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Ich bin meiner Freundin fremdgegangen

snoomie123

snoomie123
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Ich m23 habe meine Ex-Freundin w23 vor 3 Jahren über eine Datingplattform kennengelernt. Ich war auf Grund meiner früheren toxischen Beziehung eher ein Pflegefall und die ersten Monate waren eher holprig beim Kennenlernen. Wir hatten sehr viele schöne Momente, haben uns sofort verstanden und einige Interessen geteilt und ich habe sehr viel von ihr lernen können, weil sie immer alles angesprochen hat und bereden wollte, was sie stört oder was ich vielleicht ändern sollte, damit die Beziehung zu ihr besser läuft.

Einige Monate vergingen, wir waren immer noch in keiner offiziellen Beziehung und ich hatte in der Zeit mit einer Person etwas. Das hat sie damals nicht gestört da wir nicht exklusiv waren und immer über das alles geredet haben. Dann hat sie aber eines Tages mir mehr oder weniger ein Ultimatum gestellt: Sie meinte, dass sie sich schwer tut mir weiter etwas zu haben und so an meiner Seite zu sein, wenn wir in keiner fixen Beziehung sind. Sie meinte entweder gehen wir auf Abstand für einige Monate und schauen, ob eine normale Freundschaft danach möglich sei oder ich gehe mit ihr eine Beziehung ein und wir schauen, wie das läuft. Ich fragte sie ein paar Tage danach, ob sie meine Freundin sein möchte.
Die Beziehung lief sehr gut für 1 Jahr bis ich letzten Winter das eher plötzliche Gefühl hatte, die Beziehung beenden zu müssen. Ich bin jemand der sich schwer tut mit Routine und Struktur und gleichbleibenden Lebensverhältnissen. Mein Leben lang haben sich Dinge immer wieder geändert und ich musste mich neu anpassen, sei es Schule, durch viele Umzüge, Freundesgruppen etc. Ich dachte nur so überlebe ich und kann mich im Leben motivieren, weil ich denke, dass ich sonst wo hängenbleibe und nicht weiterkomme im Leben. Mittlerweile erkenne ich, dass ich dabei eine Bindungsstörung entwickelt habe, von der auch meine Ex-Freundin darunter leiden musste. Ich habe mir auch nie meine Liebe zu eingestehen wollen und noch nie "Ich liebe dich" zu ihr gesagt.

Nach meinem Schlussmachen hatten wir beide 2 schreckliche Wochen, in denen es uns nicht gut ging. Wir trafen uns wieder und gingen erneut eine Beziehung ein. Sie verzieh mir und merkte, dass ich unter meinen Problemen litt und meinte, dass wir ab jetzt über alles reden und ich in Therapie gehen sollte.
Ab da ging es mir noch nie besser. Ich war so gut wie "depressivlos", begann mit Kraftsport, die Therapie lief vermeintlich gut, ich lernte neue Freunde besser kennen, machte mehr kreative Dinge, wurde für mein Traumstudium zugelassen und wurde immer sozialer und selbstbewusster. Zudem dachte ich auch mehr über meine Sexualität nach und, dass ich gerne auch was mit Männern haben würde.

Aber ab März begann ich darüber ernsthaft nachzudenken, wie stark meine Gefühle für meine Ex-Freundin seien und wie sehr ich noch in einer Beziehung mit ihr sein möchte, weil ich sie vermehrt als normale (aber beste) Freundin sah und vor allem auch mal wieder auf mich alleine gestellt und single sein wollte. Ich habe mehrere Stunden mit meiner Therapeutin darüber geredet, ob das dieselben destruktiven Gedanken wie bei der ersten Trennung sind oder ob es wirklich nur Gefühle sind, die "natürlich" vergingen. Ich habe das Gespräch mit meiner Ex-Freundin darüber so lange herausgeschoben, bis ich vor genau einem Monat an einem Abend so weit gedanklich von ihr entfernt war, dass ich was mit einem Mann in einem Club hatte. Wir haben 1-2min rumgemacht, bevor er gegangen ist.
Am nächsten Tag kam meine Ex-Freundin vorbei, damit wir einen Film schauen. Ich habe ihr dann von meinem Rummachen beiläufig kurz nachdem sie gekommen ist erzählt und sie begann mich absolut verwirrt anzuschauen. Sie meinte, was denn mit mir los sei, dass ich mein Fremdgehen ihr in so einer lockeren Form erzähle. Dann meinte ich, dass wir doch einmal über meine Sexualität geredet haben und sie vor Monaten mal meinte, dass ich in einem angesprochenen Rahmen in unserer Beziehung was mit einem Mann haben könnte. Sie meinte, dass das nicht abgesprochen war und das viel zu lang her sei, als wir darüber geredet haben. Dann begann ich in meiner Panik einen dummen Satz nach dem anderen zu sagen: Dass ich ja schon seit Wochen über eine Trennung nachdenke, es ihr aber nicht sagen konnte, dass sie mir ja "trotzdem unglaublich wichtig sei" und weiteres. Dann sagte sie am Ende, dass ich nicht einmal wirke, als würde ich die Beziehung irgendwie retten wollen. Dann stürmte sie mit einem "Verpiss dich" aus meiner Wohnung und ich hab seitdem nichts mehr von gehört.

Kurz danach brach alles auf mich zusammen: schwere Atmung, Übelkeit, Herzklopfen etc. Ich schrieb ihr eine Nachricht wie leid es mir tat und wie dumm ich reagiert habe. 2 Tage danach hinterließ ich ihr noch zwei Briefe, wo ich noch genaueres erklärte und mich bei ihr entschuldigte. Keine Antwort.

Meine Suizidgedanken begannen und die körperlichen Beschwerden wurden zu meinem Alltag. Ich ließ mich kurz danach einweisen in einer Klinik in der Nähe, doch verließ sie einen Tag später, da ich mich dort überhaupt nicht wohl fühlte. Ich ging weiter in Therapie mit 2 Stunden pro Woche und wir arbeiteten alles auf. Jeden Fehler, den ich auch davor schon in der Beziehung gemacht habe und alles was relevant war zu besprechen. Ich las ein Buch über Bindungsstörung, verfasste einen 22-seitigen "Leitfaden" für mich, wie ich ab jetzt Beziehungen zu Menschen führen sollte, machte weiter Sport und versuchte meine Ernährung wieder in den Griff zu bekommen, traf Freunde, redete viel mit ihnen darüber, suchte mir aktiv einen Job für den Sommer und machte Kreatives, indem ich Musik produziert habe und habe zeitweise bei meiner Mutter übernachtet, wenn es mir mal sehr schlimm ging. Dabei war meine Motivation immer, dass sie irgendwann doch antwortet.

Jetzt, seit über einem Monat absolut keine Nachricht von ihr, wird es für mich immer realistischer, dass sie sich nicht mehr melden wird, geschweige denn jemals wieder eine Beziehung mit mir eingehen wird. Mir kommt vor ich habe alles probiert, um mein Leben wieder lebenswert zu machen. Doch die körperlichen Beschwerden kamen wieder zurück, mir kam vor, als hätte ich durch meine intensive Arbeit an mir selbst so gut wie alles gelernt und jedes Gespräch darüber mit Therapeutin, Freunden oder meiner Mutter drehten sich seit kurzem nur noch im Kreis und es kam nichts wirklich neues dabei raus. Jetzt überlege ich, wie lange ich das noch aushalte und so weiterleben kann. Es fühlt sich an als wäre ich wieder bei 0, als hätte ich nichts von mir selbst.

Ich weiß, dass man jetzt sagen könnte ich sei noch jung, dumm und sowas kann passieren. Dass das ja normal sei bei Liebenskummer und Sehnsucht nach der Person, die man 3 Jahre lang gewohnt war an seiner Seite zu haben. Aber sie war so viel mehr als das für mich. Dass ich sie verloren habe, war ein Beweis, dass ich Dinge nie richtig machen kann und merke, wie unglaublich sch. es mir in so einer Situation ging.

Ich hatte immer irgendwas in meinem Leben, das mich belastet hat, sei es ein abusive Stiefvater damals, immer wechselne Lebensumstände, sodass ich nie irgendwo Fuß fassen konnte und mich immer als Außenseiter sah, starke Dro. (von denen ich seit längerem clean bin) und Probleme in Jobs und Schule. Immer gab es etwas, das mir Lebensenergie raubte. Und egal wie oft ich in Therapie gehe oder grundsätzlich Selbstreflexion und Arbeit an mir selbst leiste und ein besserer Mensch zu werden, kommt mir vor, will mich mein Gehirn immer unten sehen, ich kann mich nie über längere Zeit ausruhen und mich mal wirklich glücklich fühlen ohne negativen und destruktiven Gedanken.
Ich weiß nicht wie lange ich mit diesem Schmerz weiterleben kann und habe oft überlegt mir deshalb das Leben zu nehmen. Mir macht nichts mehr Spaß, ich sehe in nichts mehr einen Sinn, ich habe den wichtigsten Menschen durch meine dumme Leichtsinnigkeit in meinem Leben verloren und auch wenn ich weiß, dass Zeit Wunden heilt, weiß ich nicht, ob ich den Schmerz dieser Wunden bis zur Heilung ertragen kann.

x 1 #1


ElGatoRojo
Hört sich icht gut an. Ich meine nicht so die allgemeine Risikofreudigkeit der Jugend und das Kennenlernen auch von kritischen Vorlieben. Eher, sich nur schwer auf jemanden einzustellen.

Zitat:
Die Beziehung lief sehr gut für 1 Jahr bis ich letzten Winter das eher plötzliche Gefühl hatte, die Beziehung beenden zu müssen. Ich bin jemand der sich schwer tut mit Routine und Struktur und gleichbleibenden Lebensverhältnissen.

Geduld ist offenbar nicht deine Stärke -- es ist aber wesentlich, dass du hier Fortschritte machst, damit das Leben dich nicht weiter wie ein Blatt im Wind behandelt. Geduld ist auch eine Komponente der Widerstandsfähigkeit und des Selbstwertes
Zitat:
Zudem dachte ich auch mehr über meine Sexualität nach und, dass ich gerne auch was mit Männern haben würde.

Nur mal so um zu sehen, wie das ist? Oder als "poffiziell" Bi-Mann? Danach kommt ja die praktische Frage, was du mit irgendeiner Frau abmachst, die du kennen lernen wirst. Wäre nützlich, das nicht mal so in den Raum zu stellen, sondern konkreter zu klären, wenn du weiterhin auch eine heterosexuelle Beziehung haben willst.
Zitat:
Jetzt, seit über einem Monat absolut keine Nachricht von ihr, wird es für mich immer realistischer, dass sie sich nicht mehr melden wird, geschweige denn jemals wieder eine Beziehung mit mir eingehen wird.

So, wie du die Trennung schildertest, ist davon wohl auszugehen. Die Logik ist Kontaktlosigkeit von dir mit ihr.

x 2 #2


A


Ich bin meiner Freundin fremdgegangen

x 3


Ouabain
Tut mir leid, dass Du so unten bist. Liebeskummer tut höllisch weh. Das wissen hier alle. Und doch haben es alle geschafft, da wieder rauszukommen. Du kannst das auch.

Zitat von snoomie123:
habe oft überlegt mir deshalb das Leben zu nehmen

Bitte melde Dich dringend in einer Klinik. Es spielt keine Rolle, ob es Dir da gefällt. Wichtig ist, dass Du Hilfe bekommst . Bei solchen Gedanken reicht die Laienhafte Unterstützung des Forums alleine nicht aus

x 4 #3


M
Hallo @snoomie123,

wenn ich deine Zeilen so lese, denke ich, dass es wichtig ist, dass du erstmal bei dir selbst ankommst. Auch wenn es dich furchtbar schmerzt, hat doch die Trennung etwas bei dir bewirkt: dass du deine toxischen Muster erkennst und seither alles versuchst, um zu reflektieren und damit umzugehen.

Dass du deine Ex sehr vermisst, glaube ich dir. Sei nicht zu streng mit dir, manchmal braucht es gewisse Auslöser, um wieder etwas klarer zu sehen. Du trägst so viel mit dir rum und es wäre besser, wenn du das ganze erstmal aufarbeitest und zur Ruhe kommst. Und auch an deiner Selbstliebe arbeitest. Damit du eines Tages offen für eine Beziehung bist. Auch wirst du die Dinge, die jetzt in der Kommunikation falsch bei euch gelaufen sind, vermutlich in Zukunft nicht mehr wiederholen. Du hast dazugelernt, was schon sehr viel ist.

Mache deine Therapien weiter und versuche dein Gedankenkarussell etwas runterzufahren. Für dich wünsche ich, dass ihr euch irgendwann persönlich ausreden könnt. Ich vermute, dann wird dir vieles wieder leichter fallen.

Alles Gute!

x 3 #4


snoomie123
@Ouabain vielen Dank für deine Nachricht. Ich bin mittlerweile eh wieder stabil und lebe zurzeit bei meiner Mutter, die mich gottseidank sehr unterstützt. In der Klinik war ich kurz nach der Trennung für einen Tag auf Grund der akuten Suizidgedanken, habe mich aber schrecklich unwohl gefühlt und verschlimmerte meinen Zustand beinahe.

x 1 #5


snoomie123
@Manchmal_Hexe das hab ich gebraucht. danke dir wirklich. Ich habe wirklich einiges aufzuarbeiten, vor allem was Selbstmitgefühl angeht. Ich habe eine strengen Moralkompass und würde meine Taten bei einer Freundin oder Freund stark verurteilen, weswegen ich mir sehr schwer tu damit. Aber ich denke, wenn ich weiter an mir arbeite und den Respekt zur Distanz zu ihr einhalte, sollte ich mich eigentlich mehr akzeptieren. das stimmt.
Zitat von Manchmal_Hexe:
Auch wenn es dich furchtbar schmerzt, hat doch die Trennung etwas bei dir bewirkt: dass du deine toxischen Muster erkennst und seither alles versuchst, um zu reflektieren und damit umzugehen.

Das tu ich mir nur leider schwer zu glauben. Sie hatte immer ein offenes Ohr, hat mich so geliebt und ich konnte durch sie schon so viel von mir selbst lernen. Hätte ich meine Gedanken über die Beziehung und meinem destruktiven Vorhaben, das so beenden zu wollen kommuniziert, hätte sie das mit mir ganz sicher aufgearbeitet und wir wären gemeinsam auf eine Lösung gekommen. Davon bin ich leider überzeugt.

Zitat von Manchmal_Hexe:
Für dich wünsche ich, dass ihr euch irgendwann persönlich ausreden könnt. Ich vermute, dann wird dir vieles wieder leichter fallen.

Ja, das wünsche ich mir auch. Nur leider antwortet sie seit Wochen nicht und blockt jeglichen Kontakt ab. Ich habe es eh versucht so wenig penetrant und verständnisvoll wie möglich, aber ich bekomme keine Antwort von ihr. Mich bei FreundInnen von ihr melden wäre grenzüberschreitend. Ich muss wohl leider einfach warten.
Ich würde nur gerne ihr und ihren FreundInnen (weil ich die eigentlich auch mittlerweile in mein Herz geschlossen habe und jetzt dadurch verloren habe) erklären, wie es dazu kam, dass ich meine Fehler vollkommen eingestehe, absolute Reue zeige und auch weiß, was ich in Zukunft besser und anders machen kann. Ich will nicht, dass Menschen und vor allem sie, mit so einem schrecklichen Bild von mir durch die Welt laufen. Ich bin so eigentlich nicht. Es stimmt, dass ich mich da selbst verloren habe.

x 2 #6


snoomie123
@ElGatoRojo danke auch dir für deine Nachricht. Ja, meine Geduld wird gerade auf die härteste Art getestet. Die Zeit vergeht verdammt langsam. Doch ich weiß, dass es das braucht, damit Dinge wieder halbwegs normal laufen werden - sei es in meinem Alltag, Essverhalten, Sport, Sozialem usw.
Es schmerzt nur zu wissen, dass ich mir damit einen wunderschönen Sommer mit ihr kaputt gemacht habe. Das ist ihr erster richtig freie Sommer ohne Unistress seit Jahren, bevor sie ihren Bachelor macht und länger arbeiten wird. Den hätte ich mit ihr erleben können, jetzt muss ich aber in der Hitze zuhause hocken, während sie auf alle coole Konzerte und Events geht, die ich gern mit ihr erlebt hätte. Das tut verdammt weh. Jetzt wäre die schönste Zeit gewesen.
Bezüglich der Heterosexualität: ich und sie wussten, dass ich nicht zu 100% hetereosexuell bin, sie ebenfalls. Eine Beziehung kann ich mir momentan trotzdem eher nur mit einer Frau vorstellen.

x 1 #7


S
@snoomie123
Zitat:
Eine Beziehung kann ich mir momentan trotzdem eher nur mit einer Frau vorstellen.

Du solltest dir am besten eine Beziehung mal mit dir vorstellen. Und die anderen Unruhe lassen, bis du mal deine Baustellen weg hast.


Was ist das den für eine Therapieform ?

x 4 #8


Winza
@snoomie123

Und wenn du ihr ab und ab freundliche Nachrichten zukommen lässt?
Manchmal braucht es eine längere Zeit.

#9


S
@snoomie123
Zitat:
Ich m23 habe meine Ex-Freundin w23 vor 3 Jahren über eine Datingplattform kennengelernt. Ich war auf Grund meiner früheren toxischen Beziehung

Warst also 20 zig beim kennenlernen und hast eine toxische Beziehunghistorie.

Warum will man mit 16,17,18,19 toxische Frauen , und kann sich nicht befreien,

Wir suchen uns die Partnerinnen aus.


Zitat:
eher ein Pflegefall

und warum bist du nicht in Therapie gegangen als Pflegefall ?

Zitat:
und die ersten Monate waren eher holprig beim Kennenlernen. Wir hatten sehr viele schöne Momente, haben uns sofort verstanden und einige Interessen geteilt und ich habe sehr viel von ihr lernen können, weil sie immer alles angesprochen hat und bereden wollte, was sie stört oder was ich vielleicht ändern sollte, damit die Beziehung zu ihr besser läuft.

Wenn eine Beziehung nicht passt , würde das unter schönreden der Beziehung fallen.

Happy über den Satz bin ich nicht.

Zitat:
Einige Monate vergingen, wir waren immer noch in keiner offiziellen Beziehung und ich hatte in der Zeit mit einer Person etwas.

Weil ? Von wem ?

Zitat:
Das hat sie damals nicht gestört da wir nicht exklusiv waren und immer über das alles geredet haben.

Das rum *beep* ist auch nicht verbindlich , was dir zu gute kommt, von deinem Wunden.

Also ging das von dir aus.


Zitat:
Dann hat sie aber eines Tages mir mehr oder weniger ein Ultimatum gestellt: Sie meinte, dass sie sich schwer tut mir weiter etwas zu haben und so an meiner Seite zu sein, wenn wir in keiner fixen Beziehung sind. Sie meinte entweder gehen wir auf Abstand für einige Monate und schauen, ob eine normale Freundschaft danach möglich sei oder ich gehe mit ihr eine Beziehung ein und wir schauen, wie das läuft. Ich fragte sie ein paar Tage danach, ob sie meine Freundin sein möchte.

Was war hier die Motivation ?
Oder besser gesagt wo waren hier die Zweifel.

Ein paar Tage überlegen ist etwas lang finde ich.


Zitat:
Die Beziehung lief sehr gut für 1 Jahr bis ich letzten Winter das eher plötzliche Gefühl hatte, die Beziehung beenden zu müssen.

Bei deiner Historie fast schon vorauszusehen……. ( 12-36 Monate meist )

Zitat:
Ich bin jemand der sich schwer tut mit Routine und Struktur und gleichbleibenden Lebensverhältnissen.

Weil ?

Zitat:
Mein Leben lang haben sich Dinge immer wieder geändert und ich musste mich neu anpassen, sei es Schule, durch viele Umzüge, Freundesgruppen etc.

immer wieder von der Sippe aus der Sicherheit raus gezogen.

Zitat:
Ich dachte nur so überlebe ich

Nennt man , Überlebensstrategie in dem Zusammenhang. Weiß das deine Therapeutin , in dieser Wortwahl ?

Zitat:
und kann mich im Leben motivieren, weil ich denke, dass ich sonst wo hängenbleibe und nicht weiterkomme im Leben.

Der run Modus 🤔

Zitat:
Mittlerweile erkenne ich, dass ich dabei eine Bindungsstörung entwickelt habe, von der auch meine Ex-Freundin darunter leiden musste.

Jein, vermutlich noch etwas anderes und das ist nur die Folge daraus.

Zitat:
Ich habe mir auch nie meine Liebe zu eingestehen wollen und noch nie "Ich liebe dich" zu ihr gesagt.

Weil ?
Was wäre sonst passiert ?


Der Autonomieverlust , die Nummer wäre sonst zu verbindlich geworden , deshalb auch das tagelange überlegen wegen der festen Freundin.

Zitat:
Nach meinem Schlussmachen hatten wir beide 2 schreckliche Wochen, in denen es uns nicht gut ging.

Traumatisierte , traumatisieren andere ….


Zitat:
Wir trafen uns wieder und gingen erneut eine Beziehung ein. Sie verzieh mir und merkte, dass ich unter meinen Problemen litt und meinte, dass wir ab jetzt über alles reden und ich in Therapie gehen sollte.

Gefährlich für sie…. Weil bist ja nun nicht plötzlich geheilt.


Zitat:
Ab da ging es mir noch nie besser. Ich war so gut wie "depressivlos", begann mit Kraftsport, die Therapie lief vermeintlich gut, ich lernte neue Freunde besser kennen, machte mehr kreative Dinge, wurde für mein Traumstudium zugelassen und wurde immer sozialer und selbstbewusster. Zudem dachte ich auch mehr über meine Sexualität nach und, dass ich gerne auch was mit Männern haben würde.

Nett für deine Freundin.

Zitat:
Aber ab März begann ich darüber ernsthaft nachzudenken, wie stark meine Gefühle für meine Ex-Freundin seien und wie sehr ich noch in einer Beziehung mit ihr sein möchte, weil ich sie vermehrt als normale (aber beste) Freundin sah und vor allem auch mal wieder auf mich alleine gestellt und single sein wollte.

Die Selbstsabotage der bestehende Beziehung…..

Zitat:
Ich habe mehrere Stunden mit meiner Therapeutin darüber geredet, ob das dieselben destruktiven Gedanken wie bei der ersten Trennung sind oder ob es wirklich nur Gefühle sind, die "natürlich" vergingen.

Ja.


Was sagt sie ?


Zitat:
Ich habe das Gespräch mit meiner Ex-Freundin darüber so lange herausgeschoben,

Vermeidungsstrategie


Zitat:
…….bis ich vor genau einem Monat an einem Abend so weit gedanklich von ihr entfernt war, dass ich was mit einem Mann in einem Club hatte. Wir haben 1-2min rumgemacht, bevor er gegangen ist.


Zitat:
Am nächsten Tag kam meine Ex-Freundin vorbei, damit wir einen Film schauen. Ich habe ihr dann von meinem Rummachen beiläufig kurz nachdem sie gekommen ist erzählt

Ziemlich abgewichst.

Zitat:
und sie begann mich absolut verwirrt anzuschauen. Sie meinte, was denn mit mir los sei, dass ich mein Fremdgehen ihr in so einer lockeren Form erzähle.

Zu verstehen dass sie verwirrt war. Cool ist das nicht.

Zitat:
Dann meinte ich, dass wir doch einmal über meine Sexualität geredet haben und sie vor Monaten mal meinte, dass ich in einem angesprochenen Rahmen in unserer Beziehung was mit einem Mann haben könnte. Sie meinte, dass das nicht abgesprochen war und das viel zu lang her sei, als wir darüber geredet haben.

Recht hat sie.


Zitat:
Dann begann ich in meiner Panik einen dummen Satz nach dem anderen zu sagen: Dass ich ja schon seit Wochen über eine Trennung nachdenke, es ihr aber nicht sagen konnte, dass sie mir ja "trotzdem unglaublich wichtig sei" und weiteres. Dann sagte sie am Ende, dass ich nicht einmal wirke, als würde ich die Beziehung irgendwie retten wollen.

Eher sabotieren.


Zitat:
Dann stürmte sie mit einem "Verpiss dich" aus meiner Wohnung und ich hab seitdem nichts mehr von gehört.

Zu verstehen.

Sie fühlt sich verraten und das zum zweiten Mal.

Zitat:
Kurz danach brach alles auf mich zusammen: schwere Atmung, Übelkeit, Herzklopfen etc.

ist bekannt diese Reaktion. Die Psyche drückt sich über den Körper aus.

Zitat:
Ich schrieb ihr eine Nachricht wie leid es mir tat und wie dumm ich reagiert habe.

Dumm ist untertrieben.

Zitat:
2 Tage danach hinterließ ich ihr noch zwei Briefe, wo ich noch genaueres erklärte und mich bei ihr entschuldigte. Keine Antwort.

Was gibst den da zu erklären wenn eine Person sich nicht an Absprachen hält 🤔

Zitat:
Meine Suizidgedanken begannen und die körperlichen Beschwerden wurden zu meinem Alltag.

Was sagt die Therapeutin dazu ?


Zitat:
Ich ließ mich kurz danach einweisen in einer Klinik in der Nähe, doch verließ sie einen Tag später, da ich mich dort überhaupt nicht wohl fühlte.



Zitat:
Dabei war meine Motivation immer, dass sie irgendwann doch antwortet.

Warum sollte sie antworten nach dem wie du dich verhalten hast ? Und eine Besserung ist auch nicht eingetreten in der kurzen Zeit.

Zitat:
Jetzt, seit über einem Monat absolut keine Nachricht von ihr, wird es für mich immer realistischer, dass sie sich nicht mehr melden wird, geschweige denn jemals wieder eine Beziehung mit mir eingehen wird.

Die Akzeptanz kam das es so ist.

Zitat:
Mir kommt vor ich habe alles probiert, um mein Leben wieder lebenswert zu machen. Doch die körperlichen Beschwerden kamen wieder zurück, mir kam vor, als hätte ich durch meine intensive Arbeit an mir selbst so gut wie alles gelernt und jedes Gespräch darüber mit Therapeutin, Freunden oder meiner Mutter drehten sich seit kurzem nur noch im Kreis und es kam nichts wirklich neues dabei raus.

Wie lange war den die intensive Arbeit mit dir gewesen ?

Welche Therapieform war das ?

Welche Körperlichen Symptome hast du ?


Zitat:
Jetzt überlege ich, wie lange ich das noch aushalte und so weiterleben kann. Es fühlt sich an als wäre ich wieder bei 0, als hätte ich nichts von mir selbst.



Zitat:
Ich weiß, dass man jetzt sagen könnte ich sei noch jung, dumm und sowas kann passieren. Dass das ja normal sei bei Liebenskummer und Sehnsucht nach der Person, die man 3 Jahre lang gewohnt war an seiner Seite zu haben. Aber sie war so viel mehr als das für mich. Dass ich sie verloren habe, war ein Beweis, dass ich Dinge nie richtig machen kann und merke, wie unglaublich sch. es mir in so einer Situation ging.

Die Selbsterfüllende Prophezeiung

Ich hatte immer irgendwas in meinem Leben,
1) das mich belastet hat,
2) sei es ein abusive Stiefvater damals,
3) immer wechselne Lebensumstände,
4) sodass ich nie irgendwo Fuß fassen konnte
5) und mich immer als Außenseiter sah,
6) starke Dro. (von denen ich seit längerem clean bin) und
7) Probleme in Jobs
8.) und Schule.


Zitat:
Immer gab es etwas, das mir Lebensenergie raubte. ..

Die hohe Anspannung im Körper.

Menschen nehmen eine gewisse Selbstmedikation vor , hier in dem Fall Dro. = Entspannung um den inneren Druck runter zu regulieren.

Alk ? Dann wäre dwe „Mut“ antrinken. Um sich zu wehren.


Zitat:
Und egal wie oft ich in Therapie gehe

Eine Traumatherapie wirst du denke ich bis jetzt noch nicht gemacht haben.


Zitat:
oder grundsätzlich Selbstreflexion

Würde eher Selbstregulation erst mal gemacht werden müssen um eben nicht impulsiv zu handeln und seine Beziehung in Schutt zu legen.

und Arbeit an mir selbst leiste und ein besserer Mensch zu werden, kommt mir vor,
will mich mein Gehirn immer unten sehen,


Zitat:
ich kann mich nie über längere Zeit ausruhen

Run Modus 🤔


Zitat:
und mich mal wirklich glücklich fühlen ohne negativen und destruktiven Gedanken.



Zitat:
Ich weiß nicht wie lange ich mit diesem Schmerz weiterleben kann und habe oft überlegt mir deshalb das Leben zu nehmen. Mir macht nichts mehr Spaß, ich sehe in nichts mehr einen Sinn,




Zitat:
ich habe den wichtigsten Menschen durch meine dumme Leichtsinnigkeit in meinem Leben verloren und auch wenn ich weiß, dass Zeit Wunden heilt, weiß ich nicht, ob ich den Schmerz dieser Wunden bis zur Heilung ertragen kann.

Nicht jede Wunde heilt die Zeit , …… ein Trauma kann nicht rückgängig gemacht werden.


Man kann aber lernen damit umzugehen.


Die Therapeutin soll man schauen wegen Entwicklungstrauma / Komplexe PTBS, ob da was vorliegen könnte.

x 1 #10


S
Zitat von snoomie123:
@ElGatoRojo danke auch dir für deine Nachricht. Ja, meine Geduld wird gerade auf die härteste Art getestet. Die Zeit vergeht verdammt langsam. Doch ich weiß, dass es das braucht, damit Dinge wieder halbwegs normal laufen werden - sei es in meinem Alltag, Essverhalten, Sport, Sozialem usw. Es schmerzt nur zu wissen, ...

Also dir fehlt sie als Lebensanimateur um Unternehmungen zu machen nicht sie als Menschen wenn ich das hier so lese.

x 1 #11


tööö
snoomie, du musst, wie jeder von uns lernen, die Konsequenzen deiner Taten auszuhalten.
Zu versuchen den Schmerz, der sich aus dem was man tut oder nicht tut entwickelt, in einer Klinik abzugeben, beim Therapeuten abzuladen, oder der Freundin aufzuhalsen wird nicht funktionieren, denn Schmerz ist die Lektion die man lernen muss zu ertragen, damit Fehler die wir machen, sich im Idealfall nicht wiederholen.
Du schreibst, du wolltest dich trennen und du hast deine Freundin betrogen, ganz egal ob mit einer anderen Frau oder einem Mann, sie verzeiht dir das nicht. Muss sie auch nicht.
Akzeptiere ihre Entscheidung. Sie will euch nicht mehr, weil sie es leichter haben kann.
Anstatt dich immer nur um dich selbst zu drehen, versetze dich bitte auch in Ihre Lage, sie hat dich und deinen Berg voller Probleme 3 Jahre lang mitgetragen und zum Dank dafür, hast du euch herab und nicht wertgeschätzt. Das machst du nicht wieder gut.
So sieht es leider aus, da kannst du jammern und Briefe schreiben so viele du willst, es zählen deine Taten.
Zitat von Scheol:
Also dir fehlt sie als Lebensanimateur um Unternehmungen zu machen nicht sie als Menschen wenn ich das hier so lese.

Sie fehlt als Krücke.

x 3 #12


M
@snoomie123 Dann würde ich ihren Wunsch nach Abstand respektieren. Ich kann verstehen, dass es sich für dich „unfertig“ anfühlt und du dich erklären magst. Da hilft nur lernen, die Grenzen des anderen zu respektieren und auch wenn es schmerzt, es auszuhalten. Tue, was dir guttut, wenn du dich bei deiner Mutter oder Freunden sicher fühlst, dann suche ihre Nähe.

Vielleicht hilft es dir auch, wenn du einen Brief an „sie“ schreibst und deine ganzen Gedanken und Gefühle reinbringst, so wie hier. Keinen, den du abschickst, sondern damit du innerlich mehr zur Ruhe kommst und ihr sagen kannst, was du nie laut aussprechen konntest. Wenn sie dein Angebot bezüglich eines Gesprächs ablehnt, dann ist das ihre Entscheidung. Mehr kannst du nicht tun, außer selbst zu heilen.

Wie gesagt, sei nicht zu streng mit dir, du trägst ordentlich Ballast mit dir rum und konntest dich vielleicht viele Jahre nicht anders ausdrücken. Wenn du deine Schwächen erkennst, kannst du sie annehmen, akzeptieren und für die Zukunft es so gestalten, dass du es leichter hast.

#13


Arev87
Lieber TE, du klingst eigentlich für dein noch junges alter schon sehr selbstreflektiert aber es wird auch klar dass du ein ordentliches Päckchen mit dir rumträgst und noch einiges an Arbeit an dir Selbst und deiner Beziehungsfähigkeit vor dir liegt.
Es tut mir leid dass es dir so schlecht geht und du jetzt realisierst wie schwer der Verlust ist und wie sehr du einen geliebten Menschen verletzt hast.
Aber der Schaden lässt sich nicht rückgängig machen. Ich verstehe auch dass sie als Selbstschutz gerade jeglichen Kontakt abblockt. Alles andere wäre ehrlich gesagt auch ungesund nach deiner Schilderung. Sie klingt wirklich toll.
Ihren Wunsch nach Kontaktsperre musst du akzeptieren. Sehe es als Möglichkeit daraus zu lernen und zu wachsen.

#14


A


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