Wolfstanz
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also zunächstmal solltest du ihr sachlich und möglichst neutral sagen, dass du sie ein stück weit verstehen kannst, aber dass dich einige dinge traurig machen.
sage ihr, dass dich die dominante präsenz ihrer familie sehr belastet und du dir immer ungestörte zeit mit ihr gewünscht hast, aber sage ihr auch, das das etwas ganz anderes bedeutet, als etwas gegen ihre familie zu haben. wichtig ist dir, dass sie dich darin versteht. das bedeutet noch nicht lösung und suche nach lösung, es bedeutet nur 'ich sehe dich'
so ähnlich wie im film avatar die ja nicht 'ich liebe dich' sagten, sondern 'ich sehe dich', meint also auch 'ich nehme dich wahr, ich nehme dich ernst, ich nehme dich wichtig'
du solltest ihr auch sagen, das es dich traurig macht, dass sie einer fremden person, auch wenn dies eine freundin ist, soviel macht gibt, über ihre beziehung zu entscheiden, statt diese entscheidung in ihrem eigenen herzen zu suchen und zu finden.
und wenn sie dir sagt, dass du das hättest sagen sollen, ja, du kannst ihr ruhig zustimmen, das manches nicht kommuniziert wurde, als es vielleicht sinnvoll war. das heißt aber nicht, das es keine belastung war und es ist dir wichtig, das ihr nun darüber sprechen könnt!
sage ihr auch, dass es dich traurig macht, dass jetzt so eine aufzählerei betrieben wird, was du getan hast oder was nicht.
indem du es ihr so mitteilst, machst du das nicht zu vorwürfen, denn das scheint ja eine besondere thematik bei euch oder bei ihr zu sein. diese vorwerferei führt aber wohl nur dazu, dass ihr euch in einem kreis dreht, indem jeder dem anderen mit einer keule hinterherrennt und jeder abwechselnd nach dem anderen schlägt.
so findet man aber keine lösungen, sondern nur lauter erschlagene.
traurig macht dich, dass sie gegangen ist. sage ihr, dass du sie nach wie vor liebst und du die beziehung nicht beendet hättest.
du kannst ihr auch sagen, dass du gerne bereit wärest, die beziehung weiterzuführen und gemeinsam einen weg zu suchen und zu finden.
vielleicht ist auch wichtig den begriff 'gemeinsam' zu definieren.
für mich zum beispiel bedeutet gemeinsam soviel wie gleichwertig, sich auf einer ebene begegnen, sich wertschätzen, sich ernst nehmen...
versuche dich auf so ein gespräch vorzubereiten, damit du leichter bei der sachlichkeit bleiben kannst. eventuell könntest du das auch in einen brief schreiben, obwohl ich grundsätzlich eher ein freund der persönlichen Begegnung bin.