Zitat von sungreal:@Hola15 Ja genau, das ist der Auslöser des aktuellen Konflikts. Mit dem Konflikt vor 2 Jahren sind wir so umgegangen, dass ich mich dafür ...
Man könnte es auch umgekehrt deuten. Das, was du als Schnee von Gestern, Leichen im Keller und verjährten Angriff auf deine Kinder (und damit dich) definierst, ist in Wahrheit vielleicht genau das, was du dir wünscht: Dass er über seine Gefühle spricht.
Seine Putzerei und Sesselrückerei etc grenzt ja zumindest ans Zwanghafte - und damit schrammt er an einer Angststörung zumindest herum. Wie ausgeprägt ist hier mal gar nicht so wichtig.
Aber: Für so jemand ist es sicher zumindest beinahe traumatisierend, wenn „normale“ Pubertiere sich so verhalten, wie die meisten nunmal sind. Vielleicht hat er den Schock wirklich noch nicht verdaut, und bekommt Angstzustände, wenn er nur daran denkt - und du ihn in die damalige Stresssituation wieder reinzwingst.
Vielleicht sollte man da seine (möglichen) Ängste und Gefühle einfach mal ernst nehmen, ohne sie auf sich und die Kinder als Menschen zu beziehen. Damals wurde er schon ins kalte Wasser geworfen, hat so nicht damit gerechnet, als du sie hinter seinem Rücken ins Haus einquartierst wieder - und da kocht er über, weil das ihm einfach Angst vor dem ganzen vergangenen und auch gegenwärtigen Stress macht.
Du und deine Kinder wärt ihm damit natürlich nicht egal, er kann auch differenzieren zw Mensch und Tat - aber vor dem Stress und den Angstzuständen bei Unordnung fürchtet er sich.
Was er so natürlich nicht konkret formulieren mag, aber irgendwo auch schon sehr deutlich sagt. Und da du seine „Marotte“ ja schließlich kennst und respektierst, fühlt er sich dann doppelt von euch sehr unverstanden und in seiner Not ignoriert. Was ja irgendwo auch zutrifft.
Mal so als Ansatz und Gedanke.