158

Green und Red Flags

FoolishHeart
Zitat von Blind-Meg:
Damit bist du als Frau

Als ich eben im Bad war, war ich noch ein Mann... 🤔

x 1 #151


HappyMike
Zitat von Yassa:
Beziehungen können überhaupt nicht funktionieren. Jedenfalls nicht dann wenn man jung ist und Kinder kriegen will. Wenn man sich selber noch gar nicht kennt. Und weil man sich auch über die Jahre entwickelt. Niemand weiß doch, wie man in 20 Jahren ist. Und außerdem hat man keinen Plan von nichts.

Habe gestern zufällig genau über das Thema mit einer Kollegin in der Firma gesprochen. Grund: Meine Tochter ist 15,5 Jahre alt und hat einen Freund (nicht den ersten). Ich meinte, ich gehe davon aus, dass das nichts für die Ewigkeit ist.

Die Entgegnung: Meine Kollegin ist um die 30, 2 Kinder, seit sie 17 ist, mit ihrem Mann zusammen (d.h. geheiratet). Eine andere Kollegin im Haus ist auch um die 30 und mit ihrem Mann, seit sie 15 ist, zusammen (aber gewollt kinderlos).


Ob die beiden in den nächsten Jahrzehnten auch in der gleichen Partnerschaft sind, wissen wir natürlich nicht. Dennoch scheint es derzeit zu klappen.

Im Freundeskreis habe ich ein Pärchen, die sind seit der Oberstufe Gymnasium zusammen. Haben auch Kinder und wirken auf mich immer glücklich (nicht gespielt). D.h., sie sind nun über 30 Jahre zusammen. Lachendes Gesicht

#152


A


Green und Red Flags

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Blind-Meg
Zitat von FoolishHeart:
Als ich eben im Bad war, war ich noch ein Mann... 🤔

Ich aber nicht, und aus genau den von die genannten Gründen bin ich auch die RedFlag. Aber halt nur für unbrauchbare Männer. Ist schon praktisch.
Was denkst du darüber "als Mann"?

#153


FoolishHeart
Zitat von Blind-Meg:
Was denkst du darüber "als Mann"?

Ich denke, es hängt - egal ob Mann oder Frau - davon ab, in wie weit jemand bereit ist, Kompromisse einzugehen. Wir sind uns wohl alle darüber einig, dass es sowas wie den "perfekten Partner" nicht gibt, höchstens in unseren Wunschträumen. Wir haben alle unsere Macken, unsere 🚩. Das anzuerkennen und - auch beim Partner - zu akzeptieren ist mMn die Grundvorraussetzung für jede Form von Partnerschaft. Wenn einer von beiden sich zu sehr verbiegen muss, damit der Andere damit zurecht kommt, ist dass nicht die beste Ausgangsposition für eine haltbare Beziehung.

Und ich denke auch, das eine Beziehung auf mehr als einer Ebene funktionieren muss, um auch nur halbwegs stabil zu sein. Es geht aus meiner Sicht nicht nur um den Part "Liebe" sondern auch um den Part "Freundschaft". Die stabilsten Beziehungen, die ich aus meiner Umgebung kenne, begannen als Freundschaften. Und sie funktionieren, weil - bei aller "Liebe" ( 😉 ) - der Freundschaftsanteil immer die Kommunikation zwischen beiden aufrecht erhält.

Da sehe ich auch in unserer heutigen, schnellebigen Zeit ein großes Problem, was Beziehungsentwicklung angeht. Wir "suchen" Partner, statt sie zu finden...

x 1 #154


Blind-Meg
@HappyMike
Ich finde das inzwischen gar nicht mehr so erstrebenswert, mit dem "1. Partner" so lange zusammen zu bleiben. Denn man macht so nicht die Erfahrung, dass man eine Trennung überleben und was draus lernen kann. Und man erfährt auch keinen Vergleich, ergo ist die geführte Beziehung immer und automatisch die "beste, die man je hatte". Da muss man, meiner Ansicht nach, schon echt enormes Glück haben, in dieser Komstellation zufällig in einer gesunden Beziehung mit einem gut passenden Partner gelandet zu sein. Allzu viele langjährige Beziehungen sind, sogar trotz vorangegangenen Erfahrung mit anderen, so Dümpelbeziehungen, nicht schlecht genug um zu gehen, nicht gut genug um glücklich zu sein und man "arrangiert" sich halt. Das sowieso schon hohe Risiko, in solch einer Dümpelbeziehung zu verharren, sehe ich nochmal höher an, wenn man direkt mit dem/der ersten Partner/in zusammen bleibt.
Ich nehme den meisten Paaren nicht ab, dass sie wirklich glücklich sind. Egal wie sie wirken und vor allem egal was sie sagen. Ich bin überzeugt, die meisten sind höchstens nicht unglücklich. Oder stellen sich diese Frage gar nicht mehr (was ja auch Gründe hat, zB weil man die Antwort nicht wissen will). Oder - am schlimmsten - finden es "normal" dass man seiner Beziehung nach ein paar Jahren nicht mehr so viel abgewinnen kann. Buäh, da schüttelts mich.

#155


J
Zitat von PapaEmeritus:
Eine weitere Red Flag für mich: schnelle, vielleicht auch übertriebene Nähe, wo man sofort ein Stück weit vereinnahmt wird.

Könntest du das bitte genauer beschreiben, was heisst zu schnell Nähe? Und was ist übertriebene Nähe? Danke.
Zitat von FoolishHeart:
dass es sowas wie den "perfekten Partner" nicht gibt

Ich denke es gibt für jede Person den perfekten Partner nur es gibt keinen perfekten Menschen. Zu einem perfekten Partner gehört es also nicht dazu ein perfekter Mensch zu sein, aber es gibt vieles was eine Person zu seinem perfekten Partner macht.
Zitat von Blind-Meg:
Und man erfährt auch keinen Vergleich, ergo ist die geführte Beziehung immer und automatisch die "beste, die man je hatte".

Was wäre daran so schlecht wenn man etwas hat und zufrieden ist immer nach besserem zu streben? Weshalb brauchen wir immer besseres, schöneres und neues? Ich denke wenn man aktuell zufrieden ist, egal ob es etwas sachliches ist oder eine Beziehung. Ja etwas besseres wird es immer geben, besseres Handy, schnelleres Auto, größeres Haus usw.
Es geht immer besser, Aber schlimmer geht immer.
Natürlich sollte man sich nicht aufgeben oder verlieren und auf sich achten. Keiner von uns ist perfekt.

x 1 #156


FoolishHeart
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich denke es gibt für jede Person den perfekten Partner

Hängt vermutlich davon ab, wie man "perfekt" definiert... Und das ist auch ein Punkt - wie praktisch jede Definition - über den sich trefflich streiten läßt... 😉

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Balu85
Zitat von Blind-Meg:
Da probieren ja idR beide zum 1. Mal aus, wie es überhaupt ist, eine Beziehung zu haben.

naja...meine 1. war das ja nicht. Aber das ist vermutlich auch gar nicht sooo wichtig. Vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück.

#158


HappyMike
Zitat von Blind-Meg:
@HappyMike Ich finde das inzwischen gar nicht mehr so erstrebenswert, mit dem "1. Partner" so lange zusammen zu bleiben. Denn man macht so nicht die Erfahrung, dass man eine Trennung überleben und was draus lernen kann. Und man erfährt auch keinen Vergleich, ergo ist die geführte Beziehung immer und ...

Ich sehe das auch wie Du. Ich wollte damit nur aufzeigen, dass wie immer alles möglich ist.
Mittlerweile bin ich auch der Meinung, dass man (bzw auch frau Lachendes Gesicht ) das Leben in Abschnitten sehen sollte ("Lebensabschnittspartner").

Wenn man Glück hat, dann haben sich beide Partner in die gleiche (positive) Richtung weiter entwickelt. Wenn man dieses außerordentliche Glück nicht hat (tendenziell die Teilnehmer der Foren hier 😉 ), dann soll man offen für eine Beziehung sein. Das lebenslange Nebeneinanderleben (was ich auch kenne) ist der Diebstahl an Zeit an mindestens einem Partner. Es ist auch oft die Folge der Angst des Ausbruchs aus der Komfortzone, Angst vor Veränderung. Und: Nicht immer ist Veränderung positiv, man weiß es halt oft seltenst vorher.

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ElGatoRojo
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich denke es gibt für jede Person den perfekten Partner nur es gibt keinen perfekten Menschen.

Ich denke eher, es gibt für jede Person eine Reihe perfekter Partner, wo sich die Lebensgestaltung dann eben eher in diese statt in jene Rischtung entwickelt, weil man mit diesem und nicht mit jenem Partner lebt. Was ich nicht kenne, kann ich nicht vermissen - auch wenn also einer "noch perfekter" wäre -- so what?

#160


Blind-Meg
Zitat von J_Eulenspiegel:
Was wäre daran so schlecht wenn man etwas hat und zufrieden ist immer nach besserem zu streben?

Bezogen auf Beziehungen: wenn man in einer unguten Beziehung feststeckt, diese aber für gut oder zumindest "in Ordnung" hält, weil man keine andere kennt. Das kann man doch nicht gutheißen, oder?
Weißt du wie viele Menschen erst in ihrer 3. oder 4. Beziehung erstmals die Erfahrung machen, wie es ist, wertgeschätzt zu werden vom Partner? Wie viele erst nach einer Trennung mit viel Abstand erst merken, wie sehr sie sich verbogen haben? Alles Menschen, die, hätte man sie während dieser Beziehung gefragt, geantwortet hätten, es sei "alles okay"?

#161


Balu85
Zitat von Blind-Meg:
Ich finde das inzwischen gar nicht mehr so erstrebenswert, mit dem "1. Partner" so lange zusammen zu bleiben. Denn man macht so nicht die Erfahrung, dass man eine Trennung überleben und was draus lernen kann. Und man erfährt auch keinen Vergleich, ergo ist die geführte Beziehung immer und automatisch die "beste, die man je hatte".

Naja...ist jetzt die Frage was mit 1. Partner gemeint ist. Aber im Grunde wäre das alles auch nicht schlimm wenn denn beide zufrieden/glücklich sind. Auch wenn es natürlich recht unrealistisch ist das man gleich auf den/die Richtige trifft.
Zitat von Blind-Meg:
Ich nehme den meisten Paaren nicht ab, dass sie wirklich glücklich sind. Egal wie sie wirken und vor allem egal was sie sagen. Ich bin überzeugt, die meisten sind höchstens nicht unglücklich.

Das wiederum finde ich doch recht überheblich und anmaßend, vor allem mit dem Nachsatz das es egal sei wie sie wirken und was sie sagen. Denn ob sie glücklich sind oder legst ja nicht du fest.

#162


A


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