Downinahole
Gast
Nur weil ich jetzt gerade viel zu schwach zum kämpfen bin, heißt das nicht, dass ich nie gekämpft habe. Ich habe wie ein Löwe gekämpft um die Essstörung zu überleben und habe es geschafft. Ich habe nicht dagesessen und gewartet, dass irgendwas passiert. Mir fehlt gerade die Kraft. Und trotzdem hab ich um die Wohnung gekämpft (auch wenn das im Nachhinein dumm war), mir als nicht mehr viel ging den Klinikplatz besorgt, meine Wohnung danach eingerichtet.
Ich kämpfe mit der Panik, meinen alten Job weiter zu machen. Ich WEIß, dass man für sich selbst verantwortlich ist. Und ich habe nie ein Problem damit gehabt, alleine zu sein. In meiner ein paar Jahre zurückliegenden Beziehung war das sogar extrem wichtig für mich. Jetzt ist es nunmal schwer. Die meisten haben wegen Job/Kindern oder was auch immer keine Zeit, das ist klar in dem Alter. Ich wollte früher nie Mutter werden. Mit IHM wollte ich das, weil es der erste Mann war, mit dem ich mir ein Leben habe vorstellen können. Dann zerbrechen von heute auf morgen die letzten Träume, die man hatte. Das ist der Status Quo. Ich sitze nicht da und warte. Ich kann gerade nicht anders als traurig sein. Auch wenn ich unter Leuten bin und lache- innerlich bin ich zerissen und muss akzeptieren, dass das natürlich nicht einfach von alleine weggeht. Aber ich kann es gerade auch nicht erzwingen. Denn daraus treffe ich die falschen Entscheidungen, wie auch die Wohnung eine falsche Entscheidung war aus blindem Aktionismus.
Es ist schwierig, Dinge zu verändern, wenn man sich selbst nicht mehr vertraut.