@Abendrot
Zitat:Zitat Diania :
" Mein Problem ist manchmal das ich diese Chats lese aber das für mich so unwirklich ist.....als lese ich das nicht über meinen Mann.....denn ihm merke ich davon nichts an.....ich finde das teilweise so surreal......ich kann es fast nicht glauben das da wirklich etwas körperliches passiert sein soll......"
Es ist ja nun das eingetreten was viel vermutet haben . Das schlimmste was für die TE passieren konnte.
Ich vermute das der Schmerz / die Angst so groß ist das man nur mit dem ausblende , dem verleugnen weiter existieren kann.
Ob es eine Dissoziation ist ? Ich vermute es von ihrer Beschreibung / Erzählung.
https://www.klinik-friedenweiler.de/blo...rankungen/Was sie beschreibt ist vermutlich die Depersonalisation.
Depersonalisation ist ein Zustand, in dem Betroffene das Gefühl haben, von ihrem eigenen Körper oder ihren eigenen Gedanken losgelöst zu sein.
Sie fühlen sich oft wie ein Beobachter ihres eigenen Lebens, als ob sie außerhalb ihres Körpers stehen und sich selbst zusehen. Diese Erfahrung kann sehr beunruhigend sein und führt häufig zu Gefühlen der Entfremdung und Isolation. Betroffene beschreiben häufig:
Gefühl der Unwirklichkeit: Das Gefühl, dass der eigene Körper oder die eigenen Handlungen nicht real sind.Emotionale Taubheit: Schwierigkeiten, Emotionen zu empfinden oder auszudrücken.
Verzerrte Körperwahrnehmung: Das Gefühl, dass Körperteile größer oder kleiner sind, als sie tatsächlich sind.
Derealisation
Derealisation ist ein Zustand,
in dem die Außenwelt als unwirklich oder fremd wahrgenommen wird. Menschen mit Derealisation haben das Gefühl, dass ihre Umgebung sich verändert hat oder nicht real ist.Häufige Merkmale sind:
Veränderte Sinneswahrnehmungen: Dinge sehen verschwommen, verzerrt oder wie in einem Traum aus.
Entfremdung von der Umgebung: Das Gefühl, dass vertraute Orte oder Menschen fremd erscheinen.
Zeitverzerrung: Das Gefühl, dass die Zeit langsamer oder schneller vergeht als üblich.
Auslöser sind unteranderem,……
Stress
Chronischer oder intensiver Stress kann ebenfalls Dissoziation auslösen.
Wenn der Stresspegel so hoch ist, dass die Bewältigungsmechanismen überfordert sind, kann der Geist dazu übergehen, sich von der belastenden Realität abzutrennen. Zu den stressauslösenden Faktoren gehören:
……..
Private Konflikte:
Eheprobleme, familiäre Spannungen.……..
Angst
Ängste können ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von dissoziativen Zuständen spielen.
Die ständige Angst und Besorgnis können dazu führen, dass sich der Betroffene von der Realität distanziert, um sich vor den überwältigenden Gefühlen zu schützen. Angststörungen sind beispielsweise:
……….
Dauerhafte und übermäßige Sorgen um verschiedene Lebensbereiche.………
Zitat:was sagst du zu dieser Aussage ?
Besonders , dass es von Diania als so unwirklich empfunden wird .
Hatte dazu zwei mal meine Vermutung geäußert. Relativ zum Anfang und vor einiger Zeit.
Zitat:Sie scheint eine Blockade zu haben , die es ihr unmöglich macht , die Realität zu sehen .
Es kann möglich sein das es zutrifft , nur hier sollte dann der Fachmann ran wo sie das ehrlich vortragen sollte.
Zitat:Ich empfinde es so , als würde ihr Verstand es nicht begreifen wollen , weil sie den Konsequenzen nicht gewachsen ist .
Richtig. Die Ressourcen reichen dazu nicht aus.
Deshalb ist der Ehrliche Gesprächspartner von hier wichtig um sie co zu regulieren.
Sie sollte bei ihrem Therapeuten ehrlich vorsprechen. Das diese nicht immer die ganze Wahrheit erzählt bekommen wissen diese und merken diese oft auch, also ist das kein Problem da bald über seinen Schatten zu springen um Hilfsangebote von ihm zu bekommen.
Zitat:Hilflosigkeit , eine Abhängigkeit vom Ehemann und der Meinung ihres Umfeldes spielen meines Erachtens eine grosse Rolle .
Sie idealisiert die IST Situation von vor 12 Monaten. Was anderes kann und möchte man sich nicht vorstellen. Und deshalb ist was anderes für den verstand auch nicht greifbar und wird deshalb abgespalten (?) verdrängt. Wie ein Kind was sich die Augen zuhält und denkt wenn es sich die Augen zuhält das es nicht mehr da ist.
Vergewaltigungsopfer tun das oft , als ob nichts geschehen ist.
Was nicht geschehen ist , damit muss ich mich nicht beschäftigen , kann ich nicht konfrontiert werden.
Zitat:Unsicherheit , weil sie sich bis vor einem Jahr in ihrem Leben geborgen fühlte und es unvorstellbar ist in " Eiswasser " zu springen . Ohne Halt und Sicherheitsnetz . .
Eine Entscheidung von ihr JETZT würde ab JETZT , alles für sie ändern.
Sie müsste Entscheidungen treffen , Trennungsgespräch führen die sie nicht möchte.
Der IST Zustand , wird als sicherer empfunden als wie ein Gespräch zu führen , wo er / sie eine Entscheidung trifft die nicht gut ist.
Hier ging es ein Beispiel mit einem Affen im Käfig der jahrelang gefangen gehalten wurde.
Die Tür zur Freiheit wird offen gelassen nach 15 Jahren. Der Affe bliebt drin sitzen , weil der bekannte Zustand im Käfig als sichererer empfunden wird als wie die Optionen draußen die Freiheit zu genießen. Das da draußen macht ihm Angst weil es unbekannt ist.
Das nicht antworten hier z.b. kann sein das sie das nicht in Worte fassen kann was ihr passiert ist.
Das Geschehen wird subjektiv als so schlimm empfunden , das man dafür keine Worte finden kann oder das geschriebene nicht tippen oder lesen kann.