Ich habe ja echt ein Problem, mich von ungünstigen Begenungen abzuwenden, das ist ja hier von mir auch schon mehrfach ausgebreitet worden. Jetzt ist es mir zumindest so weit gelungen, einen Schlussstrich zu ziehen.
Eine neue Chance, erst mal bri mir anzukommen.
Ein sehr lieber älterer, verheirateter Mann hatte im Mai vorgeschlagen, zusammen in einen Tangourlaub zu fahren, weil seine Frau zur Reha muss und er so lange Urlaub machen möchte.
Und plötzlich ist es fast so weit, Mitte nächster Woche geht es los, und es wird sommerlich warm, geradezu traumhafte Tanzlokations, und sehr wahrscheinlich sind die Menschen dort auch sehr höflich und angenehm. Deshalb hatte der ältere Herr ja vorgeschlagen, dort hinzufahren, sonst war er mit seiner Frau immer da.
Ich wollte hier nur mal aufschreiben, wie krass es sein kann:
dieses emotionale Kleben an Problemen, die man nicht lösen kann,
haben mich dermaßen beschäftigt, dass ich kaum die Vorfreude und all das Schöne, was im Urlaub passieren kann, in den Blick nehmen konnte.
Und dabei bin ich plötzlich ganz nah dran an Dingen, die ich mir schon längere Zeit gewünscht hatte, und die gar nicht so einfach mal zu haben sind.
Mit einem netten, angenehmen, positiven Menschen einfach locker losfahren, nette Unterkünfte finden, Klappräder mitnehmen, Badesachen, Schlafsack für spontane Übernachtungen, Tanzkleider (in Stretch 🤭, ich Hamster 🤣),
Und nur weil der ältere Mann und seine Frau so dermaßen selbständige, offene, positive Menschen sind, und sie zur Reha muss, und er sich eine Tanzpartnerin wünscht, und plumps ist so viel möglich...sonst steht man als Single quasi in ständigen "Wartezimmern" ohne verlässliche Kontakte, kann keine echten Pläne machen, hängt wie der Käfer im Netz einer fetten beziehungsunfähigen Spinne, und fragt sich was man falsch gemacht hat.
Ja, ich stehe dazu. Ich liefere mich mit dem Fühlen von Bedürfnissen aus, ich öffne mich, ich bin authentisch. Kein Beziehungsprofi-Geschacher, wie man das heutzutage beim Daten braucht 🙈, nur um möglichst wenig verletzt zu werden. Ja, und mit den falschen Typen wird das Ganze extrem absurd und selbstschädigend.
Ich habe es kaum geschafft, die nötige Distanz so locker einzunehmen zu dem Typen, wie es andere vielleicht schon nach dem ersten Blick geschafft hätten. Ich Emo-Junkie, der Strudel der alten Traumata, danke Papa 😱😫.
Aber gottseidank gibts noch andere Menschen, die ganz anders leben und fühlen und andere Ressourcen einfach so zur Verfügung haben. Und ich kann mir vorstellen, dass ich in diesem Urlaub mit diesem vertrauensvollen Menschen etwas in mir zum Klingen bringen kann, was sonst mit meinem traumabedingten Sehen und Fühlen im Alltag ohne Freunde und Familie schwer zu fühlen ist.
Vllt kann mein Unterbewusstsein auch gute Papa-Energie auftanken, zumindest gewollt zu sein, erwünscht zu sein, einfach so, von einem positiv eingestellten männlichen Menschen.