ach kleinesSternchen, da hast Du ja auch eine wirkliche Odysee hinter dir und befindest dich noch mitten in ihr. Das liest sich wirklich nicht leicht. Du scheinst ja wirklich dieser Erkrankung den richtigen Namen gegeben zu haben. Ich bin mir ja gar nicht zu 100% sicher, ober es sich bei ihm um lediglich einen Narzissten handelt. Wenn ich den Clips von Anna Aurora lausche, dann finde erkenne ich mich in der Rolle des Pendants und was sie über Narzissten erzählt klingt auch absolut passend mit hier und da mal minimalen Abweichungen. Fühle mich aber auch hier schon wie weich gekocht. Diese ganzen Informationen machen einen echt alle.
Du hast natürlich vollkommen recht, es gilt sich auch wieder mit positiven Gedanken zu füllen. Mir fällt es derzeit halt noch unfassbar schwer, irgendetwas überhaupt positiv zu sehen.
Ich traue mich ja gar nicht zu sagen, wie kurz meine Odysee nur war. Lächerlich im Vergleich zu allen anderen Geschichten, die ich hier lese. Ich bin eigentlich ruckzuck raus, also schien ich noch eine ganz gesunde und gefestigte Wahrnehmung zu haben. Es waren lediglich 2 Monate, mit ca. einem guten Monat vorher regelmäßiger Treffen und Kaffee trinkens. Dann ging alles ruckzuck, Lovebombing wie ich gelernt habe. Ich habe mein Herz und meine Tür sofort und gleich zu 100% geöffnet. Die gleiche Zeit hat es nochmal gedauert, die er nicht losgelassen hat. Immer wieder kontaktiert, dann kam ja noch dieser Skitrip dazwischen, und mein Gefühl hat mir ganz rasch mitgeteilt, da stimmt ganz Vieles nicht. Als wir zum Skifahren waren bzw. schon davor, hatte ich die Intuition, da könnte schon die Neue am Start sein.
Ich werde alles daran setzten, ihn nicht mehr in mein Leben zu lassen.
Wir haben den gleichen Arbeitgeber, das ist schon schlimm genug. Da muss ich schon lernen hindrüberweg zu schauen. Das beginnt morgens schon mit dem Parkplatz...... andererseits, ich habe schon so viel in meinem Leben wegstecken müssen, da frage ich mich, wass zum KUCKUCK ist hier passiert?
Er hat mich eingewickelt, aufgefressen, verdaut und ausgeschissen. Genau so fühlt es sich an - ich habe zugesehen, gehofft, gebangt, gefiebert, gehandelt und am Ende des Tages mich doch emotional ködern lassen, so das er gefühlt, mich abschießen konnte.
Wir sind erwachsen. Niemand hat gesagt, dass dieser Beziehungsversuch Zukunftsmusik hat. Ich war verknallt bis obenhin, dachte er sei es auch. Wenn man feststellt, man hat völlig unterschiedliche Beziehungsbedürfnisse, würden 2 gesunde Menschen das besprechen können und sich gütlich, gerade nach so einer kurzen Zeit trennen können.
Weil er das nicht zulassen konnte, er musste weitermachen, weiterwüten, und sein Kriegsbeil rausholen. Wozu frage ich mich? Er hatte doch schon längst wieder für einen Ersatz gesucht. Gesund ist das nicht.
So... und da ich gerne Sachverhalte verstehe, bin ich nun auf dem Holzpfad. Ich analysiere, versuche nachzuvollziehen, kämpfe mit den Vorwürfen, die mehrfach aus heiterem Himmel ankamen.
Er hat z. B. Weihnachten und Silvester völlig zerstört. Er halte nichts von aufgesetzten Festen. Er ließe sich nich zwingen. Als es dann so weit war, war er angebelich bei seinen Töchtern und an Silvestern zum Frühschoppen bis in die Puppen und nicht mehr erreichbar.
Das war dann auch der Abend an dem für mich der Ofen aus war.
Für ihn halt nicht..... an Entschuldigungen oder Erklärungen nicht zu denken..... eingewickelt mit der Zusendung schöner Fotos von uns, Liederclips und ich habe Dich lieb..... später wieder Vorwürfen..... getrieben wie vom Teufel.
Jedesmals hatte ich Herzrasen ohne Ende wenn ich eine Nachricht erhielt. Immer wieder betete ich mir vor, dass kann doch alles nicht wahr sein. Wir kennen uns zumindest oberflächlich seit 12 Jahre, haben schon das eine oder andere schöne Gespräch gehabt zu Firmenanlässen wo wir zusammengesessen haben. Er kann doch unmöglich, diesen Charakter haben. Auf der Arbeit würden man niemals darauf kommen, dass er derartiges Verhalten an den Tag brächte. Er scheint introvertiert, dabei ist er einfach nicht empathisch, schnell gelangweilt.
So, jetzt habe ich genug losgelassen. Es muss ja irgendwohin.
Am Ende des Tages - bin ich sehr enttäuscht. Ich hatte ein tolles Leben. War knapp 5 Jahre Single, war null auf der Suche, habe das Leben genossen, ob in Gesellschaft oder alleine. Dann rauscht dieses Wesen in mein Leben für nur ganz kurze Zeit und ich befinde mich in einem Scherbenhaufen. Da eines seiner letzten Worte war, ich würde niemals jemanden finden, der sich an mich bindet (ich bin 48 Jahre) glaube ich ihm und das macht mich totunglücklich. Wenn ich so furchtbar war, wieso hat er dann nicht losgelassen - bevor er sein nächstes Schäfchen im Stall hatte. Ich fühle mich, als habe er einen Fluch über mich gesprochen. IRRE!
Gute Nacht. Ich sollte es vielleicht mal mit Baldrian probieren.
Habe jetzt wie im Wahn in die Tasten gehauen. Sorry.
Dir jedenfalls alle Kraft, Etappe 2 zu meistern und hoffentlich schneller wie in Etappe 1.
Ich hoffe, Dein Ex erzählt Dir keinen vom Pferd. Die Wenigsten verstehen ja, dass sie in Therapie gehören.