FrankW
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es hat mich erwischt. Mit fast 52 Jahren, einer Scheidung und über zehn Jahren Single-Dasein. Da bei mir in den letzten Jahren gar nichts funktioniert hat (Beziehung erst gar nicht zu Stande gekommen oder nur kurz gehalten), hatte ich mir eigentlich geschworen, einfach den Beziehungsstatus Single endgültig zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Und bestimmte Gegebenheiten waren sowieso ein Ausschlusskriterium für mich, z.B. Frauen, die sich in einer (funktionierenden) Beziehung befinden oder jene, wo der Altersunterschied definitiv zu groß wäre.
Und jetzt habe ich vor ein paar Monaten über Freunde eine jüngere Dame kennengelernt, die zum einen in einer (ich denke glücklichen) Beziehung lebt, mit diesem Partner zwei Kinder hat und außerdem auch noch 22 Jahre jünger ist. So war es auch am Anfang für mich überhaupt kein Thema, ich wäre nie auf irgendwelche Gedanken in "diese Richtung" gekommen. Gut, dass sie bildhübsch ist und außerdem sehr sympathisch habe ich natürlich gleich bemerkt. Was dann nach und nach dazu kam, waren die Erkenntnisse, dass sie außerdem wahnsinnig intelligent ist und außerdem in ihrem noch recht jungen Leben Dinge geleistet hat, die andere Menschen vermutlich in fünf Leben nicht leisten. Dies hat auch etwas mit ihrer Herkunft, ihrer Gesundheit und ihren Kindern zu tun, ich möchte hier nicht ins Detail gehen.
Ich muss hier nochmals wiederholen, für mich war definitiv klar, dass es mit einer Frau mit diesen Voraussetzungen für mich keinerlei Option gab und gibt (also vom Verstand her). Nun ist es aber dummerweise so, dass mein Herz irgendwie meinem Verstand nicht richtig zugehört hat oder zuhören wollte, und hat sich auf eine Solotour begeben. Ganz schleichend, ohne dass ich es zunächst kapiert habe. Und als ich dann plötzlich doch bemerkt habe, dass da etwas nicht stimmt in meiner internen Kommunikation zwischen Herz und Verstand, war es schon zu spät.
Nun ist es aber nicht so wie ich denke beim "typischen Verliebt-sein". Ich träume beispielsweise weder davon, sie ins Bett zu kriegen, noch möchte ich sie ihrem Partner "ausspannen". Weil ich das Gefühl habe, dass es mit ihrem Partner, dem Vater ihrer Kinder, passt. Dass sie so zufrieden bzw. sogar glücklich ist. Und das ist das was ich möchte. Ich möchte, dass sie einfach glücklich ist und gesund, dass sie das Leben bekommt, das sie verdient hat. Ich kann ihr das vermutlich so nicht bieten. Es bestünde die Gefahr, sie unglücklich zu machen - das wäre das Schlimmste für mich. Auf der anderen Seite ist es mein größter Traum, sie einfach in die Arme zu nehmen, sie zu küssen und nie wieder loszulassen. Das ist irgendwie ein Widerspruch, ich weiß.
Jedenfalls bin ich zur Zeit nahe daran, durchzudrehen. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll - eigentlich sollte ich Abstand von ihr nehmen, um irgendwie darüber hinweg zu kommen. Ich schaffe es aber nicht. In der Arbeit denke ich ständig an sie und bin deshalb häufig unkonzentriert. Zu Hause kann es passieren, dass ich spontan Weinkrämpfe kriege, weil ich einfach nicht weiter weiß. Und sie sieht mich als sehr guten Freund. Sie schreibt mir auch per WhatsApp und Facebook, ich helfe ihr, wenn sie in irgend einer Art Hilfe braucht. Ich will sie nicht im Stich lassen. Ob sie von meinen Gefühlen weiß oder ahnt, weiß ich wiederum nicht.
So. Sorry für den langen Text, aber irgendwie musste das mal raus. Helfen kann mir da eh Niemand. Aber irgendwie tut es auch gut, zumindest mal einen Teil aufzuschreiben, von dem Riesenbrocken, der auf der Seele oder auf dem Herz liegt.
In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und ein schönes Wochenende!
Ganz liebe Grüße, euer Frank