Ehemaliger User
Gast
Lange Rede kurzer Sinn. Inzwischen wohne ich seit eineinhalb Wochen vorrübergehend bei meinen Eltern bis ich zum 01.11. meine eigene Wohnung beziehen kann. Durch die Übergangslösung bei meinen Eltern hatte ich gehofft, dass die Beziehung zu meiner Frau etwas besser würde, da sie die räumliche Trennung herbeigesehnt hatte. Doch anstatt nun freundlicher mit mir umzugehen, wird es scheinbar immer schlimmer. Anfangs sagte sie noch, sie mag mich als Freund, aber mehr empfindet sie eben nicht, doch inzwischen ist es so, dass aus ihr der pure Hass herauszubrechen scheint, wenn sie mich sieht. Am Telefon geht es noch, aber wie gesagt, sobald sie mich sieht ist alles zu spät.
Wir haben zwei Kinder (7 und 9), weshalb ich sie auch in Zukunft sehen werde, aber ich weiß echt nicht, wie ich mit diesen Launen umgehen soll. Wird das irgendwann besser?
Ich habe meine Frau weder betrogen noch belogen noch sonstwas. Das was ich mir vorzuwerfen habe ist wie in vielen Fällen die Tatsache, dass ich sie wohl zu wenig unterstützt habe und oftmals zu sehr auf meine Interessen geachtet habe, aber das sind Streitpunkte und keine Trennungsgründe, zumindest nicht nach dieser Zeit.
Es mag jetzt blöd klingen, aber ich merke, dass meine Frau dringend professioneller Hilfe bedarf, da sie wirklich nicht weiß, was sie will. Die professionelle Hilfe lass ich mir jetzt geben in der Hoffnung, dass ich ihr dadurch vielleicht auch helfen kann. Allerdings müsste sich dazu erstmal unser Verhältnis verbessern. Kann es sein, dass bei Frauen Anfang 30 so eine Art Midlife-Crisis auf den Plan tritt, wenn sie früh geheiratet haben?
Ich habe mir auch schon überlegt, ob es damit zusammenhängen könnte, dass sie soweit alles bekommen hat, was ihrer Meinung nach zu einem perfekten Leben gehört - Haus, Kinder, Hund, Katzen, Auto etc. Und jetzt fehlt ihr eben noch irgendwas, das ich ihr anscheinend nicht mehr geben kann.
Sie hat mir gesagt, dass sie mich nicht mehr liebt, aber ich kann ihr das nicht glauben. Vielleicht will ich's auch nur nicht. Auf jeden Fall hat sie keinen anderen, sie will einfach nur ihre Ruhe, aber ich kann sie nicht so ohne weiteres gehen und in ihr Verderben rennen lassen. Schließlich liebe ich sie und die Kinder über alles und wäre gerne wieder Teil ihres Lebens.
Mir fehlt momentan einfach alles - sie, die Kinder, sogar das "Gassi-Gehen" mit dem Hund. Am meisten aber fehlt es mir, die Kinder im Alltag erleben zu können. Und natürlich ihre Nähe, aber ich befürchte, dass ich die nie wieder erleben werde. Grund dafür ist, dass wir regelmäßig unsere Krisen hatten und sich die auch meistens um dieselben Themen gedreht haben (Hilfe im Haushalt etc.). Jetzt hat sie Angst, ich würde ihr etwas vorspielen und mich nicht ehrlich bemühen. Allerdings war es auch noch nie so akut wie im Moment.
Wenn mir jemand helfen kann, ich freue mich über jede Antwort, da ich wirklich ratlos bin, was ich noch tun könnte.