FranzE
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Ich spiele Gitarre, gehe Joggen und male gern. Meine Frau (Erwerbungsunfähigkeitsrentnerin) teilt leider nicht mit mir diese Interessen. Früher sind wir mal ins Kino gegangen, spazieren oder essen gegangen. Seit 2 Jahren leidet meine Frau unter Clusterkopfschmerzen und weitere gesundheitliche Probleme und ist nachts häufig wach, in Folge unausgeschlafen und stimmungsmäßig sehr empfindlich, reizbar und kritisch. An den genannten Unternehmungen hat sie kaum mehr Interesse. Wenn ich vergesse etwas zu erledigen, reagiert sie sehr gereizt, warum habe ich das vergessen oder falsch gemacht habe? Dadurch kommt es ständig zu Streit und ich nehme mich immer mehr zurück, um Fehler zu vermeiden. Dadurch wird das Leben immer zäher.
Mich nimmt die Situation psychisch sehr mit, ich mache auch eine Therapie aus diesem Grund, weil ich schon einen Großteil der Probleme bei mir sehe. Von einer Paartherapie hält meine Frau nichts, sie sagt, sie kennt ja unsere Probleme. Meine Psychologin rät mir meine Hobbys zu pflegen, um daraus Kraft zu schöpfen auch für die Beziehung. Allerdings ist meine Frau dagegen, dass ich meine Hobbys zurzeit ausübe, weil ich mich den Beziehungsproblemen stellen und gemeinsam mit ihr lösen soll und eine Beschäftigung mit Hobbys mich von den eigentlichen Beziehungsproblemen ablenken würde.
Ist es nicht normal, dass man auch in dieser Situation Hobbys als Anker braucht?
Mit Bekannten treffe ich mich schon gar nicht, weil ich ohnehin schon zu viel Zeit für mich hätte.
Durch die Orientierung fast nur auf die Beziehung, habe ich keinen Bekanntenkreis, mit dem ich meine Beziehungsprobleme besprechen könnte.
Nach einem heftigen Streit hat meine Frau heute ihre Koffer gepackt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie wirklich weg ist.