Blind-Meg
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Zitat von alleswirdbesser:die Therapeuten haben in der Regel niemanden bei sich sitzen, der in einer gut funktionierenden Beziehung ist.
Sehe ich anders.
Wenn einer Einzeltherapie benötigt, ist das ja weitgehend erstmal unabhängig von der Paarbeziehung. Wobei nicht wenige Beziehungen gerade deshalb "funktionieren", weil die Menschen so ihre Baustellen mit sich herumtragen. Wenn sich dann einer durch Therapie verändert, passen die Pathologien danach nicht mehr so gut zusammen. Trennung kann eine "Nebenwirkung" von Psychotherapie sein, auch wenn die Beziehung nicht der Auslöser für die Erkrankung ist.
Bei Paartherapeuten sitzen meiner Meinung nach noch die gesünderen Paare, denn die sehen immerhin ihre Schwierigkeiten als gemeinsames Problem an und sind sich (zumindest ansatzweise) bewusst, dass es beide Partner braucht, damit eine Beziehung gesund sein kann. Wer der Meinung ist, man brauche für die Beziehung nichts zu tun, geht ja in keine Paarberatung.
Wobei halt tragischerweise die meisten Paare erst Jahre später in Beratung gehen, wenn sich das Problem schon richtig chronifiziert hat. Aber immerhin gehen sie und zeigen daher aktiv den Willen, etwas für die Beziehung zu tun.