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Immer noch Schwierigkeiten nach Jahren Patchwork

S
@GreenTara das will ich auch . Ich liebe diesen Mann und ich will es auch nicht aufgeben. Ich brauche aber ebenso eine Anerkennung meiner Bedürfnisse und Gefühle. Das ist das,woran wir beide arbeiten müssen.
Der Austausch hier hat mir auf jeden Fall geholfen, ihm ein Stück weiter zu verstehen.

• x 2 #166


M
Zitat von sungreal:
Hallo an alle, die wohl mehr oder weniger in einem ähnlichen Boot sitzen. Mal ist es eine Yacht, mal eine Schaluppe, aber ein Boot ist wohl bei den meisten. Ich habe einen Mann, zusammen haben wir 5 Kinder, drei habe ich+drei hat er, zusammen haben wir 5. Wir sind seit genau 10 Jahren zusammen. Kennengelernt durch ...

Hi,

ich habe nur den Anfangspost gelesen.

Ich finde das schade, dass Du wenn ich es richtig verstehe, anscheinend den Mann magst und er Dich auch.
Ihr aber irgendwie keine Ordnung in die Trennung der Paarebene von Euren jeweiligen Kindern bekommt?!

Ich kann das ein Stück weit verstehen, wenn das gemeinsame Kinder sind weil es dann im Interesse beider Eltern ist, Einfluss zu nehmen so wie sie es richtig finden.

Aber hier...wo ja in erster Linie jeder v.a. Verantwortung für sein Kind hat und darin auch autonom sein sollte...gibt es nicht die Möglichkeit, das besser zu trennen?!e Klar wenn man gefragt wird, kann man sich einmischen. Aber ansonsten wäre es eine Möglichkeit schlicht konsequent Neutralität zu bewahren wenn es jeweils um die Belange der Kinder des anderen geht.

Ich war wenn auch nur paar Jahre auch mal in ner Patchwork Beziehung. Und auch wenn ich so manches sicher anders gemacht hätte, hab ich mich gehütet, mich in die Themen SEINE Kinder betreffend ungefragt einzumischen. Und auch vor den Kindern hab ich seine Entscheidungen als Papa nicht hinterfragt oder boykottiert. Auch wenn es mich manchmal gejuckt hat. Aber am Ende waren es ja SEINE Kinder. Ausser es betraf meine Person direkt (was aber selten war) oder er hat um Rat gefragt.

Ich finde auch nicht, dass man hier eine Hierarchie braucht oder sich zwischen Partner und Kind "entscheiden" müsste. Und so beschreibst Du es ein bisschen.
Es sind verschiedene Ebenen. Und ich weiss immer nicht ob man sie vermischen oder in Konkurrenz setzen sollte.

Und am Ende des Tages sind Eure Kinder großteils schon erwachsen. Ich fände es sehr schade, wenn deshalb das Ding auseinander fliegt. Weil sie haben irgendwann ihr eigenes Leben! Eine schöne Beziehung die bleibt aber wichtig auch danach und im Alter!

Vielleicht gibt es die Möglichkeit einer Paarberatung oder so...es gibt auch die Möglichkeit von Aufstellungen um zu schauen wo da der Wurm drin ist systemisch.

Am Ende des Tages ist natürlich auch wichtig, wie DU Dich neben dem Mann fühlst. Angenommen ihr hättet beide garkeine Kinder und es gäbe diese Themen nicht...wäre er dann Dein Traummann?!
Wenn ja, würde ich versuchen an der Sache zu arbeiten. Wenn nein...ist die Kinderfrage wohl nur ein Symptom für die Probleme die auch auf der Paarebene vorhanden sind...

Alles Gute Dir!

• x 2 #167


A


Immer noch Schwierigkeiten nach Jahren Patchwork

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Ouabain
Hallo @sungreal ,

Du hast hier ja wirklich binnen kürzester Zeit enorm viel Input bekommen.
Ich drücke Dir die Daumen, dass es dabei hilft, die Dinge zwischen Euch gerade zu rücken.

Ein Aspekt fehlt mir jedoch. Es wurde immer wieder gesagt, dass Deine Kinder ja schon groß sind und klingt ein bisschen so, als würde zwangsläufig der Kontakt ja eh immer dünner. Das sehe ich anders.

Ich kenne Familien, da ist die elterliche Wohnung ein wichtiger Mittelpunkt geblieben bis ins hohe Alter der Eltern. Die Kinder kommen öfter vorbei, bringen ihre Partner mit, auch die Enkelkinder und ist eine fröhliche Runde.

Da Du guten Kontakt zu Deinen Kindern hast, besteht bei Dir zumindest die Chance, dass Dein Leben sich so entwickelt.

Man kann das nicht erzwingen. Jedoch fördern, indem sich die Kinder bei Besuchen wohlfühlen. Oder eben auch blockieren, wenn versehentliche Krümel beginnen, sich wie eine Katastrophe anzufühlen.

Deshalb sehe ich eine ggf. Entscheidung zwischen Mann und Kindern ein wenig anders. Natürlich hoffe ich, dass es dazu nicht kommt und ihr beide einen Weg findet.

• #168


S
@merretich vielen Dank für deinen Beitrag!
Es ist aber tatsächlich so, dass es keine Autonomie in diesen Fragen geben kann. Es betrifft tatsächlich uns beide, oder noch viel mehr Personen, da nach vielen Jahren und mit zunehmendem Alter der Kinder, geht es nicht mehr darum "das sind meine Kinder, meine Verantwortung und Entscheidungen". Es war mal so und da haben wir miteinnader gesprochen und uns gegenseitig um einen Rat gefragt, da war es weniger Konflikt belastet.
Es verändert sich, wenn die Spielregeln sich ändern und keiner mehr erzogen werden muss/kann und noch ggf. alte Wunden nicht verheilt sind und noch vieles mehr...
Er ist definitiv mein Herzensmensch, genauso wie ich seins bin und wir wollen beide daran arbeiten.
Der Austausch hier hat mir sehr geholfen und ich danke allen dafür.

• x 3 #169


S
@Ouabain genau das, was du beschriebst möchte ich und ich möchte auch, dass alle in dieser Runde sich einfach frei fühlen, frei darin das zu sein, was sie sind und genug Respekt voneinander zu haben, um auf genau diese Punkte bei dem anderen zu achten oder zumindest das zu versuchen.

• x 2 #170


alleswirdbesser
Zitat von merretich:
Aber hier...wo ja in erster Linie jeder v.a. Verantwortung für sein Kind hat und darin auch autonom sein sollte...gibt es nicht die Möglichkeit, das besser zu trennen?!e Klar wenn man gefragt wird, kann man sich einmischen. Aber ansonsten wäre es eine Möglichkeit schlicht konsequent Neutralität zu bewahren wenn es jeweils um die Belange der Kinder des anderen geht.

Ich glaube diese Trennung funktioniert nur, wenn man sich nicht als Familie sieht, sondern nur als Paar. Noch besser funktioniert es, wenn man nicht zusammen wohnt, wie es bei mir gerade ist. Aber entscheidet man sich dazu nochmal eine Familie zu gründen mit allem drum und dran, so gehören die Kinder schlicht dazu, auch die Bonuskinder. Gerade diese Trennung zwischen meine und deine Kinder ist dann eher kontraproduktiv. Wobei ich mir diese Familiengründung mit Patchwork eher bei kleineren Kindern vorstellen kann. Meinen großen Kindern würde ich das nicht mal zumuten wollen.

• x 2 #171


S
@alleswirdbesser ich glaube tatsächlich, wir hätten es auch einfacher/ auf jeden Fall anders gehabt, wenn die Kinder kleiner wären. Patchwork mit Pubertät ist hart.

• x 1 #172


alleswirdbesser
Zitat von sungreal:
Patchwork mit Pubertät ist hart.

Ich würde es weder den Kindern noch dem neuen Partner zumuten. Obwohl ich das kenne, in meine zweite Ehe habe ich meinen Sohn mitgebracht, mein Exmann lernte ihn kennen, da war er drei.

Mein zweiter Patchwork Versuche ist kläglich gescheitert, meine Kinder waren schon etwas älter, vorpubertär, und sein Kind zwar klein, aber ein Einzelkind, das um seinen Thron kämpfte. Es sagt mal zu mir, als ich den Ex zur Mithilfe beim putzen verdonnert habe (so musste er das Kind bitten mal kurz alleine zu spielen), dass es sich wünschen würde wieder in der alten Wohnung mit Papa zu leben, ohne mich und meiner Kinder. Ist jetzt nur ein Beispiel, gescheitert ist die Beziehung an anderen Dingen.

Und so habe ich mir geschworen es nie wieder zu versuchen, um meine Kinder zu schützen.

• x 1 #173


S
Zitat von alleswirdbesser:
Es sagt mal zu mir, als ich den Ex zur Mithilfe beim putzen verdonnert habe (so musste er das Kind bitten mal kurz alleine zu spielen),

Ich finde, er hätte sagen sollen, dass er putzen will und nicht vor dem Kind die Schuld dafür auf dich schieben.

• x 3 #174


M
Zitat von alleswirdbesser:
Ich glaube diese Trennung funktioniert nur, wenn man sich nicht als Familie sieht, sondern nur als Paar. Noch besser funktioniert es, wenn man nicht zusammen wohnt, wie es bei mir gerade ist. Aber entscheidet man sich dazu nochmal eine Familie zu gründen mit allem drum und dran, so gehören die Kinder schlicht dazu, ...

Ich meinte auch nicht, dass man keine Familie sei.

Ich meinte eher dass man Dinge die die Kinder (oder grossen "Kinder" 😜 ) betreffen, alleine auf der Paarebene konstruktiv diskutiert. Und sich wenn möglich dort einigt wie man womit umgehen möchte. Oder wo es Probleme gibt die es zu lösen gilt.

Das Beispiel von @alleswirdbesser mit dem putzen ist ein gutes Negativbeispiel, wo sich alle Ebenen vermischen und man die Kinder dann auch damit irritiert und belastet. D.h. das Kind wird in die Paarebene ungefragt reingezogen, die Mutter wird vor ihm ebenso abgewertet wie es selbst. Womit man am Ende sowohl die paarebene nicht schützt als auch die Elternebene demontiert. Sowas geht garnicht.

Bei meinem Ex damals, also ich hab schon meine Meinung gesagt ihm gegenüber. Aber ich habe ihn nicht vor den Kindern hinterfragt. Mir war es wichtig, dass wir ihnen gegenüber als Einheit auftreten. Und dass sie sie am Papa orientieren. Auch damit sie sich sicher fühlen. Und wissen dass wir uns nicht spalten lassen. Oder sie in Konflikte mit reingezogen werden!
Umgekehrt hätte ich aber auch nie versucht ihn und seine Kinder zu spalten oder mit ihnen zu konkurrieren oder die Beziehung zu schwächen. Im Gegenteil hab ich ihn bestärkt wenn es um die gute Bindung zu den Kids ging.

Ich glaube einfach es ist wichtig dass es die Paarebene gibt die geschützt wird.
Und innerhalb dieser geschützten Ebene kann ja alles offen besprochen werden.
Und dort sollte sicher dann auch die jeweilige Eltern Kind Ebene des jeweils anderen respektiert und nicht boykottiert werden.

Und dann denke ich ist es sinnvoll, wenn trotzdem der betreffende Elternteil nach aussen die Verantwortung für sein Kind hat. Auch um die Kinder nicht zu verwirren.

Ich kann mir vorstellen gerade wenn es mehrere Kinder sind UND noch Pubertät UND noch unklar wer wieviel Macht hat (weil die kids sind erwachsen aber irgendwie auch doch nicht..) braucht es eine Form der Abmachung und Ordnung, damit kein Kuddelmuddel, Lagerbildung, Spaltung, Konkurrenz, Querkommunikation, Kommunikation über Dritte oder sonstiges entsteht.

Auch wenn ich mich irgendwann von diesem Ex getrennt hab, weil er auf der Paarebene leider ein ziemliches Problem war, hat das mit den Kids so sehr gut geklappt. Auch wenn ich mir manchmal auf die Zunge beissen musste.
Aber ich konnte mich drauf verlassen, dass er mir im Zweiergespräch zuhört wenn ich was zu sagen hatte und auch versucht hat, das wenn auch oft verspätet, dann zu berücksichtigen.
Und die Kinder haben mich 100% akzeptiert weil sie gecheckt haben, dass von mir keine "Erziehungsarbeit" und auch kein innerfamiliäres Chaos ausgehen wird, sie aber natürlich wie jeder andere Mensch auch ne Grenze von mir kriegen wenn sie MICH! respektlos behandeln (was allerdings sehr selten war). Aber in das andere hab ich mich nicht eingemischt.

• x 2 #175


M
Mein Lieblingsspruch wenn eins seiner Kinder von mir was wollte war:
klär das bitte mit Deinem Papa was der davon hält.
Und dann kommt gern zu mir damit wenn das geklärt ist.
So hab ich ihm die Macht über seine Kinder gelassen (weil am Ende des Tages trug ja auch ER die Verantwortung für sie) und die Kinder hatten ne klare Linie bzw Orientierung.

• x 1 #176


alleswirdbesser
Zitat von Sincerite:
Ich finde, er hätte sagen sollen, dass er putzen will und nicht vor dem Kind die Schuld dafür auf dich schieben.

Er und seine Ex hatten halt ganz andere Erziehungsansichten, jemand musste sich immer mit dem Kind beschäftigen, allein spielen kannte das Kind nicht wirklich. Hätte ich so gelebt als meine Kinder ganz klein waren, würden wir verwahrlosen. Meine mussten auch mal allein spielen, während ich etwas im Haushalt gemacht habe.

• #177


S
Zitat von alleswirdbesser:
allein spielen kannte das Kind nicht wirklich.

Ist aus meiner Sicht nicht gut. Aber er hätte es nicht auf dich schieben sollen, dass er putzt. Ist nur meine Meinung.

• x 1 #178


M
Zitat von alleswirdbesser:
Er und seine Ex hatten halt ganz andere Erziehungsansichten, jemand musste sich immer mit dem Kind beschäftigen, allein spielen kannte das Kind nicht wirklich. Hätte ich so gelebt als meine Kinder ganz klein waren, würden wir verwahrlosen. Meine mussten auch mal allein spielen, während ich etwas im Haushalt ...

Oh jetzt hab ich das erst gecheckt, das Kind hat das bemängelt nicht Dein Ex!

Hier wäre es Aufgabe des Ex gewesen sich vor Dich zu stellen wenn sein Kind Dich angreift denke ich.
So wie er das Kind schützen sollte wenn Du es angreifen würdest. Es braucht halt viel Rückgrat für so eine Position.

Und dann in einer ruhigen Minute mit ihm darüber zu reden dass Du jetzt zum System dazugehörst. Und dass bei Dir halt vielleicht etwas andere Regeln gelten als bei der Mami.

Und dann mit Dir vielleicht auch nochmal zu sprechen wie man das lösen kann. Paradoxerweise können solche Gespräche oder Verhandlungen ja ein Paar wenn man es gut für alle hinkriegt sich auszutauschen was jeder braucht ohne sich anzugreifen sogar zusammen schweissen!

• x 1 #179


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