Aviva
Gast
ich.30. habe seit der Pubertät Depressionen. Bin medikamentös eingestellt und mache auch seit Januar die zweite Psychotherapie. Mein Freund tut mir sehr leid und fühle mich schlecht, dass ich so eine Freundin für ihn bin. Ich habe oft Gefühlsschwankungen, fühle mich oft sch. und schlafe viel, täglich so fast 12 Stunden. Abends 9-10 Std, mittags fühl ich mich k.o. dann da auch noch mal 2 Stunden um mich zu erholen. Studiere derzeit noch, bin bald fertig, und habe Probleme mit normalen Dingen zurecht zu kommen wie Haushalt. Der Kleiderberg stapelt monatelang sich und der Müll fängt auch oft an zu riechen weil ich zu faul bin den runter zu bringen. Wir wohnen zusammen, er bekommt das alles mit. Es tut mir leid, dass ich keine bessere Freundin bin für ihn bzw. normal aber alles kostet mich so viel Kraft. ich bin froh wenn ich meine Prüfungen ordentlich meistere und ab und ab Sport mache damit ich nicht komplett fett werde und mich gehen lasse. Das Problem ist, dass mein Freund normal 40 Stunden arbeitet, jeden Tag einen Anfahrtweg von 1,5 Stunden hat (also pro Weg 45 Min) und selbst total geschafft ist vom Job und die Haushaltssachen ungern und selten macht. Er räumt die Sachen auch nie weg, es stört ihn nicht, mich aber schon. Er räumt nur auf, wenn mal ganz selten jemand zu Besuch kommt. Dann ist alles blitz und blank sauber, aber meistens vermeidet er es dass jemand zu Besuch kommt. Meine Depression gepaart mit seinem Stress auf der Arbeit lässt unsere Wohnung wie ne Mülldeponie aussehen. Einfache normale Sachen für andere Menschen strengt uns beide so an. Ausserdem hat er einen Hund. Da ich im Fernstudium bin, und keine Anwesenheitspflicht besthet, kann ich morgens ausschlafen und habe ihm angeboten mit dem Hund zu gehen, dann muss er sich morgens in der früh nicht hetzen und wir können noch ein wenig kuscheln. Irgendwie hab ich ein schlechtes Gewissen so lange im Bett liegen bleiben zu dürfen. Der Hund ist eigentlich ganz lieb, trotzdem finde ich ihn nervig und als Zusatzaufgabe zu den ohnehin vielen To Dos die man so im Leben hat. Manchmal raffe ich nicht auf um mit ihm Gassi zu gehen und er pinkelt in die Wohnung. Verständlich dass er es irgendwann nicht mehr aushält aber in dem Moment könnt ich dieses Tier schlagen. Manchmal nehme ich ihm sein Wassernapf weg damit er nicht so viel trinkt. Ich weiß dass das nicht ok ist.
Ich versuche eine bessere Freundin für ihn zu sein, weil ich mich selbst ankotze, aber das geht leider nicht so schnell. er ist ein sehr lieber und wundervoller Mann.
Wir wollen uns eine Haushaltshilfe holen damit wir einen Belastungsfaktor weniger haben.