Georgie
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hatte hier schonmal ein Thema erstellt, war aber wahrscheinlich zu lang...
Meine Trennung ist jetzt ca. 2 1/2 Monate her.
Zum Zeitpunkt der Trennung habe ich mir selbst versprochen, dass "ich mich nicht hängen lassen will". Das hat bisher gut geklappt, dachte ich. Ich hab mich abgelenkt, hatte viele Weihnachtsvorbereitungen, bin mit mit Freundinnen weggegangen, etc. Alles nicht zu exzessiv, immer nur soweit, wie ich Lust hatte.
Erst jetzt, über die Feiertage und mit ganz viel Zeit zum Nachdenken, ist mir bewusst geworden, dass ich damit gar nix erreicht hab. Ich habe meine Gefühle einfach nur aufgeschoben.
Erst jetzt bricht das Ganze aus mir heraus. Ich fühl mich momentan einfach nur traurig und bin ich sehr weinerlich. Da kommt es schon mal vor, dass einfach nur das "falsche" Lied im Radio läuft und ich heule. Letzte Woche wollte ich mal Fotos vom letzten Jahr sortieren - ich konnte es nicht. Der Schmerz war zu groß.
Es tut einfach nur weh. Ich bin die ganze Zeit traurig. Nachts surfe ich im Internet, weil ich nicht schlafen kann. Morgens wache ich schon sehr früh auf, obwohl ich so spät erst ins Bett gegangen bin. Mir ist schlecht, wenn ich morgens aufstehe und Hunger habe ich auch keinen richtigen.
Es ist nicht so, dass ich jetzt auf einmal nichts mehr für mich tue. Ich war z. B. am Freitag im Kino und gestern Abend bei ner Freundin. Aber das mildert meinen momentanen Schmerz nur minimal und auch nur punktuell. Eine gewisse Grundtraurigkeit ist immer da.
Manchmal hab ich das Gefühl, es schnürt mir den Atem ab. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal richtig tief durchgeatmet habe.
Ich kann nicht mal wütend auf meinen EX sein. Dass würde es mir sicherlich erleichtern, aber meine Vernunft verbietet es mir.
Als Trennungsgrund hat er die Entfernung angegeben (war eine Fernbeziehung). Er hat aber auch angedeutet, dass er erstmal noch leben will. Um das nicht falsch zu verstehen: Ich selbst habe es auch an ihm bemerkt. Ich hatte nicht nur dass Gefühl, dass er noch nicht richtig angekommen ist im Leben, sondern dass er noch gar nicht weiß, in welche Richtung er will.
Ich verstehe es, denn ich habe es bei ihm ja auch gespürt. Aber es tut so weh.
Ich freue mich sogar schon auf Montag, wenn ich wieder auf Arbeit gehe und was zu tun hab. Und mich so etwas ablenken kann...
LG
Georgie

