Zitat:Auch ich wurde zuvor noch nie verlassen und allerdings kommen Traumata hoch, die ganz weit zurückliegen. Doch auch mit dem Wissen, dass ich krampfhaft versuchte etwas von ihm zu bekommen und genau an diesen Thematiken arbeite, überrollt mich ständig diese verzweifelte schmerzhafte Sehnsucht nach ihm. Mein Kopf weiss das, mein Herz und mein Sehnen hoffen täglich. Mich macht das langsam mürbe.
Er hat es auch nie wirklich beendet, er sagte stets er weiss es nicht. Aber zwischendurch auch ich solle ihn in Ruhe lassen und je mehr ich versuchte Klarheit zu bekommen desto mehr hat er sich zurückgezogen.
Und was er weiss und was nicht, ist nicht mehr das Thema, weil es eine zerstörerische Situation ist, der ich mich nicht mehr ausliefern will.
Ich gebe nur langsam auf, weil diese andauernde Belastung einfach zuviel wird. 7 Monate hin-her, oder 3 nach dem letzten Sehen, da müsste es doch irgendwann besser werden oder minimal leichter, sich zumindest verändern, oder nicht?
#6
Magst Du schreiben um was für Traumata es sich handelt und wie lange die zurückliegen ?
Es scheint sich ja um Mehrere zu handeln.
Wenn diese im Zusammenhang hochkommen, ist es wichtig an diese Ursachen heran zu gehen und zu bearbeiten. Das sind äußerst schmerzhafte und belastende Prozesse.
Ich rate Dir ebenfalls dazu professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mehre Traumata alleine in Deinem derzeitigen Zustand aufarbeiten zu wollen, halte ich für äußerst riskant und auch für recht unwahrscheinlich, daß Du das schaffen kannst.
Zitat:Ich weiss, meine Schwester schlug mir bereits vor mich ins BKH zu bringen, doch das schließe ich momentan noch aus, weil Arbeit eine stabilisierende Konstante darstellt, die ich nicht verlieren möchte. Und es selbst schaffen will. Mein Schritt gerade ist keinen Alk. mehr zu trinken (bin stolz, es seit 5 Tagen durchzuhalten), es gab zuvor 3 Monate keinen Tag ohne; und mich hier anzumelden.
Daß Du Deine Arbeit nicht verlieren möchtest, ist absolut verständlich.
Sei Dir aber auch bewußt, daß das hohes Risiko besteht, daß Du Deinen Zustand in dem Du Dich seit 7 Monaten befindest, nicht unbegrenzt durchhalten kannst. Du bist doch jetzt bereits am Ende Deiner Kräfte. Bitte riskiere keinen kompletten Zusammenbruch und nimm lieber Hilfe in Anspruch und lasse es erst gar nicht dazu kommen.
Es ist gut, daß Du 5 Tage ohne Alk. ausgehalten hast.
Zitat:Hilfe hab ich bereits im Prozess (vor 6 Monaten) in Anspruch genommen, half mir allerdings nicht weiter.
Nur in Bezug auf "Zulassen"-"Hinschauen"-"Dasein lassen" aber auch das muss doch irgendwann besser werden.
Was war denn das für eine Hilfe und wie lange und in welchem Umfang hast Du die in Anspruch genommen ? Hast Du eventuell zu schnell und zu viel erwartet ?
Hast Du über Einzel Gespräche in kurzen Zeitabständen beim Facharzt nachgedacht und Dich dahingehend informiert ? Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, wenn Du keinen Klinikaufenthalt möchtest.
Auch wenn Du bisher aktiv versuchst hast Deine "Baustellen" alleine aufzuarbeiten, reicht es bisher doch offensichtlich nicht aus, um eine deutliche Verbesserung und einen stabileren Zustand zu erreichen. Bist Du Dir sicher, daß Du Dir selber nicht zu viel abverlangst, zuviel von Dir selber erwartest, Dich nicht selber überforderst ?