Ehemaliges-Mitg.
Gast
Als ich sie kennenlernte, habe ich mich ziemlich bald unsterblich in sie verliebt. Ich hatte sie wahnsinnig gern, sie verwöhnte mich ohne Ende und wir verbrachten sehr viel Zeit miteinander. Sie war sehr lernbegierig, und ich als etwas oberlehrerhafter Typ mochte das. Ich war da 43, sie 25 Jahre alt, jeder kann sich vorstellen, wie toll es für einen etwas älteren Mann ist, eine so junge Frau zu haben. Ich habe sie wahnsinnig geliebt, aber wir wussten nicht, dass wir nur sehr kurze Zeit haben sollten,
denn sie erkrankte an einer schlimmen Krankheit, einer Trigeminusneuralgie mit untypischen heftigsten Dauerschmerzen. Sie hatte auch heftige Migräne gehabt, auf der Schmerzskala von 1 bis 10 siedelte sie die Migräne nun auf einer 5 an im Gegensatz zu der Neuralgie. Sie hatte also unvorstellbare Schmerzen, tagelange, wochenlange, fast monatelange Attacken.
Ich litt mit ihr mit, sie tat mir so leid, ich weiß nicht, wie oft ich sie ins Krankenhaus bringen musste, weil sie die Schmerzen nicht mehr ertrug. Selbst heftige Morphiumgaben konnten die Schmerzen nur etwas lindern, wenn sie von einer 10 auf eine 8 oder 7 kam, musste sie zufrieden sein, wie gesagt, eine schlimme Migräne bedeutete eine 5.
Was ich nicht wusste: ich wurde depressiv, weil ich so hilflos mit ansehen musste, wie sie litt. Ich betäubte meine Sorgen mit Alk.. Ich dachte, es sei normal, dass ich mich so schlecht fühlte, erst viel später wusste ich, es waren Depressionen.
Schließlich wurde sie auch depressiv und bekam Suizidgedanken. Mehrmals musste sie zur Krisenintervention ins Krankenhaus. Kurz vor der Trennung bat sie mich darum, nicht so mit zu leiden, sondern zu versuchen, ihr so weit es geht noch ein normales Leben zu bieten. Aber ich konnte es nicht, war da bereits seit fast einem Jahr depressiv, ohne es zu wissen.
Über Weihnachten besuchte sie dann ihren Bruder, als sie am 02.01.14 zurück kam, stritten wir aus nichtigem Anlass heftig. Dieser Streit war für sie der Anlass, mich zu verlassen. Ich machte dann vier Monate lang die Hölle durch, Liebeskummer plus Depressionen, bis ich zum Arzt ging und mir Hilfe suchte. Erst als die Medikamente wirkten, begriff ich überhaupt, dass ich depressiv war. Später lernte ich, dass es typisch ist, Depressionen lange nicht als solche zu erkennen.
Ich habe die Trennung bis heute nicht überwunden, besonders litt ich auch wegen ihres Neuen, der sie nicht liebte, sondern nur eine S. Beziehung mit ihr führte. Sie wollte, dass wir beste Freunde bleiben, aber es zeigte sich, dass ich dazu nicht in der Lage war, ich liebte sie natürlich immer noch abgöttisch. Ich konnte den Verlust ihrer Liebe nicht ertragen. Ich versuchte den besten Freund zu spielen, aber ich litt sehr darunter. So brach ich den Kontakt immer wieder ab, um dann erneut rückfällig nach ihr zu werden.
Jetzt versuche ich die Trennung entgültig zu vollziehen, denn ich merke, wie ich für sie immer weniger bedeute, ich fühle mich von ihr behandelt eher wie ein lockerer Bekannter denn als bester Freund, sie schreibt erst Tage später zurück, will mich nur noch selten sehen etc. Beim letzten Treffen hat sie mir gebeichtet, dass sie bereits seit März sich mit fremden Männern für Geld trifft. Ich habe da keine moralischen Probleme mit, aber sie hat einen Freund, der sie nicht liebt, macht S. mit Fremden gegen Geld, und ich krieg nicht mal einen Kuss, obwohl ich sie noch liebe.
Mir bringt es keinen Spaß, sie zu treffen ohne meine Liebe ausleben zu können. Ich quäle mich damit
nur. Ich muss zugeben: ich bin neu in Berlin und habe in der Zeit mit ihr keine sozialen Kontakte aufgebaut. Nun bin ich quasi noch völlig sozial allein und mit 46 Jahren ist es nicht mehr so einfach, sich einen Freundeskreis aufzubauen. Deshalb überlege ich zur Zeit, ob ich überhaupt noch eine Chance im Leben bekommen werde. Gut, die ersten vier Monate nach der Trennung mit Depris und Liebeskummer waren die Hölle, aber ich sehe momentan auch so kein Licht mehr für mein Leben.
Ich denke , ich werde so eine Frau nicht noch mal bekommen, denn ich bin arm, weil ich arbeitsunfähig bin. Ziemlich schlechte Voraussetzungen sind das. Liebeskummer ist richtig schei., aber davon können hier bestimmt auch einige ein Lied singen.