Liebe @rompeschnecke,
du hast ein buntes Potpourri an Themen aufgezählt, die dir nicht gefallen, die dir dein Wohlbefinden nehmen. Zunächst einmal, kein einziges der Themen kann durch eine Hochzeit gelöst werden.
Zitat von rompeschnecke: Er hat den Kredit laufen, er bezahlt den Großteil, was aber nicht heißt das ich nichts bezahle.
Ich lege jeden Monat so viel wie geht fürs Haus zurück, kaufe Pflanzen, Büsche und natürlich jede Menge an Haushaltskram, teile auch mit ihm finanzielle größere Dinge wie, Waschmaschiene, Böden usw.
Zitat von rompeschnecke: Es wurde auch bis jetzt wieder nichts geregelt, sollte ihm was passieren stehe ich halt da.
Zurecht wurde angemerkt, dass sich die Eigentumsverhältnisse nicht ändern, solange du nicht im Grundbuch stehst. Welchen Anspruch siehst du, im Grundbuch mit aufgenommen zu werden? Ihr lebt zusammen, er finanziert den Großteil eures Lebens, du zahlst keine Miete, dafür hast du Ausgaben rund um Haushalt und Garten. Hast du das Gefühl, draufzuzahlen, hast du mal durchgerechnet, hättest du irgendwelche Ersparnisse, wenn du mit deiner Tochter in einer Wohnung oder einem Haus leben würdest? Im Grunde genommen, ja, du stehst da, wenn er -aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr mit seinem Haus in deinem Leben ist. Was würde das für dich bedeuten? Welche Regelung hättest du gerne, was bist du bereit dafür zu geben? Wenn du für dich klar bist, was du wirklich willst, kann das, wenn dein Partner einverstanden ist, auch vertraglich geregelt werden. Schwer wird es vermutlich sein, eine Rundumversorgung inklusive Haus und Grundstück zu gewähren, das stellt sich dann die Frage nach den Ansprüchen. Wie gesagt, das würde auch eine Hochzeit nicht regeln.
Zitat von rompeschnecke: Als wir vor 5 Jahren eingezogen sind fragte ich ihn, was denn mit mir passiert, wenn ihm etwas passieren würde. Behinderung, tot, o.ä.
Darauf habe ich keine Antwort bekommen. Geregelt ist nichts.
Zitat von rompeschnecke: Auch vor kurzem erst, fragte ich wieder nach. Was denn nun sei wenn ihm etwas passiert. Wir sind nicht verheiratet, also habe ich so oder so keinerlei ,,recht" etwas zu entscheiden, sollte ihm etwas passieren. Wieder nichts von ihm.
Zitat von rompeschnecke: Und das ich eben im Ernstfall mitentscheiden darf, sollte es zu einer Behinderung kommen, o.ä.
Mir sind ja absolut die Hände gebunden.
Was würdest du denn entscheiden wollen, wenn dein Partner tot ist oder schwer krank? Ja, dir sind die Hände gebunden. Auch hier, das sind nicht qua Ehe geregelt. Fragen der Gesundheitsfürsorge werden in Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht geregelt. Sollte deinem Partner -oder dir- etwas zustoßen, so dass er nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu bekunden, wird in den Vorsorgedokumenten ein oder mehrere Vertreter benannt, deren einzige Aufgabe es ist, seinen Willen (nicht den der Vorsorgenehmer) kund zu tun und durchzusetzen. Das setzt natürlich voraus, dass du in diesem Fall seinen Willen kennst, in Gesprächen offen kommuniziert wurde, was im Fall der Fälle passieren soll. Wenn du in diesen Unterlagen nicht als Bevollmächtigte drin stehst, nützt das alles nichts.
Zitat von rompeschnecke: Mir und meiner Tochter geht es halt wirklich gut.
Hm, ist das so? Ich habe mich gefragt, was deine Tochter dazu sagt, welches Bild von Liebe und Partnerschaft sie aus eurer Beziehung für ihr eigenes Liebesleben, das mit ihren 14 Jahren zum findest in den Startblöcken steht, mitnimmt. Wäre es gut, wenn du ihr role model für Beziehungen bist, sollte sie daraus für sich selbst eine Blaupause ziehen?
Zitat von rompeschnecke: Mein Partner und ich streiten auch so gut wie nie, ja ok wie auch, wir kommen soweit super klar, ...
Tja, vielleicht fehlt genau das in der Beziehung. Genau dieses Element, was dafür sorgen könnte, dass sich etwas verändert. Warum ist das, warum streitet ihr nie, obwohl du unzufrieden bist, dich unwohl fühlst, nicht gesehen wirst?