschiedlichen Lebensvorstellungen scheiterte.
Ich war lange Zeit in einem Verein und war dort auch sehr aktiv, Kampfsport, lernte jemanden kennen, trat später aus dem Verein aus und entwickelte eine neue sportliche Leidenschaft.
Immer wieder stellte ich fest, dass ich die Partnerschaft nicht mitnehmen kann in neue Lebensphasen und auch jetzt - ich habe durch Bekannte, Freunde und Kontakte immer mal wieder "Hey, ich kenne da jemanden, das wär doch was, ich geb mal deine Nummer weiter".
Ich treffe mich 1-2 x und stelle oft fest: Hey, das ist so garnicht meins, obwohl die Optik stimmt, alles super, aber ich oft das Gefühl habe, ich muss jetzt schon wieder mit jemandem etwas machen, was ich "so" nie tun würde.
Ich suche also nach dem Muster "Gemeinsamkeit", merke ich dass das nicht in der Form vorhanden ist, kann jemand aussehen wie ein Model und ist für mich dennoch komplett uninteressant, häufig ist das dann für mich unangenehm, weil ich merke, ich gebe keine Chance zum kennenlernen, denke aber auch ich brauche diese Chance nicht geben, weil ich später schon weiß, sitze ich Woche für Woche in irgend einer Bar oder mache irgendwas, was ich normal nie machen würde und es hält ohnehin nicht.
Je älter ich werde, desto mehr ist das so. Und ich sehe immer wieder Paare, die ich bewundere, die ich über den Sport zum Beispiel kennengelernt habe, da ist der Mann Marathonläufer und die Frau hat mit Sport nichts am Hut oder die Frau ist ehrenamtlich aktiv und der Mann ist eher häuslich und abends daheim oder auch andere Kontraste.
Bin ich zu wählerisch, zu anspruchsvoll. ich weiß es nicht. Ich habe auch durch meinen Job nicht so viel Freizeit und denke mir immer, wenn man Gemeinsamkeiten hat, die man leben kann, hat man etwas, worüber man spricht, man Zeit verbringt und etwas tut, was man auch so tun würde und man "Quality Time" verbringt.
Allerdings lerne ich über Hobbys schon länger niemanden mehr kennen, da ich auch hier sehr viele Wechsel habe, also Schwimmen, Tanzen, Laufen, Tennis, Fußball, Theater, vieles, aber meist kann man in Partnerschaften vieles dann nicht mehr machen, kaum jemand ist so flexibel, das hatte ich erst ein einziges mal.