Hey zusammen,
ich bin neu hier und hoffe, es ist okay, wenn ich direkt so einen langen Beitrag schreibe. Ich danke allen, die sich die Zeit nehmen, da ich mich grad wirklich sehr alleine fühle.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll. Ich glaube, ich muss mir einfach mal alles von der Seele schreiben und hoffe vielleicht auf ein paar ehrliche Meinungen von Menschen, die mich nicht kennen.
Ich versuche wirklich, meinen Ex hier nicht schlechtzureden. Das ist überhaupt nicht meine Absicht. Ich halte ihn nicht für einen schlechten Menschen und ich liebe ihn leider immer noch. Mir ist auch bewusst, dass ich selbst Fehler gemacht habe und dass ich meinen Anteil an der Beziehung hatte. Genau deshalb fällt es mir gerade so schwer, das Ganze einzuordnen.
Vielleicht ist noch wichtig zu wissen, dass ich eine Angststörung habe und eher ängstlich gebunden bin. Ich bin jemand, der kleinste Veränderungen bei anderen Menschen unglaublich schnell bemerkt. Wenn sich die Stimmung verändert, der Ton anders wird oder sich einfach irgendwas “komisch” anfühlt, merke ich das sofort. Ich arbeite daran schon seit längerer Zeit mit meinem Therapeuten. Wir haben oft darüber gesprochen, dass das wahrscheinlich viel mit meiner Kindheit zu tun hat, weil ich damals immer auf die Stimmung meiner Eltern achten musste. Mir ist also bewusst, dass das die Beziehung beeinflusst hat und dass ich manche Dinge wahrscheinlich intensiver wahrnehme als andere.
Trotzdem frage ich mich seit der Trennung ständig, ob wirklich alles nur an meiner Angst lag oder ob meine Bedürfnisse einfach nicht zu seinen gepasst haben.
Wir sind beide Mitte zwanzig und waren nur ungefähr drei Monate zusammen. Außerdem hatten wir eine Fernbeziehung. Ich weiß, dass das nicht besonders lang klingt, aber diese drei Monate haben sich unglaublich intensiv angefühlt und es ist in der Zeit so viel passiert, dass ich das Gefühl habe, immer noch nicht richtig zu verstehen, was eigentlich schiefgelaufen ist.
Als wir uns kennengelernt haben, hat sich alles irgendwie wie eine Fügung angefühlt. Ich weiß, das klingt kitschig, aber genau so hat es sich für mich angefühlt. Er hat von sich aus Dinge gesagt wie, dass er mich so lieben möchte wie noch nie jemand zuvor und dass ich das Beste bin, was ihm je passiert ist. Noch bevor wir überhaupt zusammen waren, hat er mir Blumen nach Hause geschickt, einen Liebesbrief geschrieben und als ich ihn das erste Mal besucht habe, hatte er schon kleine Geschenke für mich, einfach weil sie ihn an mich erinnert haben. Er konnte die Hände kaum von mir lassen und ich hatte einfach das Gefühl, dass ich wirklich gewollt bin.
Bevor wir zusammengekommen sind, habe ich ihn ein paar Mal besucht. Bei einem Besuch war ich drei Tage bei ihm und da ist mir zum ersten Mal etwas aufgefallen. Wir haben eigentlich fast nur in seinem Zimmer gesessen, YouTube geschaut oder Musik gehört. Ich weiß noch, dass ich irgendwann dachte: “Ich fahre stundenlang zu dir und irgendwie machen wir gar nichts zusammen.” Ich habe das angesprochen und er hat das auch überhaupt nicht böse aufgenommen. Er meinte, er war jahrelang Single und das hier sei seine erste richtige Beziehung, er sei einfach nicht gewohnt, ständig jemanden um sich zu haben. Das konnte ich verstehen und nach dem Gespräch wurde es tatsächlich auch besser.
Kurz danach sind wir zusammengekommen und die nächsten Wochen waren ehrlich gesagt wunderschön. Wir haben fast zwei Wochen zusammen verbracht, ganz viel unternommen, zusammen gezockt, gelacht und einfach jede Minute miteinander genossen. Wir hatten auch ein richtig schönes Sexleben und konnten eigentlich kaum die Finger voneinander lassen. Am Ende haben wir beide gesagt, dass das wahrscheinlich die schönsten zwei Wochen waren, die wir seit Langem hatten.
Danach hat sich aber langsam etwas verändert. Nicht von heute auf morgen und es gab auch keinen großen Streit. Es waren eher ganz viele kleine Dinge, die nach und nach verschwunden sind.
Ich bin eigentlich fast immer zu ihm gefahren. Das war für mich selbstverständlich, weil er gearbeitet hat und ich studiert habe. Das hat mich nie gestört. Gerade deshalb habe ich mich aber jedes Mal riesig gefreut, wenn wir uns nach zwei oder drei Wochen endlich wieder gesehen haben. Und genau da fing es an weh zu tun.
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr merkt, dass ihr euch irgendwie mehr auf die andere Person freut als sie sich auf euch?
Genau so hat sich das irgendwann angefühlt.
Wir lagen meistens einfach nur im Bett, haben YouTube geschaut und sind schlafen gegangen. Wenn wir etwas unternommen haben, dann meistens, weil ich es vorgeschlagen habe. Es kam immer weniger Initiative von ihm. Die langen Küsse wurden weniger, das Flirten wurde weniger, diese kleinen Nachrichten zwischendurch oder einfach das Gefühl, dass er sich riesig freut, dass ich da bin. Ich rede gar nicht von großen romantischen Gesten oder teuren Dates. Mir haben einfach diese kleinen Dinge gefehlt, die einem zeigen: “Ich hab dich vermisst.”
Vielleicht ist das völlig normal. Vielleicht romantisiere ich Beziehungen auch zu sehr. Genau das frage ich mich bis heute. Aber wir waren gerade mal ungefähr einen Monat zusammen und ich hatte schon das Gefühl, dass wir eher wie zwei Menschen zusammen Zeit verbringen, die sich einfach gewohnt sind, als wie ein frisch verliebtes Paar.
Je mehr ich das Gefühl hatte, dass er sich zurückzieht oder einfach bequemer wird, desto mehr hat meine Verlustangst angefangen zu kicken. Und ich glaube, genau da hat sich dieser blöde Kreislauf entwickelt. Je unsicherer ich wurde, desto öfter habe ich Dinge angesprochen oder nachgefragt, weil ich einfach wieder dieses Gefühl haben wollte, dass alles okay ist. Dadurch hatte ich wiederum immer mehr das Gefühl, nervig zu sein oder ihn unter Druck zu setzen. Vielleicht wollte er einfach seine Ruhe und ich konnte ihm die irgendwann nicht mehr geben. Das frage ich mich bis heute.
Wenn ich das angesprochen habe, meinte er eigentlich immer, dass es einfach Stress ist. Stress auf der Arbeit, Stress allgemein oder dass Beziehungen einfach noch neu für ihn sind. Ich habe ihm das geglaubt, weil ich ihn geliebt habe und ihm vertrauen wollte.
Nur wurden genau da unsere Gespräche irgendwann schwierig. Immer wenn ich etwas angesprochen habe, hatte ich das Gefühl, dass er es sofort als Kritik an seiner Person verstanden hat. Dann ging es am Ende gar nicht mehr um das eigentliche Thema, sondern nur noch darum, wie wir gerade miteinander reden. Ich hatte das Gefühl, nicht wirklich gehört zu werden, und er hatte das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Was mich zusätzlich frustriert hat war, dass ich nie wusste, was er eigentlich brauchte. Ich habe ihn so oft gefragt, womit ich ihn glücklich machen kann oder ob es irgendetwas gibt, was er sich von mir wünscht. Seine Antwort war fast immer: “Ich weiß nicht.” Oder: “Ich hab eigentlich keine Ansprüche.” Oder: “Darüber hab ich ehrlich gesagt noch nie nachgedacht.” Er meinte oft, dass er einfach glücklich sei und nichts brauche.
Eigentlich klingt das nach etwas Schönem. Für mich war es aber irgendwann unglaublich frustrierend, weil ich das Gefühl hatte, ich bin die Einzige, die überhaupt darüber nachdenkt, wie wir unsere Beziehung besser machen können. Ich hätte mir manchmal einfach gewünscht, dass auch mal etwas von ihm kommt. Nicht unbedingt Kritik an mir, sondern einfach Gedanken darüber, was er sich wünscht, was ihm fehlt oder was ihn glücklich macht.
Irgendwann hat sich dann auch unser Sexleben verändert. Aber eigentlich ging es mir nie nur um Sex. Mir hat einfach dieses Gefühl gefehlt, begehrt zu werden. Dass mein Partner mich wirklich will. Irgendwann lagen wir abends einfach nur nebeneinander, haben YouTube geschaut und sind schlafen gegangen. Gerade wenn man sich vorher zwei oder drei Wochen nicht gesehen hat, hat mich das einfach traurig gemacht.
Natürlich habe ich ihn darauf angesprochen. Ich habe auch gefragt, ob er mich überhaupt noch attraktiv findet. Er hat immer gesagt, dass das überhaupt nicht das Problem ist. Es sei einfach Stress. Arbeit, Alltag, dadurch keine Libido mehr. Er wollte mehr Sport machen, den Stress abbauen und meinte, das wird schon wieder. Also habe ich versucht ihm zu glauben und das Thema einfach mal ruhen zu lassen.
Dann kam aber das Wochenende, an dem für mich irgendwie alles gekippt ist.
Ich war nach der langen Bahnfahrt total fertig und wir lagen einfach auf dem Sofa und haben eine Serie geschaut. Ich wäre komplett okay damit gewesen, einfach schlafen zu gehen. Stattdessen hat er angefangen. Er hat mit mir geflirtet, gesagt wie attraktiv er mich findet und wir haben miteinander geschlafen. Ich hab überhaupt nichts initiiert, ich hab mich einfach gefreut weil ich dachte: “Okay… vielleicht wird’s gerade wieder besser.”
Er ist an dem Abend nicht gekommen. Das war für mich überhaupt kein Problem. Ich hab ihn danach nur gefragt ob alles okay ist, weil das vorher nie passiert war. Er hat gelächelt, mich geküsst und gesagt, er sei einfach müde von der Arbeit.
Am nächsten Tag kamen wir irgendwie wieder auf das Thema und dann sagte er plötzlich: “Ich hatte gestern eigentlich auch keine Lust. Ich hab das dir zuliebe gemacht. Was denkst du denn warum ich nicht gekommen bin?”
Das hat mich komplett getroffen.
Nicht weil er keine Lust hatte. Wäre er am Abend ehrlich gewesen und hätte einfach gesagt “Ich bin zu müde”, wäre das völlig okay gewesen.
Was so weh getan hat war, dass er es angefangen hat. Ich hab ihn danach sogar gefragt ob alles okay ist und er hat mir versichert, dass alles gut ist. Und einen Tag später hatte ich plötzlich das Gefühl, als wäre ich schuld daran gewesen, obwohl ich ihn nie zu irgendwas gedrängt habe.
Ab da ist irgendwie alles gekippt.
Plötzlich meinte er ständig, sein Kopf sagt ihm wir sollten Schluss machen, sein Herz will das aber nicht. Er liebt mich, ich sei seine Traumfrau, aber er könne mir einfach nicht geben was ich brauche. Ich saß fast zwei Tage bei ihm und hab ihm eigentlich nur dabei zugehört, wie er zwischen “Ich liebe dich” und “Vielleicht sollten wir uns trennen” hin und her gewechselt ist. Jedes Mal wenn ich irgendwann gesagt hab “Okay… dann fahr ich jetzt nach Hause”, wollte er plötzlich doch wieder dass ich bleibe.
Diese zwei Tage haben mich einfach komplett fertig gemacht. Ich hab nur noch versucht Lösungen zu finden und mir gleichzeitig die Schuld gegeben, dass ich ihn vielleicht mit meinen Bedürfnissen einfach zu sehr unter Druck gesetzt habe.
Nach fast zwei Tagen, in denen ich eigentlich nur der Person, die ich liebe, dabei zugehört habe, wie sie zwischen “Ich will dich” und “Ich glaube, wir sollten Schluss machen” hin und her wechselt, war ich einfach nur noch erschöpft. Irgendwann hab ich gesagt, dass ich erstmal nach Hause fahre und ihm ein bisschen Raum gebe. In dem Moment wollte er das plötzlich wieder nicht. Er meinte, er will auf keinen Fall No Contact, er liebt mich, er will das hinkriegen und einfach nur aus diesem negativen Kopfkino raus. Also bin ich nach Hause gefahren und hatte ehrlich gesagt wieder Hoffnung.
Ein paar Tage später hatte ich Geburtstag. Eigentlich war schon lange geplant, dass er kommt. Erst wusste er plötzlich nicht mehr, ob er überhaupt kommen will. Dann hat er doch ein Ticket gebucht. Und an meinem Geburtstag bin ich morgens aufgewacht und hatte Nachrichten von ihm, dass er eigentlich gar keine Lust hat zu kommen und ich damit rechnen muss, dass er schlechte Laune haben wird.
Ich hab an meinem Geburtstag stundenlang geweint.
Irgendwann hab ich sogar gesagt, dass er lieber gar nicht kommen soll. Nicht weil ich sauer war, sondern weil ich nicht wollte, dass die Person, die ich am meisten dabeihaben wollte, das Gefühl hat, sie müsste sich dazu zwingen.
Am Ende ist er trotzdem gekommen. Er hat mir Blumen mitgebracht und ein Geschenk und sich entschuldigt, dass er seinen Stress so an mir ausgelassen hat. Wir hatten tatsächlich einen schönen Geburtstag und sind danach auch noch auf den kleinen Städtetrip gefahren, den wir geplant hatten. Für einen Moment dachte ich wirklich, wir hätten das Schlimmste hinter uns.
Seine Kommunikation wurde danach tatsächlich besser. Er war geduldiger, wir hatten richtig schöne Gespräche und er hat oft gesagt, dass er mich wieder wie eine Prinzessin behandeln will. Ich hab ihm auch gesagt, wie stolz ich darauf bin und dass ich wirklich merke, dass er sich Mühe gibt.
Nur kam dieses Gefühl, wirklich gewollt zu werden, trotzdem nicht zurück. Die Romantik war irgendwie immer noch weg und ich hatte immer öfter das Gefühl, dass Zärtlichkeit etwas war, woran er sich erinnern musste und nichts, was einfach von alleine passiert ist. Außerdem waren diese Ereignisse (Diese Lüge mit dem Sex, seine Unsicherheit mit der Beziehung und mein Geburtstag) alle innerhalb einer Woche. Ich war danach einfach verletzt. Irgendwas in mir ist gebrochen und es fiel mir schwer zu glauben, wenn er mir Liebe gegeben hat. Es fiel mir so schwer nicht alles zu hinterfragen und meinte zu ihm ich brauche ein bisschen Zeit und konsistentes Verhalten damit ich mich wieder fallen lassen kann. Er hat das total verstanden. Also ich war in den Wochen danach nicht die einfachste, ich war besorgt, ängstlich und verletzt aber ich hab mich nicht emotional zurückgezogen. Ich war einfach vorsichtig. Ich war trotzdem so glücklich über seine Liebe und war genauso viel im Kontakt mit ihm wie zuvor. Er hatte nur das Gefühl dass er sich jetzt „beweisen muss“. Vielleicht hätte ich da mehr „chillen“ sollen.
Etwa zwei Wochen nach meinem Geburtstag habe ich dann wieder gemerkt, dass irgendetwas anders ist. Er hatte mehrere Tage hintereinander einfach kaum Energie. Ich hab ihn gefragt, ob alles okay ist, weil ich einfach gemerkt habe, dass seine Stimmung anders war. Er meinte jedes Mal nur, dass er einfach einen Low-Energy-Tag hat und ich nicht so viel hineininterpretieren soll. Er hat mir gesagt, dass alles okay ist, dass er mich liebt und ich mir keine Sorgen machen soll.
Das Problem war nur, dass das in unserer Beziehung schon öfter passiert war. Ich hatte öfter das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, habe nachgefragt, er meinte, alles sei okay und ein paar Tage später kam dann doch raus, dass ihn schon länger etwas beschäftigt hat. Dadurch konnte ich seinen Worten irgendwann einfach nicht mehr richtig vertrauen. Nicht weil ich dachte, dass er mich bewusst anlügt, sondern weil ich irgendwann nie wusste, ob wirklich alles okay ist oder ob er einen Konflikt einfach wieder vermeidet. Das hat mein Nervensystem komplett verrückt gemacht.
Ein paar Tage später hat er dann plötzlich gesagt, dass ihn das ganze Thema mit dem Sex einfach nicht mehr loslässt. Dabei hatten wir schon länger gar nicht mehr darüber gesprochen, weil ich ihm bewusst den Druck nehmen wollte. Dann meinte er, dass ihm klar geworden ist, dass er sich eigentlich wohl damit fühlt, keinen Sex zu haben. Nicht weil er mich nicht attraktiv findet, sondern weil ihm das einfach gerade nicht fehlt. Er wusste aber auch, dass ich etwas anderes brauche.
Ich hab trotzdem noch versucht, irgendeine Lösung zu finden. Einfach Zeit geben, gar nicht mehr darüber reden, Druck komplett rausnehmen. Aber er meinte nur, dass er nicht glaubt, dass sich daran noch etwas ändern wird.
Am nächsten Morgen hat er mich weinend angerufen und Schluss gemacht.
Er hat nie gesagt, dass ich zu viel verlange. Im Gegenteil. Er meinte sogar, das was ich brauche wäre völlig normal. Er hat selbst gesagt, das sei das Bare Minimum und ich hätte jedes Recht, das zu erwarten. Er könne es mir einfach nicht geben.
Er meinte, er hätte in der Beziehung gemerkt, dass er gerade eigentlich gar keine Beziehung will. Dass Beziehungen ihn viel mehr Kraft kosten, als er gedacht hat. Dass er die ruhigen Momente zwar geliebt hat, aber sobald Konflikte aufkamen oder er an sich arbeiten musste, hat ihn das komplett ausgelaugt. Er wollte wieder zurück in seinen Alltag, zurück zu sich selbst und nicht ständig das Gefühl haben, jemandem nicht gerecht zu werden. Er wollte auch nicht, dass ich auf meine Bedürfnisse verzichte. Er meinte, ich verdiene jemanden, der mir das alles geben kann, ohne dass es sich wie eine Aufgabe anfühlt.
Und genau das macht mich bis heute so fertig.
Ein Teil von mir denkt, wir waren einfach nicht kompatibel. Dass ich mehr Romantik, Leidenschaft und dieses Gefühl gebraucht habe, wirklich gewollt zu werden, während er einfach glücklich war, wenn man zusammen war und wusste, dass man sich liebt.
Der andere Teil denkt aber, dass meine Verlustangst immer größer geworden ist, weil ich mich immer weniger gewollt gefühlt habe. Dadurch habe ich immer mehr Sicherheit gesucht, immer mehr Dinge angesprochen und ihn am Ende vielleicht einfach komplett überfordert.
Ich weiß einfach nicht, was davon stimmt.
Ich vermisse ihn jeden Tag. Ich bin nicht wütend auf ihn und ich glaube wirklich nicht, dass er ein schlechter Mensch ist. Ich glaube ihm sogar, dass er am Ende einfach keine Kraft mehr hatte.
Ich weiß nur bis heute nicht, ob ich eine schöne Beziehung durch meine Ängste kaputt gemacht habe oder ob mein Bauchgefühl die ganze Zeit versucht hat, mir zu sagen, dass ich mich in dieser Beziehung einfach nicht mehr geliebt und gewollt gefühlt habe.
Falls ihr bis hier gelesen habt, danke. ❤ Ich würde mich einfach über ehrliche Meinungen freuen. Ganz egal, ob ihr denkt, dass ich zu viel erwartet habe oder ob ihr eher das Gefühl habt, dass wir einfach unterschiedliche Bedürfnisse hatten.