Zitat von Amberintears:Ich leide sowieso seit der Kindheit an Depressionen und gehe wöchentlich zur Therapie. Jetzt habe ich erfahren, dass er schon nach 5 Monaten eine neue hat. Ich bin 3,5 Jahre älter als er und hatte meinen 40sten im April. Ich meine es ernst, wenn ich sage, ich wünsche es gäbe einen Unfall, wo ich einfach tödlich verunglücke.
Liebe @Amberintears
ein "Hilfeschrei" von dir, den ich aus meiner eigenen Selbsthilfegruppe für Depressionen und Ängste kenne. Menschen, die völlig verzweifelt sind, weil es morgens schon schwerfällt aufzustehen und die Depressionen dich überrollen, sprechen dort öfter über Suizidgedanken.
Den Tag zu überstehen, seinen Verpflichtungen nachzukommen ist dann mit einer ungeheueren Anstrengung und Erschöpfung verbunden.
Du hast jetzt, durch die Trennung deines Mannes, noch zusätzliche Probleme und wahrscheinlich Zukunftsängste. Alles kommt zusammen und alleine kommst du da nicht raus.
Hast du deinem Therapeuten von deinen Suizidgedanken berichtet? Und wie hilft er dir da wieder raus?
Was hast du denn für eine Therapie....Verhaltens/Gesprächstherapie oder tiefenpsychologische Therapie?
Ja, ich hätte da sehr viele Fragen, weil ich einmal in der Woche in die SHG gehe und es sind immer wieder neue Leute da, die Unterstützung und auch soziale Kontakte brauchen. Nimmst du Antidepressiva oder andere Medikamente, die dir helfen könnten?
Vor allen Dingen benötigt man als Betroffener das Verständnis von ebenfalls Erkrankten, die Hilfe leisten können, nicht nur durch zuhören, sondern auch mit aktiver Hilfe zur Seite stehen.
Wie es mir vor Jahren mal so schlecht ging und ich ebenfalls alles verloren hatte, da bin ich in eine sehr gute psychosomatische Klinik gegangen.
5 Wochen wurden von der KK genehmigt und ich wurde in meiner Wunschklinik von einer wundervollen Ärztin betreut, Ich wurde nicht mit physischen Therapien überfordert, mir wurden viele Ruhezeiten zugestanden. Massa.n, Tanztherapie, 3 mal in der Woche Einzelpsychotherapie (tiefenpsychologisch) bei einer super Therapeutin, malen oder andere kreative Tätigkeiten, ganz individuell und nach Wunsch usw.
Gesundes Essen und viel Schlaf.
Ich brauchte damals unbedingt diese Auszeit für mich ganz alleine. Diese Gedanken, die du hast, die hatte ich auch. Deshalb nehme ich das sehr ernst und verstehe dich.
Deine Kinder sind groß, können doch bestimmt alleine bleiben oder untergebracht werden, damit du heilen kannst an Körper, Geist und Seele.
Ich wünsche mir sehr für dich, dass du jetzt nicht aufgibst, sondern im Notfall in eine Klinik gehst, wo dir geholfen wird.
Danach eine Reha machst
In meiner Stadt gibt es z.B. eine psychosomatische Notfallaufnahme, da kann man zu jeder Tag und Nachtzeit Hilfe bekommen.
Vielleicht habt ihr das bei euch auch. Es ist so wichtig, dassdu nur an dich denkst und natürlich deine Kinder nicht vergisst, die dich
lieben.
Viele liebe Grüße
Santosha
