Zitat von Worrior: Den Unterschied zwischen Ideologen und Idealisten
Also für mich ist Ideologie, und zwar jede, eine Geisteskrankheit, eine unterschiedlich benamte und befeuerte Monomanie.
Daher ist mit ideologisch (ich rechne hier auch die Psychologien dazu) festfixierten Geistern tatsächlich nicht zu reden, das kann man sich ersparen.
Idealisten sind halt die mehr oder weniger frei flottierenden Schwärmer, bei denen die Schwärmereien ja nicht einmal diskutierbar sind, weil sie gewissermaßen "stofflos" sind.
Oder anders gesagt: Der Ideologe ist der intellektuell ans Kreuz genagelte Mensch, der Idealist ist der seelisch samt dem Kreuz herumfliegende Mensch

. Und das, da hast Du ganz recht, ist durchaus bei weitem nicht dasselbe.
Der Ideologe, so überhitzt er sein mag, erfriert und zerbröckelt an sich selber, der Idealist hat es immer gemütlich warm, selbst im kalten Gegenwind.
Aber um zum Ursprünglichen zu kommen: Ich bin für die radikale Freiheit von allen, ob Frau, ob Mann. Und das inkludiert, dass sich selbstverständlich niemand irgendwo von irgendwem bedroht oder belästigt fühlen muss. (Hierin bin ich ganz Idealist

). Und wenn ich von radikal rede, dann meine ich auch die Befreiung vom Staat, der ja bei weitem der schlimmste und impertinenteste Zudringling ist, dem als Erstem die rote Karte gezeigt werden muss. D. h., keinerlei Kollaboration mit dem Staat, der sich ja im dreister gebärdet, und schon lange frage ich mich, weshalb die Menschen sich das gefallen lassen, als wären sie Omegaaffen in einem Affenverband. Die Übergriffigkeit dieses anonymen Untiers Staat hat ja inzwischen unerhörte Winkeldimensionen angenommen!
Zum Thema Feminismus: Ja, klar sollen Frauen dieselben Rechte haben (aber wer gibt diese Rechte, wer nimmt, wer verwehrt sie? - steckt da nicht auch der Staat dahinter?) wie Männer, das bedarf wahrlich keiner Diskussion. Wir sind Menschen, ob weibliche oder männliche, und bezüglich Rechte, Möglichkeiten, Akzeptanz, Wertschätzung usw. darf es hier selbstredend gar keine Unterschiede geben.
Allerdings wird man andererseits die Natürlichkeiten von Frauen und Männern nicht ignorieren und schon gar nicht angleichen können. Es gibt in verschiedenen Anlagen grundsätzliche Unterschiede, die kein Gesetz und kein Aktivismus im Großen verändern wird.
Mir ist es tatsächlich selber peinlich, gerade auf dieses banale Beispiel zurückzugreifen, aber mir fällt gerade kein anderes ein: Ein Mann kann einfach mal so nebenher Säggs haben, bei Frauen muss in den meisten Fälle auch Gefühl dabei sein, welches auch immer. Oder diese mütterlichen und väterlichen Instinkte - das lässt sich nicht verändern, durch kein Gesetz, keinen Feminismus, keine Anarchie oder sonst etwas.
Es gibt fundamentale Unterschiede natürlicher Art, und das ist auch gut so. Und ich hielte es sogar für ganz fatal, wollte man die zwangsweise (ideologisch) beseitigen wollen.
Was ich allerdings befürchte, ist: Es geht hier nicht um "Gerechtigkeit" oder sonst etwas, sondern wieder - wie billig - nur um Macht. Also um die Fragen: Haben nun die Männer die Macht oder Frauen oder die Krokodile? Und genau das, diese Machtkrankheit, ist das Grundproblem. Immer muss irgendwer die Macht haben, und wenn er noch so ein lächerlicher Kasperl ist, den man am besten gleich durch den nächsten Kanaldeckel drückt mit einem kurzen, bündigen Abschiedsgruß. Das ist doch in Wahrheit immer das Problem - diese pathologische Machtfrage. Wenn nun die Frauen an die "Macht" wollen, ob als "Feminismus" getarnt oder nicht - das wird auch nichts ändern, ja es kann sogar noch weitaus ärger werden (siehe VdL, ALB, KK usw. , allesamt nicht einmal ansatzweise ernstzunehmen und blöder als ein Wanzenbein).