Zitat:Wenn ich ehrlich bin, geht es mir nicht gut.
Ich fühle mich nutzlos und werte mich regelmäßig gedanklich selbst ab "was kannst du überhaupt" "nicht mal einen Job kannst du finden" "deine bloße Existenz war nur ein Unfall und deine Eltern wollten dich eigentlich gar nicht" (das wurde seitens meiner Mutter des Öfteren mir gegenüber kommuniziert und auf die Frage, warum sie die Schwangerschaft mit mir nicht einfach beendet hat, entgegnete sie nur, dass man sowas nicht macht).
Während ich diese Zeilen tippe, weine ich bitterlich.
Was ist den diesen Traumabonding?
Ein Kind verfügt nicht über viel Lebenserfahrung, über viel erlebtes wo es Widerstandsfähigkeit erlernen hätte können.
Ein Kind versteht oft auch nicht die Sprache , sondern liest die Mimik einer Person.
Ein Kind Bezieht, wenn ein Elternteil nicht gut drauf ist , das völlig auf sich. Obwohl es gar keine Schuld hat.
Ein Kind sieht die Eltern als gottähnlich an, der Kühlschrank ist voll also müssen das Götter sein. Sie versorgen es, bekommen große Dinge geschafft ( den Alltag was das Kind ja nicht kennt ) also müssen diese Gott ähnlich sein.
Hat ein Elternteil keine gute Phase , sieht das Kind sich in seiner Existenz gefährdet. Und versucht alles um den Elternteil zu stabilisieren mit den Möglichkeiten was dem Kind in dem Alter und dem Wissen zur Verfügung steht. ( ein gutes Beispiel ist , wenn die Mutter traurig ist , versucht das Kind rum zu albern um die Mutter zu stabilisieren , damit die Versorgung und somit die Existenz des Kindes gesichert ist ). Also wir sind hier im Bereich existenzielle Bedrohung ( Trauma ).
Ein Traumaboning bedarf ein starkes Machtgefälle . Eine Person liebt , und eine Person die nicht liebt , nicht liebevoll ist. Dieses Machtgefälle ist das Klebemittel des Traumabonding.
Die Liebende Person , versucht der nicht liebevollen Person gerecht zu werden. Lässt sich viel , zu viel gefallen.
10 mal wird es schlecht behandelt , und einmal gut. Aber nicht 10 mal hintereinander sondern willkürlich.
Wenn es 1,2,3,4,5,……,10 mal gut wäre , würde das Gehirn diesem Rhythmus erkennen und man würde das Verhalten der Person durchschauen.
1,2,3,nett,4,5,6,7,8,nett,9,10,11,12,13…. Also völlig willkürlich. Somit können wir keinen Rhythmus erkennen und denken unteranderem das das schlechte 10 x verhalten durch unserer Verhalten zustande kommt.
Das die andere Person ein mächtiges Problem hat , können wir als Kind und später als erwachsener schwer erkennen , als erwachsener nicht , weil es unser Muster / Traumabonding aus der Kindheit ist.
Mit dieser Kindheitsseelenwunde rennen wir später ins erwachsenen Leben. Die erste liebe die wir als Kind sehen , erleben , ist die „Liebe“ ( wie auch immer diese aussieht ) der Eltern.
Wir übernehmen das Muster unbewusst und nehmen ähnlich „liebevolle“ Beziehungen.
Wie Reinzinierung dieses Kindheitstrauma unbewusst , um das Kindheitstrauma aufzulösen , ein erfolgreiches Ende zu erzielen. Da der neue Partner ähnliche psychische Probleme hat wie die Eltern kommt es zu keinem guten Ende. ( beschrieben in der Traumatologie ).
Wir kennen alle die Geschichte mit dem Esel und der Möhre an der Angel.
Der Esel ( die Person die liebt , die ein Traumabonding hat ) rennt der Möhre ( liebe , Aufmerksamkeit, gesehen zu werden ) hinterher. Der Esel denkt ich sehe doch ( 1,2,3 nett ) die Möhre , ich sehe doch das die Person nett sein kann, also muss ich mich nur genug anstrengen.
Wenn ich irgendwann aufgebe , kommt der gestörte , ist wieder nett , klopft mit der Möhre auf die Nase , oder lässt sogar ein wenig an der Möhre *beep* und knabbern. JETZT hast du die Möhre erreicht und bist WIEDER auf den Geschmack gekommen , als bist du gefügig. Der gestörte ( Täter in der Traumatologie ) hängt die Möhre wieder UNERREICHBAR vor die Nase also läuft die Person wieder los. Mit dem Geschmack des Erreichten im Mund.
Also relativieren wir die schlechten Benehmen und verweilen weiter in solch Beziehung. Eine Person kann nicht , oder sehr schwer sehen und erkennen , was da falsch läuft.
Oft wird die Person noch isoliert damit kein Abgleich zum normalen passieren soll. Somit hat der gestörte freie Bahn zum manipulieren wie er es für richtig empfindet.
Würden von Anfang an Personen sagen , hey was das den für ein Vogel , wäre es für die Person die mitten drin steckt völlig klar.
Da diese Personen anfänglich , meist 3-6 Monate „normal“ sind , sich verstellen können , und diese Veränderung schleichend kommt , denkt die Person das die Veränderung des Verursachers von ihrem Verhalten abhängen MUSS.
Hier greifen einige psychologische Effekte und verhalten zusammen.
Da es hier auch um eine Retraumatisierung geht ( erste Traumabonding in der Kindheit , in der jetzt Zeit wieder aktiviert ) verhält sich der „Liebende“ in dem fawn Response = in der Unterwerfung , um ja dem gestörten gerecht zu werden. Bei der Geschichte sogar bis zur ungewünschten Vereinigung damit der Verursacher Ruhe gibt.
Ich hoffe das war halbwegs verständlich ausgedrückt.
Zitat:Das Leben fühlt sich für mich derzeit wie eine Last an. Ich muss an jeder Front kämpfen, sei es beruflich, familiär oder in meiner Ehe. Ich sehe mich nach ruhigen Fahrwassern, Gelassenheit, Leichtigkeit und Freude am Leben, nach einem Fels in der Brandung und einem Ufer.
Derzeit fühle mich eher wie eine Boje im Wasser, einfach treibend ohne Sicht auf das Festland.
Das ist aber a) das Trauma , und B) diese Beziehung die an die Substanz geht.
Ich würde mir ein Therapeuten suchen für Trauma , Entwicklungstrauma , Traumabonding, toxische Beziehung.