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Hätte ich doch noch die Ehe retten können?

S

Sonnenschein_n
Gast

Hallo. Ich habe lange nicht mehr hier selbst rein geschrieben und viele viele Beiträge durchgelesen.

Momentan habe ich wieder ein Tief. Wir wohnen mittlerweile getrennt, verstehen uns gut und machen als Eltern einen guten Job.

Jetzt waren die Kinder das erste Mal für eine ganze Woche beim Papa. Und generell an den Wochenenden unternimmt er super viel. Macht richtig viele Ausflüge etc. und jetzt waren die auch für mehrere Tage im Urlaub gewesen. Ich freue mich total für meine Kinder. Aber ein bisschen Wehmut habe ich dennoch. Wenn man meinen 1. Beitrag hier durchliest, dann weiß man, dass er während der Ehe keine Lust hatte auf Urlaub, Ausflüge etc.

Ich projektiere es automatisch auf mich und frage mich, ob ich wirklich alles falsch gemacht habe und ich tatsächlich der Grund für unsere Trennung bin. Was hätte ich alles besser machen können und all das. Wenn wir während unserer Ehe auch diese Urlaube und Ausflüge gemacht hätte, wäre es meiner Ansicht nach zumindest ein Thema weniger gewesen worüber wir gestritten/diskutiert hätten und wir uns sicher auch wieder näher gekommen wären anstatt nebeneinander her zu leben. Aber vielleicht sehe ich das auch falsch. Aber er sagte immer wieder, mit Kindern in den Urlaub zu fahren sei für ihn keine Entspannung. Mit mir alleine wäre er gefahren. Aber das wollte ich ja wiederum nicht weil er nicht mit uns als Familie fahren wollte. Deshalb, vielleicht bin ich wirklich das Problem. Aber mein Mutterherz konnte es einfach nicht, mit ihm alleine die Welt bereisen und die Kinder so komplett außen vor lassen. Ich hätte es gemacht, wenn wir wenigstens auch zwischendurch gemeinsam was gemacht hätten.

Also ja ich weiß nicht wieso ich mich grad so mies fühle aber es tut gut es hier zu teilen.

Schönen Abend euch.

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Catalina
Zitat von Sonnenschein_n:
Ich projektiere es automatisch auf mich und frage mich, ob ich wirklich alles falsch gemacht habe und ich tatsächlich der Grund für unsere Trennung bin.

Ich habe gerade mal deine vorherigen Themen quergelesen und sage dir Nein, es ist nicht deine Schuld, dass eure Ehe gescheitert ist. Dein Ex ist ein Egoist vom Allerfeinsten, einer dem niemals nicht etwas gut genug ist und der sich einen Dreck um dich und deine Gefühle und Bedürfnisse schert.
Zitat von Sonnenschein_n:
Wenn wir während unserer Ehe auch diese Urlaube und Ausflüge gemacht hätte, wäre es meiner Ansicht nach zumindest ein Thema weniger gewesen worüber wir gestritten/diskutiert hätten und wir uns sicher auch wieder näher gekommen wären anstatt nebeneinander her zu leben.

Du hast in deinem ersten Thema geschrieben, dass er auf alles, was mit den Kindern zu tun hatte, keinen Bock hatte und das zum größten Teil dir überlassen hat. Stattdessen ging er lieber Shisha rauchen und zocken. Da dachte ich beim Lesen "sie sollte mal ein paar Tage verschwinden, damit er sich mal um die Kinder kümmern muss." Jetzt ist er in seiner Papazeit auf sich alleine gestellt und macht zum Glück immerhin jetzt schöne Dinge mit ihnen.

x 5 #2


A


Hätte ich doch noch die Ehe retten können?

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W
Zitat von Sonnenschein_n:
Deshalb, vielleicht bin ich wirklich das Problem.

Nein, das Problem bist nicht Du.
Kein Mensch IST ein Problem.
Sondern zwischen Menschen entstehen, ganz natürlich, unterschiedliche Dynamiken, und die können dann zum Problem werden bzw. werden oft auch einfach zum Problem gemacht.
Du hattest natürlich die Mutterbindung zu Deinen Kindern und wolltest daher nicht ohne sie in den Urlaub fahren. Völlig verständlich.
Deine Ex hatte - offenbar, ich kann ja auch nur spekulieren - die stärke Beziehung zu Dir oder hat sich meinetwegen erhofft, Ihr könnt Euch ohne die Kinder wieder mal ungestört "austoben".
Nun war er allein mit den Kindern unterwegs, und das sind natürlich ganz andere Voraussetzungen. Da konnte er ganz Papa sein. Während er bei einem Urlaub mit Dir (vielleicht) ganz Liebhaber sein wollte (und da hätten die Kinder gestört.)
Es ist ja auch durchaus nicht so einfach, heutzutage alle Rollen, die man so spielen soll, unter einen Hut zu bringen - oder eigentlicher, alle Möglichkeiten, die man hat und die das Leben bietet, in ein Gesamtpaket zu bringen, weil sich manches ja geradezu krass widerspricht, und eben deshalb ergibt sich dann im positiven Fall so eine Art Mittelding, wo halt nichts mehr unbedingt kocht, aber doch noch irgendwie lauwarm ist.
Ich meine, wenn man für jemanden da ist, als in dem Fall dem Partner, weil er schwer krank ist und meintewege der Pflege bedarf, dann wird es nicht möglich sein, heiße Nächte mit ihm anzustreben.
Es hat bei uns in Ö mal einen Fall gegeben, da ist etwas in der Art passiert. Der Mann hatte einen Unfall (oder eine Hirnblutung, ich kann das nicht beschwören) und ist ins Wachkoma gefallen. Seine Frau hat alles für ihn getan, ihn auch nach Hause genommen und gepflegt. Nach Jahren (die war damals so 40) hat sie einen anderen Mann kennengelernt, beide haben sich offenbar auch gemeinsam überlegt, wie sie diese Situation bewältigen können, ist auch nur Gutes dabei herausgekommen, also dass sich beide um den Patienten kümmern und eben eine Beziehung haben.
Und darüber ist dann mal ein Bericht im TV gebracht worden. Na mehr hat es nicht gebraucht! Was für eine Sch... kann man sein, dass man seinen behinderten Mann nicht nur betrügt, sondern das im eigenen Haus. Und wie geht das überhaupt - verheiratet sein und mit einen anderen Mann zu vö... Absolut unmoralisch so etwas. Usw. (Natürlich gab es auch positive, bewundernde Reaktionen.)
Aber wenn ich so etwas höre, dann frage ich mich nicht nur, ob ich im falschen Film bin, sondern ob das Innerste des Irrenhauses es aufs Zelluloid geschaft hat.

Aber entschuldige bitte, ich bin von Deinem Thema da nun ins weitere Erzählen geraten.
Aber im Kern ist es immer dasselbe: Man soll, sozusagen auf engstem Raum, alles nur Mögliche in einen einzigen Lebensraum zusammenbringen. Und das geht schlicht und einfach nicht, will man es wahrhaben oder nicht.
Deine Instikte und Motive sind andere als die Deines Mannes es waren. Du bist also kein Problem, sondern ein Mensch, der seine eigenen Anlagen hat. Ebenso wie Dein Mann.
Man sollte, generell, einmal davon wegkommen, immer irgendo eine Schuld zu sehen und festmachen zu wollen. Es gibt Ursachen, ja, aber die liegen außerhalb jeder Moral oder "Fehlerhaftigkeit".

x 2 #3


alleswirdbesser
Ich schätze dieses anfängliche Aktionismus wird sich nach einer gewissen Zeit legen und er ist wieder ganz er.

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Violettsloth
@Sonnenschein_n
Du solltest dir deinen ersten Beitrag auch nochmal durchlesen und dich fragen, ob man das, was du mit dem Mann hattest, wirklich Ehe und Familie nennen konnte? Er hat immer nur seine Bedürfnisse gesehen, war selbst bei einem Todesfall nicht mal für dich da, sondern hat seinem Freund den Vorzug gegeben. Das ganze liest sich wirklich unschön. Nein, du hast ganz und gar nichts verloren, sei froh, dass er weg ist.
Er unternimmt zwar jetzt was mit den Kindern, was vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass er sie nicht mehr täglich um sich hat. Die restliche Zeit kann er ja bei seinem Freund hocken. Freu dich für deine Kinder, dass er ihnen zumindest augenblicklich ein guter Vater zu sein scheint und sich kümmert. Aber für ein richtiges Familienleben mit Verantwortung ist er nicht geeignet.

x 4 #5


Laetitia2024
@Sonnenschein_n Ich denke, dass er und seine Sicht auf Familie/und ein Leben mit Kindern das Problem war und nicht du. Dass du als Mutter nicht gerne ohne deine Kinder in den Urlaub fährst, ist nachvollziehbar. Als Familie fährt man zusammen, finde ich. Die Kinder hätten sich sonst ausgeschlossen gefühlt. Welcher Familienvater sagt schon zu seiner Frau "Mit dir allein fahr ich in den Urlaub, aber nicht mit den Kindern zusammen"? Das ist eine ziemlich merkwürdige/ungesunde Einstellung. Ich hätte mich deswegen schon von ihm getrennt. Dass er jetzt doch mit den Kindern Ausflüge macht und verreist, liegt vielleicht auch daran, dass er nun der alleinverantwortliche Elternteil ist, als Teilzeitvater. Vielleicht hat er an deiner Seite einfach nicht in seine Rolle als Vater hineingefunden, da möglicherweise auch unterschiedliche Erziehungsstile und verschiedene Wünsche bzgl. der Freizeitaktivitäten ursächlich waren.

x 1 #6


Cagy
Hallo Sonnenschein,
ich bin 2010 nach 19 jähriger Ehe geschieden worden. Mein Exmann ist damals auch (Kinder 10 und 6 Jahre alt) zum begnadeten Hobbypädagogen mutiert.
Während der Ehe hat er sich einen schei.....um die Kinder gekümmert.Für ihn war auch seine Freizeit und persönliche Bedürfnisse wichtiger.
Geb dem Ganzen nicht soviel Wert.....das legt sich alles ziemlich schnell wieder.
Alles Gute dir.

x 3 #7


M
Zitat von Sonnenschein_n:
Ich projektiere es automatisch auf mich und frage mich, ob ich wirklich alles falsch gemacht habe und ich tatsächlich der Grund für unsere Trennung bin.

An einer Trennung haben immer beide ihren Anteil, nie nur einer. Ausgenommen Gewaltanwendungen.


Zitat von Sonnenschein_n:
Was hätte ich alles besser machen können und all das. Wenn wir während unserer Ehe auch diese Urlaube und Ausflüge gemacht hätte, wäre es meiner Ansicht nach zumindest ein Thema weniger gewesen worüber wir gestritten/diskutiert hätten und wir uns sicher auch wieder näher gekommen wären anstatt nebeneinander her zu leben.

Das sind hypothetische Annahmen. Vielleicht hättet Ihr dann andere Streitthemen "gefunden". Und das Thema Ausflüge ist zu marginal, um über den Fortbestand einer Beziehung zu entscheiden. Das ist doch lachhaft. Hätten wir mehr Ausflüge gemacht, dann ...
Du suchst scheinbar Gründe, um Dich selbst zu geißeln.
Klar hättet Ihr etwas besser machen können, aber das muss von beiden ausgehen. Wenn nur einer was ändern will, scheitert er am Stillstand des Anderen.


Zitat von Sonnenschein_n:

Aber er sagte immer wieder, mit Kindern in den Urlaub zu fahren sei für ihn keine Entspannung. Mit mir alleine wäre er gefahren.

Verständlich. Kinder sind nun mal stressig und schmälern den Erholungseffekt. Das liegt in der Natur der Sache. Dein Wunsch war ein anderer als seiner. Du der Familientyp, er nicht. Das passt nun mal nicht so zusammen.


Zitat von Sonnenschein_n:
Aber mein Mutterherz konnte es einfach nicht, mit ihm alleine die Welt bereisen und die Kinder so komplett außen vor lassen. Ich hätte es gemacht, wenn wir wenigstens auch zwischendurch gemeinsam was gemacht hätten.

Du bist nun mal Mutter und eine Mutter lässt ihre Kinder nicht allein, um mit dem Partner allein in den Urlaub zu fahren. Du hättest es eh nicht genießen können ohne die Kinder, hättest Schuldgefühle gehabt, sie und ihr Schreiben und Toben vermisst. Also, alles richtig gemacht!

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Sretsnovicx
@Laetitia2024 ganz ehrlich ich denke, dass genau die verschiedenen Beziehungsstile und vor allem, das ständige verkrampft sein damals meiner Ehefrau dazu geführt haben, dass eine permanent schlechte Stimmung war. Keine netten Worte, immer alles als Ansage, Aufforderung eigentlich Befehl formuliert. Kein normaler Satz ohne eine Vorhaltung. Kein Gespräch über Themen, die auch mich betrafen. Jede Sorge die ich hatte und mitgeteilt habe, wurde danach 5x schwerer auf den Schultern, da eben die Frau schon so „anti“ „Aggro“ und einer ständigen Vorwurfshaltung, dass man ja so ziemlich alles besser machen könnte/sollte/müsste. Intimität wie sie es ggf. genannt haben könnte, war wenn dann schnell schnell, bloß keine Regungen zeigen, kein Küssen, keinerlei leidenschaft. Gefühl als ob man gerade sich für die „Vergewaltigung“ der eigenen Frau schämen müsste. Und wenn selbst das ausbleibt und somit nicht mal mehr körperliche Nähe genutzt wird um Bindungshormone zu produzieren, selbst Druck abzubauen und mal loszulassen im
Alltag, wird es schwer, unbeschwert und locker mit den Kids zu spielen, wenn man selbst erst quasi in der zu Bett geh Zeit von der Arbeit kommt und die gestresste Ehefrau einem die Kinder an der Eingangstür quasi zuschubst mit den Worten jetzt bist du mal dran, du machst ja sonst nie was, bla bla bla. Gern noch
vor den Kindern, Papa den seelischen Mülleimer befüllen und als Prellbock für eigene Anstrengungen und Nervthemen des Tages nutzt. Das macht so wahnsinnig viel mit einem. Die Frau entzieht sich und sitzt dann lieber lauernd in hörweite um „Ruhe“ zu haben oder m Nebenzimmer und scrollt insta reels und schaut sich iwelche influencer Disney Familien Selbstdarsteller und wird bei jedem tollen Foto aus Tulum im 5sterne Resort noch frustrierter weil sie es ja nicht so schön hat. Dann noch genervte oder provokante Sprüche aus dem off und man hat eher das Gefühl, dass locker mit den Kindern spielen, eine Art unlösbares Labyrinth ist, welches keinen Ausgang aber diverse Fallen bereithält. Spielt man dann, heißt es „nicht so wild, die Kinder. Müssen gleich ins Bett, hättest ja früher von der Arbeit kommen können…“ klar da bin ich ja freiwillig gern länger?!?! Obwohl bei der Stimmung ist es selbst im Leeren Großraumbüro gemütlicher als „zuhause“ wo man sich gern umgibt und auch gern gesehen wird. Daher kenne ich das Problem mit dem Spiel mal mehr, ebenso.

Auf dem Geburtstag des Kindes verprügelt man ja auch nicht den „Clown“ vor der Party um sich dann zu beschweren, dass der Clown nicht ganz so lustig war mit gebrochener Nase und aufgeplatzter Lippe. Wer hätte das gedacht?!

Diese agressive Stimmung ist mit der Ex gegangen und es war von Tag 1 an deutlich entspannter mit den Kindern als mit Frau. Und wenn man ein Shirt neben der Waschmaschine liegen bleibt bis zum nächsten Morgen, oder auch 2 Kabeln und Teller nicht im Geschirrspüler sofort gelandet sind, war es ihr damals wichtiger sich mit solchen Belanglosigkeiten aufzuhalten (aufzuregen) und oder sich mit letzter Kraft auf Kramp jetzt noch um den letzten Krümel aus der Spüle zu pulen. Kurz mal runterkommen, in den Arm nehmen oder auch mal Kleinigkeiten liegen zu lassen für ein wenig paarzeit? Wo denkt der egoistische faule Mann denn hin. Der kann doch schon den ganzen Tag locker bei der Arbeit sein und sieht ja gar nicht wieviel ich doch mache… ich stell mir immer vor, wie die „bösen“
faulen Männer eine Generation früher als Väter des Jahres gefeiert worden wären. Elternzeit für Väter damals. „Schatz, muss ich am nächsten Tag nach der Geburt auch noch frei nehmen? Und abends ist auch noch Fussballtraining und Babypinkeln, rechne nicht mit mir, werde komplett vollstramm auf der Kegelbahn, im fkk Club oder auf Malle morgen aufwachen. Denke aber spätestens nach ner Woche wollen die anderen ja auch zurück von daher, cu Next week…

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Stella31
Zitat von Sretsnovicx:
ganz ehrlich ich denke, dass genau die verschiedenen Beziehungsstile und vor allem, das ständige verkrampft sein damals meiner Ehefrau dazu geführt haben, dass eine permanent schlechte Stimmung war.

Wieso bombst du in einen alten Thread und erzählst ausschließlich deine Geschichte ohne Zusammenhang zu dem Thread?
Erstell doch gerne dein eigenes Thema.
Nur weil deine Erfahrungen so gewesen sind, hat das mit der TE nichts zu tun und hilft ihr auch nicht.

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