Katalina91
Gast
Ich möchte hier gerne mal eine Diskussion anregen und wissen wie ihr denkt.
Gerade bin ich von meinem Freund, meiner großen Liebe, verlassen worden. Von jetzt auf gleich, wir hatten eine lange sehr harmonische Beziehung ohne große Probleme oder Auseinandersetzungen. Deswegen bin ich auch in diesem wunderbaren Forum gelandet, was mir viel hilft.
Mir fällt aber zunehmend auf, dass den unzähligen Menschen mit gebrochenem Herzen bestätigt wird, dass es hart aber richtig sei, wenn der Partner Schluss gemacht hat. Sätze wie: "Jeder muss sich selbst immer mehr lieben als einen anderen", "Wenn er/sie in der Beziehung nicht mehr glücklich war, ist es der richtige Entschluss die Beziehung zu beenden" oder "Wenn die Liebe weg ist, hat eine Beziehung nie mehr Sinn".
In welcher Gesellschaft leben wir?
Liebe ist kein immer gleich starkes Gefühl, mal hat man eine Krise und übersteht sie, kämpft, hält durch, dann kommen auch in der Beziehung wieder bessere Zeiten. Wieso wird hier so oft bestätigt, dass man sein Ego-Ding durchziehen muss und sich jeder der Nächste ist. Dieser Selbstverwirklichungsgedanke man hätte Recht auf was besseres, auf Verliebtheit, immer währende starke Gefühle, dauerhaftes Glück und den Himmel auf Erden und wenn man das nicht durchgängig bekommt soll man Schluss machen? Das hat nichts mit Liebe zu tun? Wenn man eine Beziehung eingeht, übernimmt man automatisch auch Verantwortung für einen anderen, ob man will oder nicht. Und aus reinem Egoismus, gleich das Handtuch zu werfen ist doch die vollkommen falsche Einstellung?
Man kann nicht einfach hinwerfen in der Hoffnung woanders ist man besser bedient und hat was besseres verdient und damit einem anderen Menschen so ein Leid antun. Ich lese hier von wirklich harten Schicksalen und bekomme immer mehr Wut, dass die Verlassenden aus Egoismus einfach aufgeben und dass es sogar toleriert und bestätigt wird.
Wie seht ihr das?