Zitat von Balu85: Aber im Großen und Ganzen empfinde ich rückblickend diese Beziehung nicht als ungesund.
Die Jugendliebe läuft sozusagen außer Konkurrenz. Da probieren ja idR beide zum 1. Mal aus, wie es überhaupt ist, eine Beziehung zu haben. Ob die gesund ist oder nicht, hängt maßgeblich von den Persönlichkeiten der Akteure ab, denke ich. Und von der elterlichen Prägung.
Wenn ich alle meine Beziehungen vergleiche, ist die aktuelle und war die 1. Jugendliebe die besten davon. Die gesündesten. Es ist nur hochgradig selten, dass die Entwicklung, die zwischen Jugendliebe-Zeit und Erwachsenenalter passiert, zufällig parallel verläuft, so dass man weiterhin zusammen passt, obwohl beide sich noch extrem verändern.
Ich glaube, das Problem besteht darin, dass die Fortpflanzung mit dem nächsten oder übernächsten Partner stattfindet und man dann glaubt, es verstanden zu haben, und in Wahrheit ist man aber total ahnungslos.
Und: man fühlt sich halt nicht zwangsläufig von dem angezogen, was einem auch guttut. Im Grunde sind das 2 völlig verschiedene "Paar Schuhe". Nur hat man das mit Mitte 20 noch lange nicht kapiert. Und dann kriegt man aber nunmal die Kinder.
Der Rebound danach (oft per Warmwechsel) ist oft eine Überkompensation, ein Mensch, bei dem genau eine Eigenschaft im Vordergrund steht, nämlich dass er NICHT der Ex ist. Und bei den meisten wird es erst danach wirklich gut. Das ist die Tragik des Lebens, irgendwie.