Susan23
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Gerade wohl der schlechteste Zeitpunkt für Herzschmerz aber es gibt auch keinen der wo es wirklich passt. Es tut immer weh und dreht dein Leben erstmal auf links….ich fühle mit jedem von euch, denn ich habe alle Formen von Gefühlschaos durchlebt. Bin oft an meine Grenzen gekommen aber habe immer wieder einen Weg rausgefundenen, der mich Kraft gekostet hat aber auch Erfahrung die ich mit in meine Zukunft nehmen konnte.
So nun aber zu mir. Ich lese schon jahrelang hier mit und schaue wie der ein oder andere mit Trennung und Scheidung,‘mit oder ohne Kinder umgeht.
Das ist aber nicht das Thema. Meine Scheidung liegt einige Jahre zurück und auch wenn ich dachte, dass ich das nicht überlebe, habe ich damit meinen Abschluss finden können. Für mich ist das ein Kapitel und gehört als Teil zu meinem Leben, nicht mehr und nicht weniger.
Mein aktuelles Thema ist, meine Beziehung zu einem Mann die vor 8 Jahren begann. Wir hatten einige Höhen und Tiefen, immer wieder Trennungen, Streitereien und Kontaktabbrüche. Trotz dessen sind wir nie voneinander losgekommen. Meist suchte er den Kontakt nach einer Pause.
Nun ist es so, dass er vor 2 Jahren ausgewandert ist. Ich war ihn besuchen mit meinem Sohn und immer wieder machte er zum Thema, wenn ich zu ihm kommen würde, es für uns ein Neuanfang wäre. Er mich gerne bei sich haben würde und es alles anders wäre als in Deutschland. (Wir haben nie zusammen gewohnt)
Ein Jahr lang, immer wieder versuche mich für dieses Abenteuer zu begeistern.
Ich wagte es und wanderte vor knapp einem Jahr aus, direkt zu ihm und gemeinsamer Alltag. Eigentlich das was ich mir immer von einer ernsthaften Beziehung gewünscht habe, Alltag, Sorgen und Wünsche teilen, Erfolge feiern und sich zeigen das man stolz aufeinander ist. Der Anfang war holprig, ich Heimweh, Angst vor allem neuen und so weit weg von der Heimat. Ich habe viel geweint und mich gefragt, ob es richtig war. Doch mit der Zeit wurde es besser, ich gewann an Selbstvertrauen in einem Job der hart ist, mich aber in das soziale Leben hier reinbringt. Ich bin zufrieden und kann mir aktuell nicht vorstellen etwas anderes zu machen.
Nun das Problem wo ich nicht mit klar komme. Seine Familie und Freunde kennen mich von früher, ich kam mit allen klar und hatte keine Problemen mit den Menschen von seiner Seite.
Nach wie vor werde ich aber verleugnet. In seinem Leben in Deutschland gehöre ich nicht zu ihm. Er verbringt seine Urlaub bei seiner Familie und Freunden. Ich bin da nicht existent.
Ich habe lange darüber nachgedacht und das erste Jahr (was jetzt endet) habe ich das auch noch akzeptiert. Er war Februar, Sommer komplett 4 Wochen und Oktober in dtl. Und keiner von seiner Seite wusste, wer zu Hause da auf ihn wartet
Jetzt ist es so, dass er nächstes Jahr im Februar wieder zu seiner Familie (Oma,
Schwestern, onkels) fährt und sich das so über das Jahr zieht. Also gibt es für uns keine Planung, kein Urlaub…einfach nichts außerhalb des Alltags. Er meinte man könne ja mal für Jahr 27 schauen, wie es mit gemeinsamen Urlaub aussieht.
Kurz, seine freien Tage und Urlaub verbringt er mit Familie und Freunden.
Ich bin da nicht mit eingeplant. Also endet unsere Beziehung an der Grenze zu Deutschland!
Für mich nicht mehr dass was ich mir von einer Beziehung für die Zukunft vorstelle. Es tut unheimlich weh aber ich habe für mich entschieden die Beziehung zu beenden und meinen eigenen Weg zu gehen. Mit vielleicht irgendwann einem Menschen, der mich komplett in seinem Leben haben will und nicht nur, wenn ich ihm etwas nütze.
Hat jemand so etwas ähnliches durchgemacht und kann von seinen Erfahrungen erzählen!?
Ich werde mir nun erstmal eine Wohnung suchen, denn zurück nach DTL. Ist zeitnah keine Option für mich.
Es heißt jetzt standhaft bleiben und nicht einknicken. Es würde sich nichts ändern. Und nur so komme ich dort hin, wo ich willkommen bin.
Es tut mir trotz allem weh aber ich habe keine Wahl und muss da jetzt durch.
Das war jetzt die Kurzversion, Details ergeben sich sicher im Dialog und nach Fragen. Wollte euch auch nicht gleich erschlagen.
Liebe Grüße und schöne Weihnachten für euch! ☺
S.
Ohne dass ich jetzt bitte in die Schiene komme, dass ich irgendwas bewerten will! Die Sozialisation ist womöglich anders, aber nicht besser oder schlechter.