Ich lebe noch

Ehemaliger User

hallo,
seit 2 Monaten bin ich alleine. Ich lebe noch. Aber die Einsamkeit und Traurigkeit überkommt mich immer wieder. Und auch der Hass auf Ihn. Wie schaffe ich es wieder glücklich zu sein? Mir fällt gerade vieles so schwer ...gestern hat mir eine Freundin gesagt, daß ich stolz sein soll Ihn verlassen zu haben .. ja, ich bin ausgebrochen. Ich muß auch zugeben daß ich meiner Beziehung oft sehr, sehr unglücklich war ... vertraut habe ich ihm nie so richtig und ich hatte oft den Eindruck nicht gut genug zu sein .. seine Distanziertheit und Überheblichkeit haben mich tief getroffen ...gibt es jemanden der ähnliches erlebt hat? Dessen Partnerschaft von ständigen Trennungen und Versöhnungen durchzogen war ... über Antworten und Gedanken würde ich mich freuen ... wohne übrigens zwischen Stuttgart und Karlsruhe ... und nette Gespräche sind mir immer willkommen ...
Ich wünsche Euch alles Gute. Das Schreiben tut mir gut.
padparadscha

06.07.2002 18:33 • #1


Ehemaliger User


hi, ich kann dir aus meiner erfahrung nur sagen, es gibt ständige hoch´s und tief´s. wobei mit der zeit die tief´s nicht mehr so tief sind.

ich wünsche dir ganz viel kraft.

gigi

06.07.2002 22:57 • #2


Ehemaliger User


Hallo,
du ich verstehe dein problem und deine gefühle ganz genau. ich würde vor knapp 9 wochen nach über 7-jähriger ehe verlassen. von heute auf morgen. wir hatten auch unsere ständigen auf und abs wobei die letzten 2-3 jahre eher ein auf waren. mein mann hat eine umschulung durchgestanden und vor uns lag eine gute zukunft. die aussicht auf schuldenfreiheit, grössere wohnung etc. mein mann hat sich jedoch immer mehr darauf konzentriert weit auswärts einen neuen job zu finden wogegen ich mich gesträubt habe. als grund der trennung gab er mir an das er abstand bräuchte und keine luft mehr bekäme. allerdings im nachhinein muss ich sagen das das eine lüge war. ich habe ihn nie mit irgendwelchen problemen "belästigt" und alles für die familie alleine geregelt. ich denke dieser mann hat einfach keinen bock auf familie und mehr lust auf freiheit. in den 8-9 wochen hat er keinerlei interesse an unserem sohn (6) gezeigt. das hat mich am meisten getroffen zumal das kind keinerlei möglichkeit hatte von seinem vater abschied zu nehmen. nun hat mein mann einen job angenommen und wird ende september nach berlin ziehen. das ist eine entfernung von knapp 900 kilometer von uns. ich denke mein sohn wird seinen vater nicht mehr sehen. aber was am meisten aufregt ist das er einfach nicht zugeben will das ihn das alles nicht interessiert. er weicht eher aus statt konkrete aussagen zu machen. das alles ist eigentlich nicht das schlimmste. was mich trifft ist das ich von meiner seite aus keinen grund zur trennung gesehen habe und das er kein interesse mehr an seinem sohn hat mit dem er fast 7 jahre unter einem dach gelegt hat, ja soger den 3jährigen erziehungsurlaub gemacht hat.
ich fühle mich leergesaugt und verar.....
und vor allen dingen hilflos meinem sohn gegenüber der ständig nach seinem vater fragt.

vielleicht gibt es hier jemanden der ähnliches erlebt hat und mir gute ratschläge geben kann.

Manu

27.08.2002 16:05 • #3


Catrin


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Hallo,

ich glaube, auch du bist an einen "bösen Buben" geraten. Sie stoßen uns hin und her, lassen uns zappeln, dann ist wiedermal alles gut... Die Ursachen liegen dafür in unserer Erziehung. Wir sind das kleine Mädchen, das gefällt, wenn es gehorcht, lieb ist und nett. Böse Buben bedienen sich dessen, saugen uns aus, lassen uns fallen und wenn wir es nicht sind, dann ist es die Nächste.
Andersherum sollte es sein. Wir sind etwas ganz Besonderes, und wer uns bekommt, der hat schon mächtig Glück im Leben. Verinnerliche dir das bitte! Sonst ist der nächste Typ wieder so einer.
Sei stark!
Catrin

01.09.2002 14:06 • #4


Ehemaliger User


Liebe Catrin,
danke für Deine lieben offenen Worte. Diese Gedanken kamen mir auch schon einige Male. Das er uns, das Kind und mich gar nicht verdient hat. Dagegen steht dann wieder die Zeit in der ein Vater und Ehemann war. Es ist wirklich sehr schwer für mich ihm puren Egoismus vorzuwerfen.
Da es nur noch 3 Wochen sind bis zu seinem Umzug will er "die Dinge" regeln die zu regeln sind. Ich gebe zu das er sich sehr kooperativ verhält und mir einen guten Unterhalt zahlen will. Er kommt mir auch sonst sehr entgegen mit Zahlungen die noch anstehen im nächsten Monat. Das alles lässt ihn sehr nett erscheinen, aber ich werde das Gefühl nicht los das er sich freikaufen will, auch von seinem schlechten Gewissen. Er wünscht auch von mir das er seinen Sohn telefonisch kontaktieren kann von Berlin aus. Ich finde leider zu spät denn es sind nun 9 Wochen vergangen in denen das Kind sehr gelitten hat. Daraus ergibt sich eine natürliche Wut die es ihm gerade jetzt eben nicht so einfach machen will beim Verlassen der Stadt. Ich denke ich lasse es auf einen Rosenkrieg zulaufen. Ich fühle mich verletzt, ausgesaugt und hintergangen. Betrogen um eine schöne Zukunft von der ich immer geträumt habe in unserer Ehe.

Das ich an mir einiges ändern muss damit ich nicht wieder den gleichen Fehler begehe weiss ich. Die Sache hat nur einen Haken: Ich lieben diesen Mann noch immer aus tiefstem Herzen und kann das nicht einfach abschalten. Noch immer wünsche ich mir das er bereut fernab von uns. Zur Zeit sieht es aber von seiner Seite gegenteilig aus. Hoffnung besteht glaube ich null. Dieses Hin und Her zerreisst mich. Das spürt leider auch mein Kind, der für all das nichts kann und nicht wirklich weiss was los ist.

Ich hoffe das hier ist nicht alles zu verwirrend.

Ich bin auf jeden Fall sehr froh dieses Forum entdeckt zu haben. Schade das es erst jetzt ist. Die letzten 9 Wochen waren für mich die reinste Achterbahnfahrt. Aber ich hoffe das ich hier für die kommende Zeit (die glaube ich sehr lange sein wird) einen Hafen für meine Gefühlswelt gefunden habe.
Noch fällt es mir schwer mich hier schriftlich ganz zu öffnen. Aber der erste Schritt ist getan.

Manu

01.09.2002 20:55 • #5


Angelheart


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Ergänzend möchte ich noch hinzufügen das ich bis dato immer noch keine Gründe von ihm gehört habe warum er sich von uns getrennt hat.  Das macht mich verrückt. Ständig denke ich darüber nach was passiert ist. Was ich falsch gemacht habe....

01.09.2002 23:10 • #6




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