citty
Gast
ich bin neu hier, war schon stille begeisterte Mitleserin und muss jetzt was loswerden, weil ich mich sehr verzweifelt fühle..
Mein Exfreund und ich sind seit knapp 14 Tagen auseinander.. Wir waren 10 Monate zusammen, haben uns nahezu jeden Tag gesehen, wohnen nicht weit auseinander.. die letzten Wo waren eine Folter, da er sich immer mehr zurückzog, ich mich äußerst gekränkt fühlte und er spürbar nicht mehr hinter mir stand.. und da fängt mein Hauptproblem an: Ich verfalle gerade in rasende Panik und Angst, weil ich von ihm fallengelassen wurde! Fühle mich wertlos und minderwertig und habe grade das eigenartige Gefühl, von meinem Charakter und den guten Seiten an mir ist nichts mehr übrig, ich bin fast nur noch von diesen dunklen Gedanken beherrscht.
Ich war wegen mittelgradig schweren Depressionen in Behandlung (Kurzzeittherapie) letztes Jahr, das hat leider nicht viel geholfen. Ich habe seit der späten Pubertät eine eigenartige Einsamkeitsproblematik, ich fühl mich mich einfach zu oft unverstanden und isoliert - auch wenn ich es vielleicht nicht bin. Das geht jetzt schon seit gut 7 Jahren so! Mal wird es besser, mal schlechter, so wie jetzt. Die meisten merken davon nichts. Ich habe die "Gabe" selbst in aufgewühlten Gefühlsschwankungen irgendwie noch rational zu bleiben und mit klarer Stimme zu reden bzw. mit klaren Worten zu schreiben. Ich kann nicht weinen vor anderen; in der Therapie weinte ich auch kein einziges Mal, gleich wie viel mir hochkam.
Die schlimmsten psychosomatischen Reaktionen habe ich glücklicherweise schon etwas verarbeitet: Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust (kämpfe grade mit etwas Schoki dagegen an
Mein Problem ist, dass ich das Gefühl mich auf zwei Baustellen zu bewegen: Die Trennung, dieser furchtbare Verlust eines von mir immer noch sehr geliebten Menschen, es fällt mir wahnsinnig schwer, die Gründe für die Trennung, die mir nicht wirklich ersichtlich sind, auch nur einigermaßen zu akzeptieren und loszulassen. Ich will mich wieder geborgen und aufgefangen fühlen. Es ist das erste Mal, dass es mir mit einer Trennung so geht. Der zweite Punkt ist, dass ich merke, dass in mir eine Angst hochkriecht, die ich bis dato noch nicht kannte. Kurz nach seinem Schlussmachen habe ich in meiner Wohnung so etwas wie eine Panikattacke bekommen, zum ersten Mal, ich habe furchtbar geweint, konnte nicht mehr aufhören. Plötzlich hat mir die Luft zum atmen gefehlt, ich habe hyperventiliert und mein Puls schoss in die Höhe. Ich dachte, mir zieht es den Boden unter den Füßen weg. Da ich medizinisch geschult bin, wusste ich, dass mir nichts fehlt, mein Herz in Ordnung ist usw. Ich guckte im Internet nach einer Seelsorge Hotline, entschied mich aber zur Hausärztin zu gehen, da beruhigte sich die "Attacke" oder was das war einigermaßen. Trotzdem merke ich, dass mit mir etwas nicht stimmt. Langsam kommen auch keine Tränen mehr, sondern eher das dumpfe Gefühl der Angst vor der Zukunft bzw. den kommenden Monaten. Ich wohne sehr zentral, und die Chance nicht auf ihn zu treffen, ist gering. Konnte kaum mehr meine Wohnung betreten, weil ich sie so sehr mit ihm verbinde (habe aber alles offensichtliche von ihm schon weggeräumt und möchte die Wohnung auch noch umstylen mit Hilfe von Freunden oder Familie). Derzeit bin ich bei meinen Eltern in meiner Heimatstadt und obwohl ich in "Sicherheit" bin, macht mich nur der Gedanke an ein eventuelles Aufeinandertreffen mit ihm RASEND. Wenn ich ihm Moment nur daran denke, zurückzufahren, schnürt es mir die Luft ab! Ich krieg Panik bei dem Gedanken dass dann irgendwann seine Schlüssel wieder auf dem Tisch liegen, endgültig.
Ich hoffe ich habe nicht zur durcheinander geschrieben und es gehört hier überhaupt hin. Weiß nicht, ob ein zweiter Therapieversuch von Nöten wäre? Hatte schon beim ersten Mal das Problem, dass ich mich schuldig gefühlt habe und dachte ich nehme jemand anderem den Platz weg, auch wenns mir schlecht ging. Das hat die Therapie auch behindert, denk ich. Oder soll ich jetzt erstmal abwarten?
Freue mich über jede Art von Antwort.

(Vielleicht kann mir jemand einen virtuellen A..tritt geben, dass ich die Hoffnung auf Ihn verliere bzw. weiter abbauen kann, denn mein Kopf weiß es ja zumindest einigermaßen 