KBR
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Jeder von uns hat Mitgefühl und viele von uns waren mal an einem Punkt, an dem wir glaubten, niemand hätte seit Menschen gedenken jemals einen solchen Schmerz erfahren wie man selbst und dass niemand das jemals hätte überleben können.
Die Wahrheit ist: es hat zwar jeder seine individuelle Geschichte, aber unterm Strich ist doch vieles gleich.
Du erweckst den Eindruck, fordernd aber nicht zufrieden zu sein mit dem, was Dir (hier) geboten wird. Mitgefühl haben aus o.g. Gründen alle. Bewältigungsstrategien sind unterschiedliche. Nicht jeder Rat taugt für jeden, was vor allem mit den verschiedenen Biografien zu tun hat. Aber wenn kein Rat etwas taugt, wird es Zeit sich zu fragen, ob das der Weg für Dich sein kann. Ich denke, es wird für Dich Zeit, den Wunsch zu entfalten, stärker als zuvor daraus hervor zu gehen. Nur dann geht es voran.
Und vielleicht relativiert es auch das Eine oder Andere, wenn Du im Forum liest, was für Dramen sich an anderen Stellen abspielen, wie stark Menschen sind, obwohl sie glauben zu zerbrechen usw.
Ein heulendes, sich ausgenutzt fühlendes aber sich dennoch ausnutzen lassendes Elend zu sein, bringt Dich nicht einen einzigen Schritt weiter. Gib Dir die Zeit zum Trauern, aber definiere auch Zeiten, in der Du der Trauer verbietest, nur noch aus ihr zu bestehen.
Du hast Ablenkung. Ich habe aus gesundheitlichen Gründen drei Monate auf dem Sofa sitzen müssen, nachdem ich verlassen wurde und konnte so gut wie nichts anderes tun, als die Luft weg zu atmen und darauf zu warten, dass irgendjemand Zeit hat für mich. Selbst im größten Elend gibt es immer noch etwas, was einem einen Vorteil verschafft. Auch wenn es sich nicht so anfühlt. Du hast den Vorteil, dass Du arbeiten kannst.
Vielleicht reicht Dir die Beziehung ja so wie sie ist auch. Aber für den Fall frage ich mich, worin eigentlich Dein Kummer genau besteht.
Aber das dauert halt!