Interview mit Gott

Ehemaliger User

Interview mit Gott



Ich träumte, ich hätte ein Interview mit Gott.

„ Du möchtest also ein Gespräch mit mir?" fragte Gott
„Wenn Du die Zeit hast", sagte ich.
Gott lächelte.
„Meine Zeit ist die Ewigkeit"
„Welche Fragen würdest Du mir gerne stellen?"

„Was erstaunt Dich am meisten an den Menschen?"
Gott antwortete....
„Dass sie der Kindheit überdrüssig werden.
Sich beeilen, erwachsen zu werden, um sich dann danach
zu sehnen, wieder Kinder sein zu können."

„Dass sie um Geld zu verdienen ihre Gesundheit auf’s Spiel
setzen und dann ihr Geld ausgeben, um wieder gesund zu werden."

„Dass sie durch die ängstlichen Blicke in ihre Zukunft das
Jetzt vergessen, so dass sie weder in der Gegenwart, noch in der Zukunft leben."

„Dass sie leben, als würden sie niemals sterben, um dann zu
sterben, als hätten sie nie gelebt."

Gott nahm meine Hand und wir schwiegen gemeinsam eine Weile.
Dann wollte ich wissen...
„Was möchtest Du, dass Deine Kinder lernen?"
Gott antwortete mit einem Lächeln.

„Dass man niemanden veranlassen kann, jemanden zu lieben,
sondern zulassen darf, geliebt zu werden."

„Dass es nicht förderlich ist, sich mit anderen zu vergleichen."

„Dass eine „reiche" Person nicht jemand ist, der/die das meiste hat, sondern vielleicht das wenigste braucht."

„Dass es nur einige Sekunden braucht, einem Menschen tiefe Wunden zuzufügen, jedoch viele Jahre, diese wieder zu heilen."

„Dass Vergebung durch gelebtes Vergeben geschieht."

„Dass es Menschen gibt, die sie tief und innig lieben, jedoch nicht wissen, wie sie ihre Gefühle ausdrücken können."

„Dass zwei Menschen dasselbe betrachten können und es unterschiedlich sehen."

„Und dass es manchmal nicht genug ist, Vergebung zu erhalten, sondern sich selbst zu vergeben."

05.06.2003 13:07 • #1


Ehemaliger User


Meine liebe Thilde,

wie schön und einfach klingen diese Thesen und wie schwer sind sie realisierbar!

Um das zu erreichen bedarf es sehr vieler und mitunter kleiner Schritte und die Bereitschaft auch lernen und annehmen zu wollen.

Und die Bereitschaft, sich immer wieder zu hinterfragen und zu verändern, wenn etwas nicht passt.
Und die Bereitschaft, auch mal falsche Wege zu verlassen und einen anderen Weg zu suchen.
Und die Bereitschaft, sich Fehler zuzugestehen und einzugestehen.

Die Menschen werden nie den höchsten Grad der Perfektion erreichen, aber das ist ja auch nicht notwendig. Das Streben und Leben nach eigener Verbesserung macht schon sehr viel aus, man kann einiges damit erreichen.

Das will ich für mich auch in schlechten Tagen nicht vergessen.

Ganz liebe Grüße

Nordlicht

05.06.2003 13:58 • #2


Ehemaliger User


Liebe Thilde, liebes Nordlicht

Wenn wir Menschen perfekt werden, dann waere das vielleicht ja schoen, nur waeren wir dann keine Menschen mehr, sondern Maschinen.

Esist nie einfach alles und jeden gerecht zu werden, aber wenn wir auch mal an andere denken und mal in uns rein schauen was wir so alles haben, dann sollte wir eigentlich sehen wie gut es uns eigentlich geht...

Oft wird das vergessen, wenn wir das wieder lernen, dann werden wir viele Dinge mit anderen Augen sehen.

Feechen

05.06.2003 20:01 • #3


Marty


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muss man den alles immer hinterfragen? lasst das geschriebene von thilde einfach mal auf euch wirken und "veranalysiert" es nicht! meine sicht der dinge...

06.06.2003 07:06 • #4


Ehemaliger User


Wer hindert mich daran?


Wer kann mir verbieten, glücklich zu sein?

Wer kann mich daran hindern, das Leben zu lieben und den Zauber des Augenblicks zu erfahren, mir Zeit für intensive Begegnungen zu nehmen und die Welt immer neu zu entdecken?

Wer kann mich daran hindern, fröhlich zu sein, und häufiger als bisher zu lachen, meine Sorgen zu vergessen und das Leben wieder leicht zu nehmen?

Wer kann mich daran hindern?


Niemand - ausser ich selbst


Thilde

10.06.2003 16:59 • #5


Newbie


Wiiieeee schön.Dieser "Uralt-Thread" ist ja schön!
Ich schicke ihn wieder an die "Oberfläche".....einfach so.
Habe ihn beim Stöbern gerade gefunden....

06.05.2017 11:23 • #6




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